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PV <-> Sonnenfinsteris <-> Sonnenuntergang

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Eingestellt 19, Mär 2015 in Photovoltaik von Jörg Tuguntke (1,368 Punkte)
Moin, moin,

 

SIE regen mich so langsam richtig auf (eigentlich sollte ich jetzt arbeiten).

SIE, die politischen "Kohle-Köpfe" und "Oberbremser", sowie die Medien, die den "Rummel" mitmachen.

JA es gibt eine Sonnenfinsternis (wird noch öfter passieren),  aber es gibt auch TÄGLICH einen Sonnenuntergang. Der vollzieht sich zwar langsamer, dafür bis zur vollkommenen Dunkelheit und auch noch bundesweit.

Meinen PV - Anlagen ist vollkommen schnuppe, warum es DUNKEL ist.

Also kann mir jetzt irgendjemand erklären wo aus Sicht und Handlungsweise der VNB's der technische Unterschied zwischen den beiden Dunkelheiten liegt?

mfg  tugu
   

3 Antworten

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Beantwortet 19, Mär 2015 von Martin Werner (2,069 Punkte)

Hallo Tugu,

mir gehen DIE auch auf den Geist. Da wird ein ziemlich lange bekanntes Phänomen, das ungefahr alle 10-15 Jahre auftritt,  zum Killerargument für PV hochstilisiert. Wenn die Netzbetreiber nicht in der Lage sind 13 GW, die in ca einer Stunde abfallen (und nicht etwa schlagartig, wie in den Medien geschrieben wird) und dann langsam auf 19 GW wieder ansteigen, mit Regelenergie auszugleichen, dann sollen sie halt ein paar Anlagen  vorher abschalten. Aber das würde ja was kosten. Blöd auch, wenn man Kraftwerke, die schnell hochfahren können, wie zB GUD-Anlagen still legt, weil sie angeblich zu teuer sind (im Vergleich mit Braunkohle-Dinos).

Früher war ein bekannter Slogan: "Seefahrt tut Not" (Wilhelm II) , heute müsste es heißen "Speichern tut Not". Vielleicht sollte man die von Wilhelm II für den Ausbau der Marine eingeführte Sektsteuer heute für den Ausbau von Speichern benutzen. Prost.

Aber freuen tut's mich schon, dass PV inzwischen so einen großen Anteil an der Stromerzeugung hat, dass ein paar Leute ins Schwitzen kommen cool

MfG

Martin Werner

Edit 20.03. 23:15 Uhr

So sah meine Ertragskurve heute an einem wunderschönen SoFi-Tag aus:

Kommentiert 19, Mär 2015 von Jörg Tuguntke (1,368 Punkte)
WIR ALLE sollten die mal richtig zum schwitzen bringen, indem WIR ALLE an einem Sonntag um 12:00 unsere Anlage für 5 Minuten abschalten.

Evtl. würde sogar Herrn Gabriel ein Licht aufgehen.
Leider kriegen wir keine Einigkeit in den unorganisierten Haufen, nicht mal in die Verbände.

lg  tugu
Kommentiert 19, Mär 2015 von Martin Werner (2,069 Punkte)
Ich kann Sie ja verstehen, manchmal hätte ich auch Lust dazu, aber das wäre wirklich der GAU für das Stromnetz, wenn plötzlich (und das wäre wirklich plötzlich) 50% der Stromproduktion wegfielen. In diesem Fall wäre ein Blackout mit allen unschönen Folgen sicher. Durch den großen Anteil an der Erzeugung fällt den PV-Anlagenbetreibern auch eine große Verantwortung zu.
lg
Martin Werner
Kommentiert 19, Mär 2015 von Jörg Tuguntke (1,368 Punkte)
DA gebe ich Ihnen vollkommen Recht, aber die Politik tut immer so, als wären wir die letzten "Ä.....".
Dazu diese Pressefuzzies, die nur widergeben, was ihnen die Umsatzzahlen hoch treibt. Manchmal frage ich mich (nicht nur im Bezug auf PV) ob die selbst glauben, was sie verkünden.

