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Mit welchen Wartungs- und Instandhaltungskosten bzw. -massnahmen muss ich für eine PV-Anlage rechnen?

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Eingestellt 7, Feb 2014 in Photovoltaik von Anonym
Eine PV-Anlage neu zu installieren ist schon sehr kostenintensiv, aber was wartet noch auf mich bzgl Wartung und Instandhaltung?
   

3 Antworten

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Beantwortet 7, Feb 2014 von Stefan Wippich (156 Punkte)

Das kommt zunächst einmal auf die Art der Photovoltaikanlage (Dach oder Freiland) und Ihr Größe an. 

Grundsätzlich könnte man es in folgende Punkte fassen:

- Elektrische Prüfung der Module

- Prüfung der Umgebung (wie Betriebsgebäude, Türen, Zäune etc.)

- Prüfung auf Verunreinigung der Anlage inkl. Reinigungsempfehlung

- Sichtprüfung der Komponenten wie Module, Strangkabel, Gestelle, Anschlusskästen, Wechselrichter etc.

- Sichtprüfung der Montagesysteme

- Turnusmäßige Inspektion (z.B. jährlich)

- Wartung der elektrischen Anlage

- Wartung der Trafo – Stationen

 

dann kann auch immer noch eine Online-Überwachung der Photovoltaikanlage hinzukommen:

- Aufzeichnung aller relevanten Daten

- Regelmäßige oder tägliche Prüfung der Parameter

- Sofortige Benachrichtigung bei auftretenden Fehlern

- Datenvisualisierung

 

Jenachdem wie groß die Anlage ist und was Sie alles als Service wollen / bzw. was nötig ist und sinn macht entstehen unterschiedliche Kosten.

Bei "Kleinanlagen" kann man sich sicher an den Kosten einer Heizungswartung orientieren, bei größeren Anlagen liegen die Kosten ja nach Art und Umfang zw. 5 und 15 Euro/kWp. Bei ganz großen Solarparks kann es sogar noch darunter liegen. 

Mehr auch unter: http://www.envaris.de/betriebsmanagement-wartung-pv-anlagen.html


   

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Beantwortet 7, Feb 2014 von Martin Rausch (154 Punkte)
Sie sollten auch eine Photovoltaikanlage mit 3 oder 5kWp Leistung nach der Installation natürlich nicht sich selbst überlassen. Es ist eine elektrische Anlage, die nur bei einwandfreier Funktion ihren kaufmännischen Nutzen bringt und es fliessen deutlich stärkere Ströme, als man von 220/380v Wechselstrom gewohnt ist.

Es gibt Wechselrichter mit Lichtbogenerkennung, oder auch Systeme mit Überwachung jedes Modules, sodass die selten auftretenden, jedoch gefährlichsten Schäden verhindert werden. Eine Anlagenüberwachung erledigt viele Aufgaben einer Wartung laufend, zu jeder Minute. Die meisten Fehlfunktionen oder Schäden können so auch über Internet erkannt werden und können auch per Mail oder SMS gemeldet werden. Der laufende Wartungsaufwand reduziert sich auch Prüfung nach Sturm oder nach hartem Winter.

Weitere Kosten nach Installation sind Rückstellungen für Reparaturen. Die teuerste Reparatur ist meist die des Wechselrichters. Jedoch werden hier in der Regel 7-10 Jahre Garantie gewährt und ein Defekt tritt in der Regel entweder in den ersten Jahren, oder nach 20-25 Jahren auf. Innerhalb der Garantie kostet es Sie nichts, außerhalb der Garantie bieten viele Hersteller Pauschalen an, so zB aktuell 600-800,-€ für die Reparatur oder den Tausch eines 7-10kW Wechselrichters.

Für die Versicherung sollten Sie in jedem Fall auch Ihre Gebäudeversicherung ansprechen. Oftmals kostet die Erweiterung um dieses Risiko 50-60,-€/a und die meisten möglichen Schäden sind versichert, und somit für Sie kostenneutral.

Wenn ich unsere Kunden anspreche, so liegen die jährlichen Kosten bei ca. 0,8 bis selten über 1% der Investitionssumme für PV-Anlagen auf Wohnhäusern. Bei einer Anlage für 18.000,-€ also 140-180,-€. Nach den Kosten für die Versicherung verbleiben in dieser Rechnung also 90-120,-€ / a, 1800-2400,-€ in 20 Jahren. Damit darf ein Wechselrichter rund 3mal kaputt gehen. Die laufende Prüfung der Anlage bieten wir im ersten Jahr kostenfrei. Der Betreiber/unser Kunde sieht so, was zu tun ist und kann dann entscheiden.

Noch sind keine Kosten für Reingung eingerechnet. Jedoch haben nicht nur unsere PV-Anlagen beispielsweise in Wohngebieten mit ca. 40° Neigung nach 7 Jahren auch ohne Reinigung regelmäßig sehr gute Erträge.

Wenn die Renditeberechnung realistisch erstellt ist und nach Berücksichtigung aller Kosten und Kapitaldienst ein knappes Ergebnis ausweist, müssen Sie die Kosten der Anlage und den Kreditzins nachverhandeln, oder die Kreditlaufzeit verlängern. Bei einer gut geplanten und fachmännisch installierten Photovoltaikanlage zahlen Sie in Zukunft zu keinem Zeitpunkt drauf, sondern sparen ab dem ersten Tag.

Viel Erfolg!
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Beantwortet 10, Feb 2014 von Ivonne Gugel (411 Punkte)

Hier mal wieder der Hinweis auf unser Ertragsportal PV-Log, womit es jedem Anlagenbesitzer kostenlos ermöglich wird, seine Anlagenerträge komfortabel zu visualisieren. Dies ermöglicht eine sofortige Reaktione, sobald eine gravierend Änderung in den Erträgen ersichtlich ist.

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