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Schwerkraft-Solaranlage im Selbstbau

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Eingestellt 7, Jan 2013 in Solare Wärme, Heizen von Anonym

Was ist die beste, kostengünstigste Schwerkraftanlage für Wochenendhütte?

Vorgesehen ist ein herkömmlicher Kollektor mit Kupfermäandern und erhöht ein kleiner Speicher mit 50 lt. Anlage wird im Herbst entleert. Das Wiener Wasser ist eher weich, Sorgen habe ich eher wegen der Drücke und Temperatur. Boilersicherheitsgruppe ist sowieso vorgesehen. Wasserverbrauch ist gering. Anlage sollte ohne Glykol funktionieren.

   

1 Antwort

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Beantwortet 19, Jan 2013 von Ulrich Jadke (86 Punkte)

In den marktüblichen Systemen wird ein herkömmlicher Flachkollektor mit einem 160-200 l Speicher verbunden. Bei der Speichergröße könnte es also in der Tat Probleme mit Überhitzung und zu hohem Druck kommen, wobei letzterer über eine Sicherheitsgruppe wieder abgemildert werden könnte. Es gibt aber einige Punkte, die unbedingt beachtet werden sollten: 1. Ein Kollektor mit Kupfermäandern ist eher ungeeignet, da sich hier die Schwerkraftumwälzung nur schwer oder gar nicht einstellen wird. Ein Kollektor mit Harfenabsorber und 22 mm Anschlüssen ist sicher besser geeignet, da er viel strömungsgünstiger ist. 2. Die Anlage ohne Frostschutz zu betreiben, halte ich für keine gute Idee, da der Aufwand, den Kollektor zu entleeren, sehr hoch ist. Ist der Kollektor auf dem Dach montiert, wird es fast unmöglich sein, ihn komplett zu entleeren, wenn man keinen Kompressor zur Hand hat. Befüllt man ihn aber mit Frostschutz, kann man die Flüssigkeit einfach im Kollektor belassen. 3. Die schwierigste Frage ist dann wohl der geeignete Speicher. In herkömmlichen Systemen ist ein so genannter Doppelmantel- Wärmetauscher enthalten, der sich außen um den Trinkwasserbehälter befindet. Dadurch wird widerum eine günstige Strömung erreicht. Nimmt man nun einen "normalen" Trinkwasserspeicher, der nur Anschlüsse für KW und WW bzw. Vorlauf und Rücklauf Wärmetauscher besitzt, ist man gezwungen, die Wärmetauscher-Anschlüsse zu nutzen. Damit hat man aber wieder ein Strömungsproblem, da der Wärmetauscher ja aus einer Wendel besteht. Vermutlich wird das nicht funktionieren. Würde man dagegen den Kalt- bzw. Warmwasseranschluss nutzen, wird die Schwerkraft-Zirkulation wohl in Gang kommen. Das wiederum schließt den Einsatz von Frostschutz aus, da man sich ja im Trinkwasserbereich befindet und man muss sich eine Lösung überlegen, wie man das erwärmte Wasser aus dem Speicher bekommt. Vermutlich muss man etwas experimentieren, bis man zu einem guten Ergebnis kommt, wenn ein 2 m² Kollektor eingesetzt werden soll, muss der Speicher auf alle Fälle größer dimensioniert sein. http://www.solkonzept.de/de/solarthermie/thermosiphonanlagen/thermosiphonanlage-secutherm

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