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Muss weiterer Photovoltaik-Ausbau in Deutschland darauf warten, dass Speicher weiter ausgebaut werden?

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Eingestellt 24, Feb 2015 in Energiewende von Anonym
Oder die Stromnetze?
   

3 Antworten

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Beantwortet 26, Feb 2015 von Geckler, Heinz (2,530 Punkte)

Hallo Anonym,

meiner Meinung nach kann der PV-Ausbau in Deutschland sofort weitergehen. Allerdings zeigt sich inzwischen, dass auf Grund der Entwicklungen bei der Einspeisevergütung der Fokus immer mehr auf die Optimierung des Eigenverbrauches gelegt wird. Das hat natürlich den großen Vorteil, dass eine PV-Anlage mit sehr hohem Eigenverbrauchsanteil das Netz nur noch unwesentlich belastet. Durch intelligente Steuerung von Verbrauchern kann zusätzlich die Lastverschiebung in Zeiten mit hoher PV-Produktion gelegt werden, so dass die Belastung durch Überschuss-Einspeisung weiter reduziert wird.

Ich habe inzwischen bereits PV-Anlagen installiert, die ohne Speichersystem auf eine Eigenverbrauchsquote von über 80%  (über das gesamte Jahr gerechnet ) kommen. Diese PV-Anlagen haben dann nur eine sehr geringe Überschuss-Einspeisung und erwirtschaften zusätzlich eine Top-Rendite, wie sie bisher nicht zu erreichen war. Immerhin hat der Betreiber dieser PV-Anlagen für 80% seiner Erzeugung nicht die Einspeisevergütung in Höhe von ca. 13 Ct./kWh als Ertrag sondern die ersparten Bezugskosten in Höhe von ca. 23 Ct./kWh.

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Beantwortet 24, Feb 2015 von Jürgen König (394 Punkte)
Hallo Anonym,

 

der Photovoltaik Ausbau in Deutschland muss nicht darauf warten, dass Speicher weiter ausgebaut werden.

Die Speicher (Batterien) sind heute schon vorhanden.

Dezentrale Eigenverbrauchslösungen in Kombination mit Verlagerung der überschüssigen Stromerzeugung durch die PV während des Tages oder im Sommerhalbjahr in die Batterien (für nachts), Warmwasser (Brauchwasser, Heizung) und E-Auto sind aktuell schon vorhanden. Das Ganze kann noch kombiniert werden mit KWK-Lösungen (die sowohl Wärme als auch Strom erzeugen können).

Die Stromtrassen braucht eigentlich niemand, nur die Politiker, damit der Strom aus den großen Off-shore Wind-Anlagen in der Nord- und Ostsee zu den Verbrauchern nach Süddeutschland kommt.

Grüße, König
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Beantwortet 25, Feb 2015 von Michael Stöhr (1,180 Punkte)
Nein, das bestehende Stromnetz kann fluktuierende Energieerzeugung, also aus PV und Windkraftanlagen, bis zu einem Anteil von etwa 50% des Bedarfs an elektrischer Energie aufnehmen, ohne dass nennenswert Speicher installiert oder andere Flexibilitäten (Verbrauchssteuerung u.a.) genutzt werden. Wie viel Flexibilitäten dann benötigt werden hängt davon ab, wie räumlich ausgeglichen PV und Windkraftanlagen installiert sind. In Deutschland ist ein Mix von 60%/40% von Windkraft- zu PV-Erzeugung optimal, im Norden mehr, im Süden weniger Windanteil.
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