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Macht PV das Hausnetz instabil ? Das behauptet eine OP-Kilnik. Wichtige Geräte könnten ausfallen

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Eingestellt 30, Okt 2015 in Photovoltaik von Alexander Hagen (35 Punkte)

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Alexander Hagen

   

4 Antworten

+2 Punkte
Beantwortet 30, Okt 2015 von Jörg Tuguntke (1,368 Punkte)

Moin, moin,

"das behauptet eine OP-Klinik" ??????


Ich behaupte einfach mal das Gegenteil. Habe zwar keine Ahnung vom Operieren, aber von Elektrotechnik.

Wenn die OP-Klinik auch Ahnung von Eletrotechnik hat, sollen sie doch einmal Belege für diese Instabilität liefern.


mfg  tugu

+2 Punkte
Beantwortet 30, Okt 2015 von Martin Schorlies (940 Punkte)

Also...


Das geht schon mit Notstrombetrieb los... Da kommen die meisten Systeme wegen der TAB-Konfiguration an Grenzen. Aber auch die lassen sich vom Fachkundigen umgehen, da ein Krankenhaus nicht an einem Tnc, sondern meist auf Tt-netz betrieben wird.

Da die WR Leistung abgeben wird nach der Knotenregel jeder Knoten der Leistung im Netz abgibt eher stabilisiered wirken.

Ergo: Wenn ein Wald und Wiesen Installateur ohne entsprechende Kenntnisse bastelt, wird das vermutlich wirklich nicht für Krankenhäuser geeignet sein. Werden die entsprechenden Konfigurationen vorgenommenen, dürfte auch das Krankenhaus sehr viel autarker werden.

Tagu lag also doch richtig.


MfG 

Martin Schorlies


Kommentiert 30, Okt 2015 von Jörg Tuguntke (1,368 Punkte)
Moin Herr Schorlies,

der Knotenregel wird sicherlich jeder zustimmen.
Allerdings habe ich auch keine Ahnung, wie exakt die Notstromversorgung für einen OP ist.
Bei Standard-Notstromversorgungen (Hühnerfarm, ......) mußte ich jedoch feststellen, das die Impedanzsprünge für die WR zu hoch sind und deshalb fast alle WR "aussteigen", d.h. nicht mehr einspeisen.
Dabei handelt es sich allerdings um kleinere Generatoren zwischen 200 & 400 kVA und Stringwechselrichter bis ca. 20 kW.

lg  tugu
Kommentiert 1, Nov 2015 von Alexander Hagen (35 Punkte)
Vielen Dank Herr Tuguntke und die beiden anderen Herren,
vor 4 Jahren hatte ich der Klinik schon eine PV-Anlage angeboten und sie wurde mit dem Argument , zu heikel wegen der OP-Geräte und nicht rentabel abgetan. Damals ging es allerdings rein um Einspeisung . Dass PV eher deren Netz stabilisiert hatte ich denen damals schon gesagt.

Heute liege ich selbst als Patient im der Klinik und wollte das Thema noch einmal angehen, diesmal Eigenverbrauch . Allerdings haben die inzwischen ein großes BHKW , welches jedoch nicht den ganzen Eigenstrom der großen Klinik schafft.
Es gilt also denen  gute Argumente und Preise  zu liefern.
Falls Ihnen noch was schlaues einfällt, gerne  .
LG, A. Hagen
Kommentiert 1, Nov 2015 von Geckler, Heinz (2,530 Punkte)
Hallo Alexander Hagen,
ich könnte mir eventuell noch vorstellen, dass es im TT-Netz vielleicht Probleme gibt, wenn 1-phasige Wechselrichter eingesetzt werden. Ich würde persönlich auf jeden Fall 3-phasige Geräte einsetzen. Wobei ich natürlich nicht weiß, wie groß die PV-Anlage sein soll, ob hier überhaupt mit 1-phasigen Geräten geplant wurde. Die Frage ist außerdem, wie stabil die Netzfrequenz mit dem BHKW ist. Nicht dass die Wechselrichter hier Probleme haben auszuregeln.
+1 Punkt
Beantwortet 30, Okt 2015 von Geckler, Heinz (2,530 Punkte)

Hallo Alexander Hagen,

ich würde die Antwort nicht grundsätzlich so deutlich formulieren wie Herr Tuguntke. Ich hatte tatsächlich bereits Probleme, mit Geräten die ziemlich dicht bei einem Wechselrichter montiert waren. Eine Video-Überwachung mit Rekorder musste zum Beispiel ca. 2m von den Wechselrichtern entfernt eingerichtet werden um die Funktion zu gewährleisten. Sollte es also tatsächlich Probleme geben liegt meiner Meinung nach entweder ein Problem in der Dimensionierung der Installation oder eventuell in einer ungünstigen Positionierung der Wechselrichter vor.

Kommentiert 30, Okt 2015 von Jörg Tuguntke (1,368 Punkte)
Moin Herr Geckler,

nach meiner Meinung dürfte ein korrekt angeschlossener WR (sofern er alle Zulassen hat) kein anderes Gerät durch Strahlung beeinflussen (sofern nicht ein Schaden im WR vorliegt).
Inwieweit durch Zwischenkreisspannungen Netzbeeinflussungen stattfinden, lasse ich an dieser Stelle mal unbetrachtet, da Sie vom räumlichen Abstand der Geräte sprachen.

lg  tugu
+1 Punkt
Beantwortet 2, Nov 2015 von Werner Friedrich (42 Punkte)

Hallo zusammen,

ist doch alles messbar!

Wie sieht es mit PV-Anlagenmonitoring aus?

AC-Spannung, Netzfrequenz werden doch beim Datenlogger gespeichert.

Dort ist am besten eine Schwankung im Netz zu erkennen. Da muss noch kein Kennlinienschreiber der EVU für viel Geld eingesetzt werden.


LG Werner Friedrich

Kommentiert 3, Nov 2015 von Jörg Tuguntke (1,368 Punkte)
Moin Herr Friedrich,

für die Netzanalyse sollte fast jeder Elektriker -sofern er etwas mit Generatoren oder PV zu tun hat- über ein mehr oder weniger gutes Gerät verfügen.

Allerdings bringt es "Probleme" in einer Klinik die Störfaktoren im Notstrombetrieb zu analysieren.
Zum Einen müßten der / die Wechselrichter arbeiten, auf der anderen Seite wäre ein belasteter Notstrombetrieb notwendig.
Erst danach kann dann die Entscheidung für oder gegen PV gefällt werden.

Also ein ganz schöner Aufwand, schließlich darf der Klinikbetrieb nicht behindert werden.

mfg  tugu
Kommentiert 3, Nov 2015 von Werner Friedrich (42 Punkte)
Hallo Herr Tuguntke,
Netzwechselrichter arbeiten doch nicht im Notbetrieb!
Ich denke das Risiko, dass im Notbetrieb gerade ein Clear-Sky-Day vorhanden ist, ist nicht zu erwarten. Eine PV-Anlage auf dem Krankenhaus kann den Eigenverbrauch erhöhen, die Batteien laden, aber im Notbetrieb müssen die Akkus und die Notgeneratoren laufen!
Oder sehe ich das falsch?
LG WF
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