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Elektromagnetische Felder von Wechselrichtern und Stents am Herz. Besteht Lebensgefahr?

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Eingestellt 16, Feb 2013 in Photovoltaik von Anonym

Bei Personen mit Herzschrittmachern, metallischen Implantaten oder Hörgeräten kann es zu einer gesundheitlichen Schädigung kommen. Diese Personen sollten vor Betreten einer Anlage mit Wechselrichter ihren Arzt befragen." Mein Vater hat einen Stent am Herzen, darf er sich noch im Haus aufhalten oder wie ist das zu verstehen? Oder besteht jetzt Lebensgefahr für ihn? Der Wechselrichter befindet sich im Keller und direkt darüber befindet sich die Küche mit der Sitzecke. Können Sie mir hier weiterhelfen oder kann nur ein Arzt darüber Auskunft geben?

   

2 Antworten

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Beantwortet 30, Nov 2013 von Andreas Iliou (844 Punkte)
Man sollte tatsächlich den Arzt befragen, oder aber auch eine Schirmung vornehmen.

Bei einem normalen Einbau des Wechselrichters der geerdet wurde , sollte keinerlei Bedenken sein.

Die Wechselrichter sind nach den neuesten Normen EMV mässig überprüft worden, ist Ihr Vater nach der Operation

tatsächlich "Elektrosensibel" oder sensibler geworden beispielsweise auch bei Handys ?!

 

Es kommt natürlich auch auf die Grösse der Anlage an inwieweit Felder aufgebaut werden und wie / ob geerdet wurde.

Man müsste allerdings noch auf mehr "input" drängen, wie gross die Anlage ist welche Module/Wechselrichter

verbaut wurden , wo wurde die Leitung verlegt ( im Kamin oder Aussen ) ??

 

Cheers

Andreas Iliou

ps Ich halte aber nichts von Panikmache wie gesagt manche Radiowecker (am Bett ) oder Handy s und Motorbetten(verstellbare Kopfstützen ) verursachen mehr Felder als Photovoltaik Anlagen- sollte messtechnisch überprüft werden.
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Beantwortet 16, Mär 2014 von Klaus Hying (930 Punkte)
Ich kann mich nur anschließen, dass man im Zweifelsfall seinen behandelnden Arzt konsultieren sollte.

Allgemein muss aber deutlich zwischen aktiven und passiven Implantaten unterscheiden werden.

Bei einem Herzschrittmacher handelt es sich um ein aktives Implantat, das über einen Signaleingang elektro-physiologische Messwerte empfängt und dann als Reaktion bei Bedarf über einen Signalausgang Impulse an das Herz abgibt. Wenn jemand mit einem Herzschrittmacher starken elektromagnetischen Feldern ausgesetzt ist, kann es beim Signaleingang zu falschen Werten kommen, die dann zu Fehlfunktionen des Herzschrittmachers führen können, sei es das falsche Impulse gesendet werden oder notwendige ausbleiben.

Bei einem Stent hingegen handelt es sich um ein passives Implantat, das als rein mechanische Funktion den Verschluss einer Arterie verhindern soll. Enthält der Stent ferromagnetische Bestandteile, können hochfrequente elektromagnetische Felder theoretisch zu einer Erwärmung führen. Diese Wärme, sofern sie überhaupt relevant oder messbar sein sollte, dürfte meiner Ansicht nach aber schnell durch das umgebende Gewebe und dem Blutstrom in der Arterie abgeführt werden. Es gibt aber auch Stents, die keine Materialien mit ferromagnetischen Eigenschaften enthalten. Dann besteht kein zusätzliches Risiko.

Weiterhin spielt auch die Entfernung zum Wechselrichter eine entscheidende Rolle. Wenn man sich also nicht in unmittelbarer Nähe der Quelle aufhält, reduziert sich das Risiko weiter.

Wechselrichtern müssen EMV Vorschriften einhalten, so dass nach Unfallverhütungsvorschrift BGV/GUV-V B11 keine besonderen Maßnahmen erforderlich sind.

Klaus Hying
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