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Wirkungsgradunterschiede Mono/Poly-Silizium / Performance-Unterschiede

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Eingestellt 16, Jul 2012 in Photovoltaik von Anonym

Woran liegt der große Unterschied des Wirkungsgrades zwischen mono- und polykristallinen Modulen?

seit 10 Jahren habe ich eine Photovoltaikanlage mit 3 kW auf einem 35° Dach nach Süden ausgerichtet. Die Module der Solarfabrik sind rahmenlos mit 83 W Leistung, Typ SF 80 und monokristalin. Seit 2 Jahren hat meine Nachbarin eine 4,2 kW Anlage mit poykristallinen Modulen mit der Bezeichnung REC PE 235 Wp bei gleicher Dachneigung und Ausrichtung. Von Januar bis Ende Mai diesen Jahres hat sie mit Ihrer Anlage einen Ertrag pro kW installierter Leistung von 526 kWh und meine Anlage bringt es auf 413 kWh. Sie hat damit einen höheren Ertrag von 113 kWh absolut und 27,36 %. Dabei haben die polykristallinen Module einen Wirkungsgrad von 14,2% und die monokristallinen 16,2%. Ich suche nach einer Erklärung für diesen großen Unterschied! Können Sie mir dabei helfen?

   

2 Antworten

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Beantwortet 9, Mai 2013 von Ralf Meyerhof (70 Punkte)

Sie sprechen von Wirkungsgraden und unterschiedlichen spezifischen Erträgen. Das ist ein bisschen wie Äpfel und Birnen vergleichen. Wirkungsgradangaben beziehen sich auf die STC-Bedingung (Standard Test Conditions, 1000 W/m², 25°C und Spektrum AM 1,5) und stehen mit diesem Bezug in jedem Datenblatt. Solaranalgen erbringen Ihre Erträge aber bei allen möglichen Einstrahlungs- und Temperaturbedingungen. Für die Erträge ist also ganz wesentlich das Teillastverhalten entscheidend. Und das hat sich in den letzten 10 Jahre ganz wesentlich verbessert. 1 kWp vor 10 Jahren ist also technologisch überhaupt nicht vergleichbar mit 1 kWp von heute. Änhliches gilt übrigens auch für die Wechselrichter und die Systemauslegung (Stichwort AC/DC-Verhältnis). Wenn Sie dann noch das Winterhalbjahr als Vergleichszeitraum nehmen, werden die Abweichungen nur noch größer.

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Beantwortet 30, Mai 2014 von Andreas Iliou (844 Punkte)
..es ist eine interessant Fragestellung und immer wieder wird danach gefragt:

Man kann Häuser nicht miteinander vergleichen, auch Dächer nicht.

Jedes Dach hat ein anderes Windverhältnis, andere Neigung , andere Module und auch andere Wechselrichter.

Man kann also nur immer das beste fürs jeweilige Dach "herausholen".

Es spielen aber auch die "Verbraucher im Haus" eine Rolle, ein gutes System kann auf einmal schlecht werden.

Die Impedanz der Zuleitung "Verschlechterung um bis zu 10-15%" ist möglich falls Verbraucher "schlecht aufgeteilt wurden".( oder auf einmal Neue Geräte dazukommen)

Gern sind dies auch Wärmepumpen "einpolig" zB, bei Stop and Go wirkt sich dies auf den WR aus ,weil häufiges Ein und Ausschalten eine Über bzw Unterlast bewirken kann, der WR schaltet häufiger Aus (Netzunterbrechung).

Eine Umverdrahtung bei Kleinstanlagen 1-4 kW ist meisst die "einzige Möglichkeit" auch kann eine Iso Fehlermeldung ,öfters "auftauchen" obwohl Komponenten für sich gesehen in Ordnung sind.

Also erst mal überprüfen Was ist wirklich GLEICH von Haus zu Haus.

ein Zusammenspiel WRIModule und Haus bringt bestmögliche Ergebnisse - jede Anlage kann "geschlagen"

werden , mit jeder Modultechnologie- es liegt also am Design/Installationsteam das beste "rauszuholen"

(und nicht an der Modul/WR oder aber Installation- Fine tuning ist ein Muss)

Cheers

Andreas
Kommentiert 30, Mai 2014 von Martin Werner (2,069 Punkte)
Dem möchte ich deutlich widersprechen! Man kann Module von vor 10 Jahren auch bei sorgfältigster Installation nicht mit aktuellen Modulen vergleichen.Sie würden damit den Modulherstellern jegliche Weiterentwicklung absprechen, was nachweislich nicht stimmt.
Kommentiert 30, Mai 2014 von Andreas Iliou (844 Punkte)
deswegen spreche Ich immer von der Anlage- Module- WR -Installation-Erfahrung
(es gibt leider auch heute noch Anlagen die 685kWh/kWp !!! bringen)
Ich habe zahlreiche Module "gesehen" , selbst verbaut und Reklamationen "abgewickelt" - Alles lediglich auf "gute oder schlechte " Module oder Module von vor 10 Jahren abzuwälzen - halte Ich für sehr bedenklich....

Klar gibt es WEITERENTWICKLUNGEN aber nur ein Zusammenspiel von WR/Modul und Installation macht eine gute oder sehr gute Anlage aus.

man kann auch Repowering durchführen, früher wurde meisst Gut ausgelegt,
aber es gibt sehr viele Anlagen mit (Lieferschwierigkeiten) bei denen dann
ganz andere (aber lieferbare WR) angeschlossen wurden.

mit den Hinterlassenschaften habe Ich "immer" zu kämpfen, weil die Anlagen trotz
guter oder "Best of " Modulen installiert wurden, leider der WR -so gar nicht passt.

Cheers
Andreas
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