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Zahlen Stromverbraucher mehr wegen Hitzewelle?

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Eingestellt 23, Aug 2015 in Energiewende von Geckler, Heinz (2,530 Punkte)

Diese Behauptung steht aktuell in vielen reisserischen Berichten, um gegen die Erneuerbaren Energien Meinung zu machen. Ganz vorne in der Panikmache ist dabei unter anderem die F.A.Z:

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/energiepolitik/ueberlastete-netze-stromverbraucher-zahlen-fuer-die-hitzewelle-13752906.html

In diesem Bericht wird die Erzeugung von "Sonnenstrom" alleine für die Probleme verantwortlich gemacht. Das ist alleine schon deswegen fachlich nicht korrekt, da Hitze soger die Leistung von PV-Modulen reduziert.

   

2 Antworten

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Beantwortet 23, Aug 2015 von Geckler, Heinz (2,530 Punkte)

Ergänzend zu meiner Frage hier gleich noch eine Antwort:

Ebenfalls in der F.A.Z. wird das eigentliche Problem der Hitzewelle korrekt dargestellt:

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/energiepolitik/polens-stromversorgung-geraet-wegen-hitze-in-gefahr-13746679.html

Es gibt eine Vielzahl von Berichten, dass Kraftwerke wegen der hohen Temperaturen in der leistung reduziert werden mussten. Das betrifft sowohl AKW´s wie auch konventionellE Kraftwerke. Das bedeutet aber, dass konventionelle Kraftwerke und AKW´s viel anfälliger auf die in Zukunft vermutlich immer öfter auftretenden Hitzewellen reagieren wie die Erzeugungsanlagen erneuerbarer Energien. Hier nur ein kleiner Auszug aus den entsprechenden Meldungen:

http://www.klimaretter.info/energie/hintergrund/19417-hitze-in-polen-stromproduktion-gedrosselt

http://www.badische-zeitung.de/kreis-waldshut/atomkraftwerk-beznau-muss-leistung-drosseln--107681198.html

http://www.jungewelt.de/2015/08-10/015.php

Besonders gut verdeutlicht hat der SFV die Zusammenhänge auf seiner Seite:

http://www.sfv.de/lokal/mails/phj/versorgs.htm

http://www.sfv.de/lokal/mails/phj/hitzewel.htm

Dort ist zu erkennen, dass dies kein aktuelles Problem wegen der Einspeisung erneuerbarer Energien ist, sondern dass diese Probleme der Abregelung fossiler Kraftwerke schon seit vielen Jahren eine Herausforderung ist. Immerhin stammt die Tabelle auf der Seite des SFV bereits von 2003, also lange bevor "Sonnenstrom" in großer Menge ins Netz eingespeist wurde.

Ganz gut auf den Punkt gebracht hat die aktuelle Situation die Allgemeine Zeitung Mainz:

http://www.finanzen.net/nachricht/aktien/Allgemeine-Zeitung-Mainz-Kranke-Logik-Kommentar-zur-Energiepolitik-4478737

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Beantwortet 23, Aug 2015 von Martin Werner (2,069 Punkte)

Hallo Herr Geckler,

herzlichen Dank für die Zusammenstellung der Artikel und der Thematisierung dieser Kampagne, die ja wirklich in allen Tageszeitungen stand.

Ich habe an meine Tageszeitung auch einen Leserbrief geschrieben (leider bisher nicht veröffentlicht), der u.a. auch klarstellt, dass PV und Windkraft in diesem Zusammenhang nicht das Problem, sondern eine Lösung sind, wenn man bedenkt, dass in Zukunft immer häufiger konventionelle Kraftwerke abgeschaltet werden müssen, weil die Flüsse, aus denen sie ihr Kühlwasser beziehen zu warm werden.

Eine Sauerei in diesem Zusammenhang ist, dass die Verbraucher letzlich doppelt für das Versagen der ehemaligen Monopolisten bezahlen müssen. Zum einen über die EEG-Umlage und zum anderen jetzt die Nichteinspeisevergütung für die Abstellung der Dino-Kraftwerke. Wie Florian Kipp in pv-magazin schreibt, ist das, wie wenn man den Heizölhändler dafür bezahlen müsste, dass man kein Öl verbrennt. ( http://www.pv-magazine.de/meinung/blogdetails/beitrag/gastkommentar-zur-kampagne--hitze-treibt-stromkosten---sonnenenergie-stresst-netz_100020165/ )

Grüße vom Bodensee

Martin Werner

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