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Lohnt sich die Optimierung von Photovoltaikanlagen durch Repowering?

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Eingestellt 19, Nov 2014 in Photovoltaik von Stefan Wippich (156 Punkte)

Mehr als 2 Millionen Photovoltaikanlagen verrichten allein in Europa meist zuverlässig Ihren Dienst. Jedoch kommen auch Photovoltaikanlagen in die Jahre und neue Technologien bieten die Möglichkeit zur Optimierung. 

 

Neue Wechselrichter mit höherem Wirkungsgrad 

Vor allem bei den Photovoltaik–Wechselrichtern konnten in den letzten Jahren die Wirkungsgrade deutlich gesteigert werden. Für Betreiber von Photovoltaikanlagen bedeutet dies, dass Wechselrichter einer neueren Generation, aufgrund der höheren Wirkungsgrade einen Mehrertrag für die gesamte Photovoltaikanlage erwirtschaften können. Vor allem bei Photovoltaikanlagen mit alten Wechselrichtern oder nicht optimal gestalteten Wechselrichterkonzepten (Dimensionierungsfehler) kann sich das Ersetzen alter Wechselrichter durch neuere Geräte rechnen. 

 

Fehlerhafte und veraltete Komponenten

Die PV-Anlage liefert nicht den erwarteten Ertrag? Ursache können Fehler und Defekte an Komponenten, wie z.B. Photovoltaikmodulen, sein. Delamination, TCO, PID und Zellbrüche sind einige Ursachen für Leistungsprobleme an Photovoltaikmodulen. Aber auch insolvente Hersteller und nicht kompatible Produkte, vor allem bei Photovoltaik-Dünnschichtanlagen, können Anlagenbetreiber im Zuge der Instandhaltung Ihrer Photovoltaikanlage vor Probleme stellen. Um diese Herausforderungen zu lösen, bietet das Erneuerbaren Energien Gesetz klare Vorgaben. So können z.B. Photovoltaikmodule aufgrund eines technischen Defekts, einer Beschädigung oder eines Diebstahls an demselben Standort ersetzt werden. Dabei ist jedoch zu beachten, dass die am Standort installierte Leistung nicht überschritten werden darf. 

 

Falsche Verkabelung der Solaranlage

Bei Solaranlagen, die zu bestimmten Zeiten am Tag eine Teilverschattung aufweist, ist die Verkabelung der Solaranlage ein wichtiger Punkt. In einigen Fällen kann bereits die Umplanung und Anpassung der Verkabelung dazu führen, dass Solarmodule ohne Verschattung nicht von anderen verschatteten Solarmodulen betroffen sind.

 

Wirtschaftlichkeit von PV-Repowering 

Bei der Optimierung einer PV-Anlage spielen nicht nur höhere Erträge durch neue Wechselrichter und/oder neue Solarmodule eine wichtige Rolle. Erneuerte bzw. neubeginnende Garantiezeiten bei den neuen PV-Modulen und/oder neuen Wechselrichtern sind unter anderem für finanzierende Banken und Versicherungen ein tragendes Argument. Aber auch die Betriebsführung von Photovoltaikanlagen kann durch neue Wechselrichter optimiert werden. So bieten moderne Wechselrichter oftmals eine komfortablere und zuverlässigere Fernüberwachung und Visualisierung der Anlagendaten.

 

Optimierung und Repowering mit ENVARIS 

Als erfahrenes Serviceunternehmen im Bereich Photovoltaik kann ENVARIS auf eine umfangreiche Historie in der Planung, der Montage und der Betriebsführung von PV-Anlagen zurückgreifen. Mit einigen Projekten im Bereich des Austauschs aller Photovoltaikmodule eines Solarparks und der Optimierung des Wechselrichterkonzeptes ist ENVARIS ein erfahrener Partner für Ihr Vorhaben. Wir kennen die verschiedenen Anlagentypen und wir wissen, wo der Fehler im Detail steckt. Gern unterstützen wir Sie von der ersten Aufnahme vor Ort, über die richtige Planung bis hin zur Lieferung und Umsetzung.

