Firmenverzeichnis Experts Preisvergleich

Wenn Brennwerttechnik nicht richtig eingestellt ist

0 Punkte
443 Aufrufe
Eingestellt 1, Okt 2015 in Photovoltaik von Frank Urbansky (40 Punkte)

Ein Test der Verbraucherzentrale NRW von 6.500 Gas-Brennwertgeräten zog ein ernüchterndes Fazit. Nur ein Teil konnte die Einsparpotenziale dieser sehr effizienten Technik wirklich abrufen. Die Gründe sind vielfältig.

Was nützt die beste Technik, wenn sie nicht läuft? So dramatisch ist es mit der Brennwerttechnik natürlich nicht. Rund 4,2 Millionen Gas- und gut 600.000 Öl-Brennwertgeräte verrichten zuverlässig ihren Dienst. Dennoch kam die Verbraucherzentrale NRW bei einem Feldtest von insgesamt 6.500 Erdgas-Kesseln binnen drei Jahren auch zu einem ernüchternden Schluss: Nun wenige Brennwertgeräte konnten ihre volle Leistungskraft und damit Effizienz ausspielen. Und das hat mehrere Gründe.

Vor allem falsch oder zu groß dimensionierte Kessel können eine positivere Bilanz hemmen „In den neunziger Jahren wurde oftmals mit dem Daumen überschlagen, welche Kesselgröße eingebaut wird“, meint Matthias Elsasser von Rotex. „Das wird heute sicher nicht mehr so gemacht.“ Das Handwerk werde durch Schulungen oder durch die Beratung vom Hersteller im Vertrieb unterstützt. Ein Manko sieht Elsasser in der Perspektive. Die Handwerker können zwar für den Moment eine durchaus passende Einschätzung von Objekt und Verbrauch vornehmen, jedoch fehlen vom Kunden oft Informationen über eventuelle Nutzungsveränderungen oder Modernisierungen in der Zukunft. …

Die richtige Einstellung

Ein weiterer Schwachpunkt der Verbraucherschützer betrifft die nicht optimal eingestellten Heizungen. Elsasser kennt das Problem und meint, dass die Kessel nach dem Einbau nicht noch mal im Probelauf getestet würden. Dabei ist eine Einstellungskorrektur bei Brennwerttechnik nicht einfach – und in den meisten Fällen auch gar nicht nötig. Sowohl Rotex als auch Viessmann setzen bei Gas auf sich selbst optimierende Geräte, die etwa die optimale Brennereinstellung mittels Lambda-Sonde regelt.

Mehr hier http://www.enwipo.de/2015/09/28/wenn-brennwerttechnik-nicht-richtig-eingestellt-ist/

   

1 Antwort

+1 Punkt
Beantwortet 6, Okt 2015 von Erik Liebert (454 Punkte)

Ist das nicht bei jeder Technik so? Holzheizung falsch befeuert ......
Und der übliche Anwender interessiert sich ja auch nach Installation nicht mehr dafür.

Brennwertkessel werden nur alle 2 Jahre vom Schornsteinfeger geprüft und der wird da selten etwas bemerken, weil die Auslegung halt der Anlagentechniker gemacht hat. Und wenn das Gebäude nun gedämmt wurde und statt 10 KW nur noch 5 KW braucht und der Kessel aber seinen Modulationsbereich nur bis 7 KW runterregeln kann dann wird halt weniger kondensiert und der Brennwerteffekt ist eventuell dahin oder es wird zu oft getaktet was ja gleichbedeutend ist..... auch der hydraulische Abgelich wird oft nicht getätigt, wenn der Kessel getauscht wurde und grade bei Brennwerttechnik ist der ziemlich wichtig.

Vieleicht sollten solche Tests einmal die Sparpotentiale durch solche Maßnahmen wie korrekte Kesselauslegung und Abgleich konkret aufzeigen und die dagegen stehenden "Manpowerkosten" für eine ordentliche Planung, um den Endanwender dafür zu begeistern. Der Hinweis auf Hersteller, deren Geräte die eierlegende Wollmilchsau sind und alles selber machen, wenn man darauf umsteigt, ist wenig sinnführend und eher verwirrend.

LG Erik Liebert



Kommentiert 6, Okt 2015 von Frank Urbansky (40 Punkte)
Hallo Herr Liebert,

volle Zustimmung, nur die Hersteller können meist wirklich nichts dafür.  Es hakt beim Handwerk. S. a hier http://www.enwipo.de/2014/02/24/handwerk-fit-fuer-die-energiewende/
Die fehlenden Probeläufe nach der Installation sprechen Bände. Letztlich ist immer eine präzise Planung Voraussetzung dafür, dass eine passende Heizung eingebaut wird. Die Praxis ist doch aber eine andere. Der Handwerker lässt sich im besten Falle noch die Heizkostenrechnungen der letzten beiden Jahre zeigen, das war es schon. Allerings sagen die nicht in jedem Falle was über dien tatsächlichen Bedarf eines Hauses aus. Kann ja auch da schon an einer falsch eingestellten Heizung gelegen haben.  Und so verlässt man sich auf das Herstellerversprechen einer sich selbst regulierenden Heizung.

LG Frank Urbansky
Stellen Sie Ihre eigene Frage:

 

...