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Ökologische Heizsysteme

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Eingestellt 14, Mai 2012 in Solare Wärme, Heizen von Anonym

Was ist ökologisch sinnvoller Gas-Brennwert mit solarar Brauchwassererwärmung oder Wärmepumpe ?

Wir planen einen Neubau in Langenau bei Ulm. Ob es Fertigbau oder Massivbau wird sind wir uns noch nicht einig. Auch ist noch die Frage, ob wir Gasbrennwert mit solarer Brauchwassererwärmung nehmen ohne Heizungsunterstützung oder eine Wärmepumpe mit Erdkollektor. Was ist zukunftssicherer? Ist es besser Gas oder Ökostrom zu verbrauchen?

   

4 Antworten

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Beantwortet 25, Mai 2012 von Jan Gesthuizen (221 Punkte)
ausgewählt 29, Jan 2014 von Nicole Münzinger
 
Beste Antwort
Sowohl eine Gas-Solarstromkombi, als auch eine Erdwärmepumpe (mit Ökostrom) sind brauchbare Alternativen und in puncto Klimaschutz absolut empfehlenswert. Aussagen über die Zukunftssicherheit sind natürlich immer schwer, da sie von vielen Faktoren abhängen.

Bei der Solar-Gaskombi sparen sie schon mal viel Gas ein, welches in der Zukunft sicher immer teurer werden wird. Die Preissteigerung in Deutschland beim Gas lag allein letztes Jahr bei knapp 12 % (Quelle: Eurostat). Je höher der Anteil an Solarenergie ist, desto stärker dämpft sie also zukünftige Preissprünge. Allerdings steigen dadurch natürlich erst einmal die Investitionskosten.

Bei der Erdwärmepumpe wären sie dagegen von diesen Preissteigerungen völlig frei. Allerdings wären sie im Gegenzug Preissteigerungen beim Strom ausgesetzt. Auch wenn sie Ökostrom beziehen und dessen Erzeugung immer günstiger wird, werden Sie als einfacher Endkunde auch hier weiter mit Preissteigerungen zu kämpfen haben. Je besser aber die Arbeitszahl der Wärmepumpe ist, desto weniger stark fällt dies ins Gewicht. Aber auch hier heißt das, sie müssen erst einmal mehr Geld für eine bessere Anlage in die Hand nehmen.

Es gibt aber noch eine dritte Alternative. Sie können auch eine Solaranlage mit einer Wärmepumpe kombinieren. So steht die Wärmepumpe ähnlich wie der Gaskessel im Sommer meistens Stil und verbraucht auch im Frühjahr und Herbst weniger Strom.

Die Wärmepumpe muss dann nur noch im Winter volle Leistung bringen. Und selbst hier gibt es Lösungen, bei denen die Solaranlage den Vorlauf der Wärmepumpe zumindest ein wenig vorheizt, wodurch sie dann effizienter arbeiten kann. Steigende Gaskosten interessieren sie dann gar nicht mehr und steigende Stromkosten zumindest nurnoch minimal.

Preissteigerung Strom und Gas: http://epp.eurostat.ec.europa.eu/cache/ITY_PUBLIC/8-25052012-AP/DE/8-25052012-AP-DE.PDF
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Beantwortet 19, Nov 2013 von Ivonne Gugel (411 Punkte)
Diese Frage ist zwar schon vor einiger Zeit hier eingestellt worden, allerdings ist das Thema natürlich ständig aktuell und bedarf auch sicherlich der ein oder anderen Aktualisierung, je nach Technologie und Marktlage.

Beim Lesen des Buches von Herrn Prof. Dr. Volker Quaschning „Erneuerbare Energien und Klimaschutz“ bin ich auf eine weitgreifende Antwort dieser Frage gestoßen.

Zuerst einmal sollte man bei einem Neubau genau überlegen, welche Bauart man wählt. Es gibt bereits Standardfertigbauten, die im Vergleich zu Massivbauten hervorragende Dämmwerte aufweisen. Ein sehr wichtiger Aspekt im Hinblick auf die Frage des ökologischen Heizens. So werden hier z.B. Holzständerbauten empfohlen, die mit einer geringen Wandstärke bereits sehr gute Werte diesbezüglich liefern. Auch die Standard-Wärmeschutzfenster wirken positiv unterstützend.

In Bezug auf die Realisierung eines ökologischen Heizsystems ist es sicherlich auch relevant, eine Kombination von Solaranlage und Pellet-Heizung in Betracht zu ziehen. D.h. die Warmwasserversorgung wird gedeckt mit einer Pelletheizung und mit einer Solarthermieanlage. Der Strom, welche die Pelletheizung benötigt, kann über eine Photovoltaikanlage abgedeckt werden.
Das ganze nennt sich dann kohlendioxidneutrales Haus.
Wird bei solch einem Haus nun noch die gesamte Dachfläche mit einer Photovoltaikanlage bestückt und eine Wärmepumpe installiert, so spricht man von einem Plusenergie-Solarhaus, da hier durch den eingespeisten Solarstrom an anderer Stelle noch Kohlendioxid eingespart wird.
Durch die zusätzliche Kombination von optimaler Wärmedämmung, Dreischeiben-Solarverglasung, Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung wird der Heizenergiebedarf im Vergleich zu einem Standard-Neubau um rund 80% reduziert!

Wie schon in einigen Antworten hier geschrieben wurde, ist Gas ein endlicher Rohstoff, der bei heutigen Neubauten nicht ins Gewicht fallen sollte. Sonst entwickeln sich diese zu den Altlasten der nächsten Jahrzehnte.
+1 Punkt
Beantwortet 22, Mai 2012 von Roland Baumann (26 Punkte)
Ja diese Frage, ehrt Sie in Ihrem Engagement für die Umwelt, man kann sie jedoch nicht eindeutig beantworten. Ich möchte Ihnen die zwei Optionen wie folgt erläutern.

Grundsätzlich: Heizkörper mit niedriger Temperatrurwählen (spez. Heizkörper, FBH oder Wandheizung) Grundsätzlich solarthermische Anlage auch bei Wärmepumpe Grundsätzlich exakter Abgleich der Heizkörper für die optimale Funktion der Heizung.

Gasbrennwert: Wenn Erdgas vorhanden, können Sie auch noch damit kochen, um das Gas ökologischer zu machen, können Sie auch noch Biogasanteile dazukaufen, wie Sie ökologischen Strom kaufen können.

Wäremepumpe Erdreich: Gibt es einen speziellen Wärmepumpentarif? Für wie lange gesichert? Diese werden immer seltener angeboten, bzw aufgekündigt. Ferner tendiert Strom dazu schneller in den Kosten zu steigen als Gas. Die Versorgungssicherheit ist bei beiden Energieformen grundsätzlich gegeben, sollten Umstände eintreten die hier zur Unsicherheit führt werden wohl beide von diesen betroffen sein. Hoffe das Ihnen dies bei Ihrer Entscheidung etwas hilft.
+1 Punkt
Beantwortet 8, Jun 2012 von Nicolas Rudolph (24 Punkte)

Am wirtschaftlichsten ist heute immer noch die Gasbrennwerttherme. Wenn man diese mit einer Solaranlage, am besten für Brauch- und Heizungswasser, unterstützt, dann kann man nicht viel verkehrt machen. Betrachtet man die ökologische Seite, dann kommt man an der Tatsache, dass Erdgas endlich ist, nicht vorbei. Daher kann man ganz eindeutig sagen, dass eine Wärmepumpe, betrieben mit Ökostrom, zukunftssicherer ist. Eine eigene PV-Anlage kann diesen Strom zu über 50% im Jahr produzieren.

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