 

Sie fragen sich, wie Sie mehr aus Ihrer Anlage herausholen können? ENVARIS berät Sie gern. Mehr auch unter http://www.envaris.de/de/anlagenoptimierung/

 

   

2 Antworten

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Beantwortet 22, Nov 2014 von Geckler, Heinz (2,530 Punkte)
Guten Tag Herr Wippich,

das hört sich zwar gut an mit dem "Repowering". Ich habe aber inzwischen die Erfahrung gemacht dass es sogar oft schwierig ist bei einem Defekt die Anlage wieder instandzusetzen. Viele Module sind am Markt nicht mehr verfügbar, so habe ich z.B. eine PV-Anlage bei der seit Monaten die Hälfte der Module defekt sind  ( alfasolar 4"-Zellen ) für die ich bisher niemanden gefunden habe der mir solche Module nachbauen kann. Selbst Axsun als sehr flexibler Modulhersteller der auf den NAchbau von Modulen spezialisiert ist, kann keine Module bauen die mit den alfasolar 4"-Modulen kompatibel sind. Bei einem anderen Kunden hatten wir eine Anlagenkonfiguration mit Mitsubishi MA 100 Modulen. Mit viel Suche haben wir eine alternative Lösung zu den bisher montierten und jetzt defekten Mastervolt Wechselrichtern gefunden. Mastervolt selbst hatte kein Gerät mehr das geeignet war die bestehnde Verschaltung zu unterstützen. Auch bei KACO, Kostal und SMA gab es keinen passenden Wechselrichter. Lediglich bei Fronius habe ich ein einziges Gerät gefunden das zur Verschaltung vor Ort gepasst hat. Ohne dieses Gerät hätte die Verschaltung der Module auf dem Dach geändert werden müssen. Wenn ich so etwas im Rahmen eines Repowering machen muss sind die Kosten dann natürlich recht hoch.

Ich denke deswegen, Instandsetzung ist natürlich immer sinnvoll, unabhängig von den Kosten. Optimierung einer PV-Anlage wird nur in wenigen Fällen wirtschaftlich darstellbar sein. Sonnst müsste der Installateur damals tatsächlich extrem gepfuscht haben, was natürlich immer wieder der Fall ist. Ich hatte sogar eine PV-Anlage besichtigt, beid er in einem String wegen der zu kleinen Dachfläche die Anzahl der montierten Module so klein war, dass nicht einmal die Startspannung für diesen String erreicht wurde. Ich hoffe jedoch, dass so etwas ein absoluter Einzelfall ist.
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Beantwortet 24, Nov 2014 von Stefan Wippich (156 Punkte)

Hallo Herr Geckler, 

vielen lieben Dank für Ihre Antwort. Ich stimmte Ihnen vollkommen zu, dass es beim Repowering oder der Optimierung einer Photovoltaikanlage unterschiede zwischen "kleinen" privaten Photovoltaikanlagen und großen Freiflächenanlagen gibt. 

Wir haben aktuell einen Solarpark in der Beauftragung, größer 5 MW, wo die komplette Verkabelung auf Gund einer Verschattungssitutation der unteren Modulreihe geändert wird. Nach der Optimierung ist der Ertrag, der aus einer Verschattungsfreien oberen Reihe soviel höher, dass sich die Umbaukosten in kürzester Zeit lohnen.

Weiterhin haben wir vor kurzem einen mit Delamination betroffenen Solarpark (600 KW) komplett umgebaut. Dabei wurden alle Module entfernt und entsorgt und neue Module, passend zu den Zentralwechselrichtern, aufgebaut. Auch hier lohnte sich der Umbau, aug Grund der Minderleistung der Module, für den Eigentümer. Zumal der Solarpark noch einige Jahre Strom produzieren muss. 

Wie Sie lesen können, gibt es die eine oder andere Solaranlage, bei der es Sinn macht. 

Wir kennen aber auch die von Ihnen beschriebene Kehrseite. So stellen wir ebenfalls bei "kleinen" privaten Photovoltaikanlagen fest, dass Reparaturen oftmals verhältnismäßig teuer sind und Optimierungen nur in besonderen Fällen sinn machen. Der von Ihnen beschrieben Handwerkerpusch ist ein solcher Fall und leider gar nicht so selten.

Bzgl. Ihrer Ersatzmodul und der 4" Zellen, kann ich Ihnen SecondSol empfehlen. Die bieten zum einen den Nachbau von Photovoltaikmodulen an, den weiteren kann man neue und gebrauchte Photovoltaikmodule und Wechselrichter sowohl kaufen als auch verkaufen über deren Online-Marktplatz. 

Viele Grüße aus Berlin
 

Kommentiert 24, Nov 2014 von Geckler, Heinz (2,530 Punkte)
Hallo Herr Wippich,
danke für den Hinweis, aber ich bin bereits Kunde von SecondSol und habe dort auch nichts passendes bekommen. Wobei ich nicht wusste, dass dort auch Module nachgebaut werden. Dann versuche ich es nochmals auf diesem Weg.
Sonnige Grüße aus dem Süden
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