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Wie kann es sein, dass in Deutschland wieder soviel Strom durch Kohlekraftwerke erzeugt wird?

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Eingestellt 7, Jan 2014 in Energiewende von Anonym
Da sind wir ja wohl auf dem falschen Weg. Oder wie war das mit der Energiewende? Sollen in 2014 etwa immer noch mehr Kohlekraftwerke gebaut werden? Wie ist der Stand mit der neuen Koalition was dieses Thema betrifft?
   

3 Antworten

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Beantwortet 27, Jan 2014 von Wolfgang Hartmann (394 Punkte)
Es ist nach meiner Ansicht richtig: Energiewende ist nicht mehr Energiewede. Es geht ums Geld und viel, viel Lobbyarbeit. Die Menschen und die Umwelt sind dabei scheinbar ganz egal.

 

Es gibt schon effiziente Energiespeicher, in Form von langlebigen Akkus. Diese Anlagen können mit Energie aus Photovoltaik und aus Wind und ... gespeist werden. Die Energie ist dann zu Zeiten verfügbar, wenn sie wirklich gebraucht wird. Sicherlich, die Sonne scheint nur am Tage, deshalb ist die Speicherung interessant. Der Wind weht aber oft rund um die Uhr und es gibt Windmühlen mit Leistungen und Baugrößen, die in Wohngebieten genehmigt werden. So wird für Privathäuser eine Energie-Unabhängigkeit von mehr als 70% möglich.

Nutzt man diese Technologien, so errechnet sich ein Preis für den selbst hergestellten Strom, der niedriger ist, als der Preis, den die Energieversorger uns Nutzern berechnen. Das allein ist schon ein Anreiz, auf diese Systeme umzusteigen. Irgendwann stellen dann auch die Energieversorger und die Politik ihre Aktivitäten um, davon bin ich überzeugt.

Zusätzlich gibt es noch immer Möglichkeiten des steuerlichen Vorteils solcher Anlagen, die bei der Wirtschaftlichkeit helfen. Auch, wenn die Einspeisevergütung rückläufig ist, ist das neue Ziel die Selbstversorgung mit Energie.

Ein Problem sehe ich in der Meneg an Menschen, die kein Eigenheim haben und zur Miete wohnen. Aber auch da läßt sich Energie einsparen und ich freue mich auf zukünftige Produkte und Projekte.

Ich freue mich über Menschen, die bei der Energiewende mit zupacken.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Wolfgang Hartmann
Kommentiert 27, Jan 2014 von Hans Gordon (32 Punkte)
Ich habe ja extra geschrieben es gibt - keine wirtschaftlich sinnvolle - Möglichkeit - technisch gibt es natürlich die Möglichkeit Strom zu speichern, nur das würde Geringverdiener oder Rentner und Rentnerinnen dann in existentielle Nöte bringen, die es ja heute schon teilweise durch die Energiewende sind.

Einen 8 kWh Netto(!)speicher gibt es ab 25.000 Euro (inkl Installationkosten OHNE Entsorgungskosten) mit ~ 10 Jahren Haltbarkeit - denn das ist dann lediglich Lithium Ionen, nicht mal Lithium Titanat.

Energiespeicher rechnen sich nur wenn die arme Oma, der Geringverdiener im Mietshaus und sonstige sozial schwache den auch noch den Eigenheimbesitzen mit Solaranlage über die Förderung mitfinanzieren.

Akkuspeicher gibt es aktuell nur mit extrem hoher Förderung und ganz wenig Effekt, ausser für wenige Enzelhaushalte- und das Geld wäre in andere Sozialprojekte besser angelegt.

Ich freue mich auch über Menschen die bei der Energiewende zupacken - allerdings mit der Einschränkung, dass das nicht auf Kosten von sozial schwachen geschieht, sondern dann aus Überzeugung nur mit eigenem Geld.
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Beantwortet 26, Jan 2014 von Lothar Jestädt (103 Punkte)
Durch den niedrigen Preis der CO2-Zertifikate und den niedrigen Kohlepreis lässt sich Kohlestrom billig erzeugen und ins Ausland verkaufen. So wird die Auslastung der Kohlekraftwerke und damit der Gewinn steigern. Außerdem erhöht sich durch niedrige Börsenpreise die EEG-Umlage und verteuert für Privathaushalte die Energiewende. Damit versuchen die Kraftwerksbetreiber den lässtigen Wettbewerb der erneuerbaren Energien auf Distanz zu halten.
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Beantwortet 26, Jan 2014 von Hans Gordon (32 Punkte)
Nun ja es gibt eben keine wirtschaftlich sinnvolle Möglichket Strom zu speichern - Kernkraft gibt es nicht mehr, Erdgas ist zu teuer - was bleibt denn da groß über?

Solar im Winter ist eben sehr wenig - nachts auch - und der Wind weht auch wann er will - man kann den zwar vorhersagen aber das nützt ja nicht viel, man weiss ja dann nur wann man viel Kohle verstromen muss.

Solange es keine sinnvollen Stromspeicher gibt, muss man fast jeder Solar und Windstrom kWh eine aus "verlässlicher" Erzeugung zur Seite stellen.
Kommentiert 26, Jan 2014 von Jörg Tuguntke (1,368 Punkte)
Kohle ist aber nicht die einzige, wenn auch die "schmutzigste" Alternative.
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Enegriewende hat schon geraume Zeit nichts mehr mit Energiewende zu tun, es geht nur noch um POLITIK unter Berücksichtigung von Lobbyismus.

mfg  tugu
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