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Wie wäre der optimale Speichermix bei 100% im Jahre 2050?

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Eingestellt 17, Okt 2014 in Energiewende von Michael R.
   

2 Antworten

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Beantwortet 22, Okt 2014 von Christian Höhle (217 Punkte)

Ich glaube nicht, dass es "den" optimalen Speichermix tatsächlich gibt. Eine vorteilhafte Verteilung dagegen kann man schon identifizieren.

Im Rahm des Forschungsprojektes "Kombikraftwerk 2" wurde ein solches Szenario untersucht. Der Abschlussbericht des Projekts nennt eine vorteilhafte Verteilung von Erzeugern und Speichern, die Basis für die Simulation waren:

Die Theoretischen Zahlen sind natürlich die Grundlage. Viel interessanter finde ich aber, einmal eine 100% erneuerbare Stromversorgung selbst erfahren zu können. Dazu ist ein weiteres Projektergebnis die Simulation einer Vollversorgung aus erneuerbaren Energien. Hier kann man selbst spielerisch in einem Jahresverlauf sehen, wann Speicher und Erzeuger wie eingesetzt werden. Jedem Kritiker kann man damit leicht zeigen, wie (un)problematisch der gefürchtete Januar mit Flaute und Nebel wirklich ist ;-)

Hier geht es zur interaktiven Animation

Es wird ein koordinierter Einsatz aller erneuerbaren Energiequellen sein, der einen Wandel hin zu 100% erneuerbaren Energien liefern wird.

Einen Beitrag zu diesem Thema habe ich auch im SMA Corporate Blog unter dem Titel "Wie viel Speicher braucht die Energiewende?" veröffentlicht.

Sonnige Grüße,
Christian Höhle

+1 Punkt
Beantwortet 27, Okt 2014 von Geckler, Heinz (2,530 Punkte)
Hallo Michael R.

ich bin persönlich davon überzeugt, dass wir das Thema "Stromspeicherung" in absehbarer Zeit komplett überdenken werden. Der Grund für meine Überzeugung: Die eigentlichen Energiekosten ( besonders im Wohngebäude ) entstehen eigentlich für die Wärmeerzeugung. Ich hoffe darauf, dass es in absehbarer Zeit möglich sein müsste z.B. die durch eine PV-Anlage erzeugte Energie in Form von Wärme über eine längere Zeit zu speichern. So könnte sogar der PV-Strom in Verbindung mit einer Wärmepumpe große Energiemengen zur Verfügung stellen. Wenn man bedenkt, dass der selbst erzeugte Strom heute nur noch 11 bis 12 Ct./kWh kostet und dann mit einer Wärmepumpe aus 1 kWh elektrischer Energie bis zu 4 kWh Wärmeenergie erzeugt werden können liegen die "Herstellungskosten" der Wärmeenergie nur noch bei ca. 3 Ct./kWh. Da kann kein anderer Energieträger mithalten.
Kommentiert 28, Okt 2014 von Christian Höhle (217 Punkte)
Dem kann ich nur beipflichten. Gerade zur Verwendung der Überschüsse ist die thermische Speicherung ein attraktive Möglichkeit, sofern keine "höherwertigen" Verwendungsformen existieren.

Aus meiner Sicht sollte vor einer thermischen Speicherung jedoch immer die direkte Nutzung bevorzugt werden. Dazu gibt es heute bereits Energiemanagement-Systeme, die automatisch für einen Betrieb großer Verbraucher in der PV Zeit sorgen.
Kommentiert 28, Okt 2014 von Geckler, Heinz (2,530 Punkte)
Hallo Herr Höhle,
hier sind wir absolut einer Meinung. Ich bin derzeit gerade dabei eine eigene Hard- und Software-Lösung zu entwickeln, um den Eigenbverbrauch aus PV-Anlagen zu optimieren. Dazu sind wir unter anderem auch mit WP-Herstellern im Kontakt, da ich nicht nur Verbraucher Ein- und Ausschalten möchte. Mein Wunsch wären Schnittstellen, mit denen ich z.B. einer modulierenden WP die Leistung vorgeben kann, mit der ich diese WP aktuell betreiben möchte. Außerdem sind wir dabei über eine intelligente Taganhebung/Nachtabsenkung die Laufzeiten der Wärmepumpe weitgehend auf den Tag zu verschieben, wenn wir mit einem großen Anteil eigenem Strom arbeiten können.
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