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Besser AC oder DC Systeme für Batteriespeicher für PV-Anlagen verwenden?

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Eingestellt 10, Dez 2013 in Photovoltaik von Anonym
Was sind die Vor- und Nachteile von Batteriespeichern, die in den Wechselstromkreis eingebunden werden oder die man in den Gleichstromkreislauf einbindet?

Ich vermute AC-System haben einen schlechteren Wirkungsgrad, da mehrmals transformiert wird, oder?
   

2 Antworten

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Beantwortet 25, Mai 2014 von Armin Schmiegel (113 Punkte)
Sehr viele Hersteller bieten aktuell AC-Systeme an. Dabei integrieren die Hersteller Inselwechselrichter plus Batterien in einem Gehäuse und kombinieren dies mit einem Energiemanagementsystem.

Der Vorteil dieser Systeme ist, dass sie mit so ziemlich jeder Energiequelle arbeiten können. Und auch die Nachrüstung von Solarstromanlagen erscheint recht einfach.

Allerdings tun sich diese Systeme immer dann schwer, wenn sie mit den PV-Wechselrichter in irgendeiner Form interagieren müssen (60-70% Regelung).

Steuerliche und regulatorische Fragen sind AC-Systeme auch noch offen. Da eine PV-Anlage auch ohne diese Speichersysteme arbeiten, gehören sie nicht so ohne weiteres zum Anlagevermögen (hier wird noch eine Lösung diskutiert). Auch die FNN-Handlungsrichtlinie ist noch im werden. Hier wird insbesondere gefordert, dass AC-Systeme zusammen mit der PV-Anlage nicht mehr Leistung ins Netz einspeist, als die PV-Anlage als Anschlussleistung hat.

DC-Systeme haben diese Probleme nicht, da sie zur PV-Anlage gehören (Es handelt sich ja um einen Wechselrichter, der zusätzlich mit einer Battiere ausgestattet ist). Daher dürfen diese Systeme nicht aus dem Netz geladen werden. Nichtsdestotrotz können Sie mit weiteren Energiequellen interagieren und so den Eigenverbrauch von Solarstrom optimieren.

Nicht alle DC-Systeme ziehen im Winter Energie aus dem Netz. Dies tut meines Wissens nach nur das nedap-System, aber auch nur, wenn eine Bleibatterie angeschlossen sind. Das Bosch-System bezieht beispielsweise auch keine Leistung aus dem Netz.

Ich rate eher zu einem DC-System von hoher Qualität. Der geringere Wirkungsgrad von AC-Systemen und die oftmals schlechte Interaktion mit dem PV-Wechselrichter, mache diese Systeme im Vergleich oftmals unwirtschaftlicher.
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Beantwortet 10, Dez 2013 von Anonym
Richtig. AC-Systeme haben s.g. Umwandlungsverluste.

Aber den riesen Vorteil: alle gängigen Energieumwandlungssysteme (Photovoltaik, Kraft-Wärme-Kopplung, Generatoren usw.) liefern Wechselstrom und können dort mit angeschlossen werden.

DC-Systeme haben eben diese Verluste nicht, jedoch benötigen immer die Gleichspannung. D.h. auch im Umkehrschluss muss z.B. im Winterbetrieb durchaus auch mal Energie aus dem Netz bezogen werden und mit Verlusten in DC-Strom umgewandelt werden...

Erfahrungsgemäß sollte man die Systeme nicht grundsätzlich pauschalisieren. Letztendlich liegt es am Energiebedarf und eben den Möglichkeiten diesen zu decken.

MfG
Kommentiert 11, Dez 2013 von Martin Werner (2,069 Punkte)
Ausserdem: Bei DC gekoppelten Systemen muss die PV-Anlage auf den Speicher abgestimmt sein, bzw. umgekehrt. Kann Sinn machen, wenn man beides zusammen installiert.
Für Nachrüstungen empfehlen sich vor allem AC-gekoppelte Systeme, die i.d.Regel wesentlich flexibler sind.
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