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Modulwirkungsgrad von Mono- und Polykristallinen Modulen

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Eingestellt 5, Feb 2013 in Photovoltaik von Anonym

Bei Südwestlage und 45° Dachneigung besser Mono- oder besser Polykristalline Module verwenden?

Ich plane eine Photovoltaikanlage von ca 15 kWp auf einem Dach mit 45° Dachneigung und Südwestausrichtung im Raum Stuttgart. Zum Thema ob in diesem Fall besser Monokristalline oder Polykristalline Module geeignet sind habe ich sehr unterschiedliche Aussagen bekommen. Gibt es dazu aussagefähige Untersuchungen?

   

1 Antwort

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Beantwortet 31, Okt 2013 von Frank Müllers (590 Punkte)

Die Frage, ob es besser ist bei der angebenen Ausrichtung und Neigung monokristalline oder polykristalline Module zu verwenden, ist nicht zu beantworten. Die Modultechnik hat in diesem Zusammenhang keinerlei Auswirkung auf den Ertrag der Anlage. Ein 250 Wp Modul ist ein Modul, welches unter STC - Standard Test Conditions, also Standardbedingungen eine Leistung von 250 W liefert. Es ist völlig unerheblich, ob es sich dabei um ein mono- oder polykristallines Modul handelt. Woher kommt nun dieses hartnäckige Vorurteil, das Monokristalline Module besser seien als Polys? Grundsätzlich haben monokristalline Zellen oder Wafer eine höhere Leistungsdichte, da das Material durch den gewachsenen Kristall homogener und die Strukturen geordneter sind als beim polykristallinen, der ja auch in Optik viel grober strukturiert ist. Bei den ersten Modulen, die noch nicht beschichtet waren, konnte man diese Strukturen auch noch sehr gut erkennen. Die runden Ingots - so nennt man die Rohkristalle aus Reinsilizium - wurden nun in dünne Scheiben geschnitten und seitlich begradigt. Allerdings wollte man dabei wenig "Abfall" - aus dem man zwar wieder in einem energieaufwändigen Schmelzprozess die polykristallinen Wafer herstellen kann - produzieren, dadurch entstanden die `achteckigen´ monkrisallinen Wafer in Normgrößen. Nimmt man jetzt die genormten achteckigen monokristallinen und die quadratischen polykristallinen Wafer gleicher Größe im direkten Vergleich, so ergibt sich, das die Monos bei geringerer Fläche eine größere Leistung erbringen. Da die Modulhersteller bestrebt sind, ihren Produkten auch relativ einheitliche Größen - mit annähernd gleichen Leistungen - zu geben, haben die Module relativ einheitliche Größen und auch die Zellanzahl ist gleich. Da das monokristalline Modul einen höheren Zellwirkungsgrad hat, findet man auf diesem Modul die charakteristischen weißen Rauten an den Ecken der Wafer. Fazit: Der Wirkungsgrad des Moduls ergibt sich aus dem Verhältnis Fläche zur Leistung, Dieser ist bei mono- und polykristallinen der gleichen Größe und Leistung auch gleich groß. Der Unterschied besteht allein im - in diesem Zusammenhang unerheblichen - Zellwirkungsgrad.

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