Aber jetzt jabe ich mich genug aufgeregt. Leider kann ich es ja nicht ändern.

lg  tugu
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Beantwortet 20, Mär 2015 von Geckler, Heinz (2,530 Punkte)

Hallo Herr Tuguntke,

ich glaube, hier kämpfen wir erneut alle gegen ein paar wenige "Miesmacher", die derzeit die Sonnenfinsternis als weiteres Indiz nutzen wollen, der Welt klar zu machen wie ungeeignet die erneuerbaren Energien sind um unsere Stromversorgung sicher zu stellen. Dabei werden von den Energieversorgern ( gezielt ? ) die technischen Möglichkeiten nicht genutzt die bereits bestehen, solche Situationen besser zu beherrschen.

Zum Beispiel wäre es technisch relativ einfach realisierbar, große Verbraucher wie z.B. Nachtspeicherheizungen und Wärmepumpensysteme in der Zeit der Sonnenfinsternis zu sperren ( Nachtspeicherheizungen sogar schon in der Nacht vorher ) um dann durch die gezielte Zuschaltung zum Ende der Sonnenfinsternis den steilen Anstieg der Produktion auszugleichen.

Immerhin sind in Deutschland inzwischen ca. 450.000 Wärmepumpensysteme und ca. 1,6 Mio Nachtspeicherheizungen installiert. Daraus ergibt sich überschlägig folgende gezielt zuschaltbare Last:

- 450.000 Wärmepumpensysteme mit durchschnittlich 5 kW elektrisch = 2,25 Gw

- 1,6 Mio Nachtspeicherheizungen mit geschätzt jeweils durchschnittlich 10 kW = 16 Gw

Wobei es mir hier nicht um detaillierte Zahlen sondern um das Prinzip geht.

Somit ergibt sich hier theoretisch eine variabel einsetzbare Last, die die berechneten Schwankungen in der Erzeugung während der Sonnenfinsternis nahezu ausgleichen könnte.

Anstatt Panikmache ist also eine intelligente Optimierung auch der bestehenden elektrischen Heizsysteme von Nöten, um solche SItuationen in Zukunft problemlos ausgleichen zu können. Wenn die bestehenden Nachtspeichersysteme mit technischen Geräten nachgerüstet werden kann zusätzlich durch gezielte Freigabe noch viel besser auf Strompreisschwankungen an der Börse reagiert werden. Das wäre vor allem auch in den Zeiten interessant, in denen wegen Überschuss-Produktion und zu wenig Verbrauch die Preise an der Strombörse so weit sinken, dass viele konventionelle Kraftwerke nicht mehr rentabel sind. Durch die Schaffung zusätzlichen Verbrauches in diesen Zeiten kann der Börsenpreis nicht mehr so stark fallen. Zusätzlich würde die Belastung deutlich sinken, die in Form der EEG-Umlage auf alle Verbraucher umgelegt wird.

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Beantwortet 21, Mär 2015 von Jörg Tuguntke (1,368 Punkte)

Moin, moin,

bei uns war es dermaßen bewölkt, optisch konnte man "kaum" etwas von der SoFi wahrnehmen.

Die Technik sah das allerdings etwas anders:





Ich erkenne ja an, daß der "Sonnenaufgang" um 10:45 schneller stattfand als der um 06:45 und da eine gewisse Problematik für die Netzbetreiber, bzw. für die Regelenergie besteht. Also hätte man die großen Anlagen um 10:45 auf 30%, um 11:15 (o.ä.) auf 60% und erst später auf 100 % freigeben sollen. Damit hätten die Netzbetreiber locker genug Zeit gehabt, aber nun haben sie es ja auch so geschafft.

mfg  tugu

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