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PV-Ratio bzw. Spannungsertrag von Photovoltaik-Anlagen - Freifläche oder Kleinanlage

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Eingestellt 18, Okt 2013 in Photovoltaik von Anonym

Wie sieht es mit dem PV-Ratio bzw. Spannungsertrag von Freiflächenanlagen gegenüber Kleinanlagen aus

Freiflächenanlagen werden ja am Mittelspannungsnetz angeschlossen. Meine Frage : wie sieht es dort mit PV Ratio und sp.Ertrag ( Kwh/kWp) im Vergleich zu Anlagen (Steil dach oder Flachdach) aus die ja üblicherweise ans 230/400Vac Netz einspeisen und auch auf der Niederspannungsseite gemessen werden?

   

1 Antwort

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Beantwortet 29, Okt 2013 von Andreas Iliou (844 Punkte)

Es gibt hierzu einige Untersuchungen wenn man jetzt MW Anlagen mit MW Anlagen vergleicht im Freiflächenbereich sowie auch Klein bzw Kleinstanlagen. Die beste Performance speziell in "wärmeren" Gebieten (südlich) ergibt immer noch südausgerichtet eine Unterdimensionierung des WR auf etwa 90-85 % DC/AC . In Deutschland herrschen (leider) keine Bestbedingungen, aber doch werden Resultate von 1000-1185 kWh/kWp erbracht. Es spielt hierbei die Technologie keinerlei Rolle sondern nur die bestmöglichste Verschaltung zum jeweiligen Modul/Wechselrichter/Versorgungsnetz bzw, Verbrauchsverhalten. Dünnschicht benötigt lediglich mehr Fläche als kristalline Module, es können aber bessere oder ähnliche Ergebnisse erzielt werden (da spielt die Erfahrung des Solarteurs eine entscheidende Bedeutung ). Mit Ihm steht und fällt eine Anlage in den Klein bzw. Kleinstbereich. Bei MW Anlagen die meist von erfahrenen "Designern" konzipiert werden, kann der Installateur wenig Erfahrung mit einbringen, die Mittelspannungs Einspeisung hat Vor aber auch Nachteile. Desto weniger Spannung im Netz vorherrscht (stabil) desto mehr kann der WR im Kleinanlagenbereich einspeisen, dies kann auch "künstlich" mit sehr vielen Verbrauchern erzeugt werden. (Vorteil Kleinkunde) Niederspannung. Im Mittelspannungsbereich kann der Trafo "selbst designed "werden -man kann diesen auch "variierend" einspeisen lassen. (Vorteil Mittelspannung) Kleinbereich (Nachteil) wenn sehr viele Anlagen in der Ortschaft bzw. Nachbarschaft einspeisen, wird die Spannung immer höher und höher (theoretisch bis zur Abschaltung 253 V AC ) dann wird der WR immer weniger einspeisen können als der WR eigentlich produziert ( Derating ist die Folge ) Es bedeutet das jetzt die tatsächliche Leistung nicht abgegeben werden kann und der WR "fährt" aus dem optimalen MPPT , Folgeerscheinung Hotspots auf Modulen sowie "erstmals" leichte Erwärmung des Wechselrichters. Freiflächenanlage: Nachteil von Mismatch möglich, zuviele verschiedene Module, Richtungen, Verschattung? Spannungen,Temperaturen (NOCT) Rückströme sowie meist nur ein MPPT Tracker bei verschiedenen Feldern möglich- das ist oft zu wenig. Sprich Vor- und Nachteile gibt es bei allen Varianten, bei Steildach bessere Ergebnisse im Winter, Optimalausrichtung "meist"bessere Ergebnisse im Sommer (Kühlung beachten!) Flachdach oder Ost/Westdach bessere Ergebnisse im Ganzjahresrückblick. Bei flacheren Dächern bzw, Ost/Westdach werden Module "nicht so heiss- also negativ belastet" wie bei südausgerichteten Dachern mit z.B 30 Grad , diese obwohl in Optimalausrichtung werden nämlich in Sommerzeit weniger "erwirtschaften" da Sie sich stärker um bis zu 10-15 Grad (dT) erwärmen als z,B Ost /Westdächer .... Das macht bei 70 Grad Modultemperatur bis zu 5 Volt DC aus, dann wiederrum punktet man mit einem unterdimensionierten WR da nicht Maximalleistung abgerufen werden kann, sondern je nach Stringanzahl und Modul Spannung > 100V DC. Da in Deutschland im Teillastbereich die meiste Energie (Jahresrückblick) erzielt wird, und nicht fälschlich gedacht, in den wenigen Vollaststunden ( einige Tage im Jahr ) sollte man sich auf die Teillast konzentrieren. Wenn für ein paar Stunden die Volllast nicht erzielt wird, verliert man nur "einige kWh", wenn übers ganze Jahr gerechnet der WR überdimensioniert wird - verliert man beständig an Energie Produktion.

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