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Warum gehen viele Hersteller aus der Autoindustrie noch so verhalten mit der Vermarktung ihrer Elektroautos um?

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Eingestellt 10, Mär 2014 in Elektroauto, E-mobility von Anonym
Ist das, weil sie Angst haben, dass sie die teuer entwickelten Benziner sonst nicht mehr verkaufen? Oder sind sie selber von ihrer Technik noch nicht so überzeugt?
   

3 Antworten

+1 Punkt
Beantwortet 16, Mär 2014 von Markus Emmert (231 Punkte)
Das hat ganz unterschiedlich Gründe.

Die meisten Automobilhersteller haben noch gar nicht wirklich verstanden, was sie denn geschaffen haben. Zwar ist allen klar, dass es sich um einen elektrischen Antrieb handelt und dieser CO²-frei gehandelt wird - Das ist gut für die Bilanz. Dass diese Antriebsart jedoch nur Sinn in Verbindung der Energwiewende und der Erzeugung ErneuerbarenEnergien macht, muss erst noch ganzheitlich verstanden werden.

Den weiteren Mehrwert dieser Technologie in Verbund mit Speicherkapazitäten auf die Straße oder in dei Garage zu bringen ist ein weiterer gedanklicher Schritt, welchen viele Automobilhersteller gehen müssen. Und dabei rede ich noch gar nicht mal über bidirektopnale Ladeoptionen sondern nur von einer Integration in ein Verteilnetz und den Möglichkieten von gesteuertem Laden...

Die Hersteller müssen lernen ganzheitlich zu denken, dazu benötigen sie Unterstützung. Auch von anderen Branchen und Systemen. Das dauert, wird aber so langsam von einigen immer mehr verstanden.

Zur zeit hat jeder Hersteller so seine "Krankheiten" was den Verkauf und die Präsentation von Elektroautos anbelangt.

Interessant ist vielmehr, dass sich einige Hersteller auf Studien und Analysen verlassen oder berufen, welche schon ein paar Jahre zurück liegen, was sollen diese denn noch für eine Aussagekraft haben?

Und noch ein Aspekt: Die Budgets für Marketing & Co. sind anscheinend recht üppig. Der Vertrieb schaut hinterher. Ich habe mich mit einigen Verkäufern in den letzten Monaten unterhalten udn von den meisten kommt die gleiche Aussage, Zitat: "Wieso soll ich ein E-Auto verkaufen, wenn ich für das gleiche Auto (Größe/Preis) deutlich mehr Provision bekomme und der Beratungsbedarf beim Kunden wesentlich kleiner ist. Außerdem ist der Preis und die Reichweite für den Kunden uninteressant, vielleicht wird sich das ja irgendwann mal ändern, dann werden wir vielleicht auch mehr E-Autos verkaufen."

da sag ich nur: Ohne Worte - und die Hersteller schauen zu!
+1 Punkt
Beantwortet 21, Mär 2014 von axlk69 (104 Punkte)
Die Frage ist durchaus berechtigt!

Nur weil ein Erzeuger 3 Werbespots im Abendprogramm schaltet, bedeutet das noch lange nicht, dass er tatsächlich auch am Verkauf interessiert ist!

Die Gründe warum die meisten Händler eher wenig Freude mit dem Verkauf eines E Flitzers haben sind vielfältig!

1. Elektrowägen haben weniger störanfällige Teile! Die Motoren sind quasi "unkaputbar" da vereinfacht dargestellt, nur ein beweglicher Teil vorhanden ist. Sie haben bei einem E-Auto keine Öle zu tauschen, keine Zünd oder Glühkerzen, welche sie dem Kunden verrechnen können, naja, auch der durchgerostete Auspuff wird eher kein Geld in die hauseigene Werkstättenkasse spülen!

2. Service. Mit den Servicekosten verhält sich die Sache ähnlich. Ich selbst fahre seit 1,5 Jahren elektrisch, wobei Anfangs die Servicekosten zwischen 50 und 100 Euro betitelt wurden, welche dank des Ideenreichtums der Betriebe  mittlerweile zwar empfindlich teurer geworden sind, aber im Vergleich zum Verbrenner immer noch quasi eine "Occasion" darstellen. Weiters gehe ich davon aus, dass nach den für Erhalt von Garantieleistungen nötigen Services kaum mehr ein Fahrer eines reinen E Wagens zum Service fahren wird. Einen Pollenfilter zu tauschen und Scheibenwaschwasser nachzufüllen werden die meisten Benutzer selbst zu Stande bringen! Allgemeine Durchsichten (die einem dzt als Teil der Service verkauft werden) sind ja auch Teil der TÜF Überprüfungen!

3. Benzinbrüder: Die meisten Autohändler (zumindest meine Erfahrung) haben einfach noch "Benzin im Blut". Nicht selten wird man bei einem Händler nach Anfrage bzgl. E Auto zuerst einmal bei drei ach so billigen und "sparsamen" Verbrennern vorbeigeführt. Was diesen Punkt betrifft, wird die Zukunft es schon richten! Dauert halt ein wenig!

 

Zusammenfassend kann man sagen, dass sich die Begeisterung bzgl. Ausbreitung des "Elektro Viruses" noch stark in Grenzen haltet. Gestreute Fehlinformationen und mangelnde Bereitschaft umzudenken, sind dzt. noch Klötze am Bein der E-Mobilität! Dass es auch anders geht, sieht man an Firmen wie Tesla!
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Beantwortet 10, Mär 2014 von E-Auto.TV (712 Punkte)

Auf welche Hersteller beziehen Sie sich genau? Denn ich finde, dass dies sehr unterschiedlich ist

- Der BMW i3 wurde sehr aktiv vermarktet, sowohl im Vorfeld als auch mit Verfügbarkeit. Zahlreiche Werbespots, eigene Ausstellflächen, speziell geschulte Verkäufer...

- Bei VW läuft aktell gerade "electrified! - Die e-Mobilitätswochen." vom 8.-21.03.2014 in Berlin. Da wird auch ein Riesenrad Werbung gedreht.

- Renault hat sowohl den Twizy als auch den Zoe prominent im TV mit Barbara Schöneberger und Joko Winterscheidt eingeführt.

- der smart ed war anfangs ebenfalls recht breit in den Medien, jetzt allerdings subjektiv gefühlt nicht mehr so.

Bei sehr vielen Modellen bestehen vielmonatige Lieferzeiten, die allerdings eher auf sehr kleine Produktionsmengen als auf extrem hohe Nachfrage zurückzuführen sind. Da macht weitere Werbung dann wenig Sinn.  Und da könnte die Aussage Ihrer Frage dann zutreffen: vielleicht sind die Hersteller von der Technik nicht ganz überzeugt, so dass sie erst einmal kleine Stückzahlen produzieren wollen.

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