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Wohin fließt die Energie beim Abregeln einer PV oder Windkraftanlage?

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Eingestellt 29, Apr 2015 in Photovoltaik von Michael Stöhr (1,180 Punkte)
In verschiedenen Beiträgen wird hier immer mal wieder vom "Abregeln" gesprochen. Aber irgendwo muss die Solar- oder Windenergie doch hin, oder nicht?
   

1 Antwort

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Beantwortet 29, Apr 2015 von Michael Stöhr (1,180 Punkte)
"Abregeln" bedeutet bei PV und Windkraftanlagen, dass der Anlage weniger Leistung (Energiefluss) entnommen wird, als es technisch möglich wäre. Da Energie erhalten bleibt, muss also beim Abregeln Solar- beziehungsweise Windenergie in andere Energieformen als elektrische Energie umgewandelt werden.

PV-Anlagen: Die meiste Energie der einfallenden Solarstrahlung wird hier sowieso nicht in elektrische Energie umgewandelt, sondern in Wärme. Beim Abregeln wird einfach etwas weniger Strom und etwas mehr Wärme erzeugt. Das Abregeln selbst geschieht durch eine leichte Veränderung der Strom- und Spannungswerte derart, dass das Produkt von beiden, also die elektrische Leistung kleiner wird.

Windkraftanlagen: Es können durch die Rotorblätter maximal 16/27 = 59,3% der Energie der bewegten Luftmasse (Wind) in Rotationsenergie der Windkraftanlage umgewandelt werden. Der Rest verbleibt als Energie der bewegten Luftmasse beziehungsweise wird in Wärme der Luft umgewandelt. 59,3% sind eine theoretischer Wert. Bei realen Windkraftanlagen wird weniger Windenergie in nutzbare Rotationsenergie umgewandelt. Bei Abregeln eben noch etwas weniger. Das Abregeln geschieht durch eine leichte Verstellung der Rotorblätter.

Das Abregeln von PV und Windkraftanlagen ist eine konkurrenzlos schnelle Anpassung der Erzeugungsleistung an den Bedarf innerhalb von Bruchteilen von Sekunden (PV) beziehungsweise Sekunden (Wind), mit der kaum ein konventionelles Kraftwerk mithalten kann.
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