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Solarthermie Anlage resistent gegen salzhaltige Meerluft?

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Eingestellt 17, Mär 2015 in Solare Wärme, Heizen von Anja Wagner (83 Punkte)
Wir haben in Südspanien auf einer Ferienwohnung eine solarthermische Anlage von Junkers mit einem 300L Tank. Jetzt sagte mir jemand, dass das gar nicht wirtschaftlich ist, weil die Tanks ja durch die Meerluft und das Salz nach schon wenigen Jahren ersetzt werden müssen und sicher die Module dann auch nicht sehr lange halten. Hat jemand hier mehr Erfahrung und kann mir wieder Mut machen?
   

3 Antworten

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Beantwortet 17, Mär 2015 von Armin Bodemer (67 Punkte)
ausgewählt 18, Mär 2015 von Anja Wagner
 
Beste Antwort

Hallo Frau Wagner,

aufgrund meiner persönlichen wie auch beruflichen Erfahrungen, kann ich Ihnen auf diesem Wege folgende Maßnahmen wärmstens empfehlen.

Die Wasserqualität gerade auf Mallorca und evtl. auch bei Ihnen auf dem Festland ist bekanntlicherweise  und  ohne Übertreibung zu sagen, als schlecht zu bezeichnen.

Hier empfehle ich Ihnen ohne vorerst auf Ihre Frage der äußeren Einwirkung einzugehen, diese Maßnahme:

Sie spüren dies tagtäglich, wenn Sie waschen, spülen, sich duschen, kochen, die verkalkten Armaturen reinigen oder wieder einmal kostspielig den Wasserboiler, die Spülmaschine oder die Waschmaschine neu anschaffen müssen.

Um die Wasserqualität zu erhalten bzw. zu verbessern, wie Sie diese eigentlich von zuhause (Deutschland) gewohnt sind, müssen Sie selber aktiv werden. Aufgrund der unterschiedlichsten Problemstellungen der vergangenen Jahre auf der Insel, weiss ich genau, über welches Problem Ihr Gesprächspartner besprochen hat und wir nun reden.

Eine speziell auf Ihre Bedürfnisse gefertigte Umkehrosmose-Anlage wäre als kleines Wasserwerk zur Wasseraufbereitung zu verstehen. Sie nehmen das normale Leitungswasser auf und speisen das gereinigte Wasser direkt in Ihr Hauswassernetz ein. Dadurch kommt aus jedem Wasserhahn qualitativ hochwertiges Wasser!

Folgende dauerhafte Vorteile entstehen somit für Sie:

- keine verkalkten Rohre mehr

- keine Stumpfe Haut und Haare nach dem Duschen

- keine ständig klamm riechende Wäsche mehr im Haushalt

- keine notwendige Wartungsarbeiten bzw. vorzeitigen Ersatz der Technik in Ihrem Haushalt

 

Nun zu Ihrer eigentlichen Frage:

Nach einer solch durchgeführten Maßnahme haben Sie nicht nur etwas für sich und Ihre Gesundheit getan, sondern auch die neue Technik wird es Ihnen aufgrund der oben genannten Maßnahme zukünftig danken.

Denn gerade hier kommen aufgrund der bisherigen Wasseraufbereitung in Spanien mehrere Faktoren bzw. Probleme zusammen.

Wir sprechen zum einen über die Äußeren Witterungseinflüsse wie extreme Hitze und Salzgehalt in der Luft (ewige Feuchtigkeit) gerade in Meeresnähe (Küstenbebauung).

Die zum größten Teil die vorhandenen Anlagekomponenten in der Schnittstellen Problematik angreift und zerstört.

Zum anderen die inneren Veränderungen aufgrund der Tatsache, dass die Wasserqualität nicht gut ist und sich allerlei Rückstände im Wasser und somit in der Technik befinden bzw. ablagern.

Zudem wird bis heute das Wasser mit Clor behandelt, um die Bakterien und Keimbildung im Leitungswasser zu unterbinden.

Diese Vorsorge - Maßnahme birgt das Risiko für alle technischen Anlagen die ich bisher kenne, dass diese zum Teil bereits schon nach wenigen Jahren (5-7Jahre) durch eine innere Korrosion völlig kaputt sind und Sie im Ergebnis nur noch rostiges Wasser aus Ihrem Wasserhan entnehmen können.

Wie bereits im vorherigen Bericht (Kommentar) erwähnt, empfehle ich Ihnen diese Verbindungen gut und dauerhaft zu isolieren!

Nach diesen vollzogenen Maßnahmen an der Technik für innen und außen, werden auch Sie sicherlich sonnige Zeiten vor sich haben!

 

Sonnige Grüße

 

Ihr Infoprofi aus der Ortenau

Kommentiert 18, Mär 2015 von Anja Wagner (83 Punkte)
Vielen Dank Herr Bodemer für ihre ausführliche Antwort. Unsere Ferienwohnung ist nicht auf Mallorca sondern in Südspanien. Hier ist meines Erachtens nach die Wasserqualität bedeutend besser, denn der Kalkgehalt im Wasser ist sehr gering. Allerdings ist extrem (für deutsche Verhältnisse) viel Chlor im Wasser. Nun habe ich noch eine Frage: wie isoliert man diese Verbindungen am besten? Können Sie mir hierfür detaillierte Anweisungen geben? Wie ich das dann dem Installateur weitervermittle wird die nächste Hürde sein, aber die werde ich wohl selbst bezwingen müssen.
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Beantwortet 17, Mär 2015 von Roland Siemon (221 Punkte)
Hallo Frau Wagner, lassen Sie sich nicht entmutigen. Wenn jemand behauptet, Solarthermie sei nicht wirtschaftlich, hat keine eigene Anlage und verbreitet nur das, was er irgendwo mal gehört hat.

Natürlich ist Meeresluft aggressiver als Feinstaub in der Großstadt. Aber irgendetwas ist ja immer. Was dem Menschen am Meer gut tut, ist nicht unbedingt das Gelbe vom Ei für die Technik. Der Speicher steht im Haus. Achten Sie auf die Kondensation an den Stahlanschlüssen, die rosten zuerst weg. Schön isolieren, auch die Kaltwasserleitung. Kollektoren für das Meer haben eine Kunststoffwanne, die verbauen wir im Gartenwichtel siehe auch  http://dpi-solar.de/solarthermie/warmwasser-im-garten.html

Wenn Ihre Anlage richtig gebaut wurde, wird sie auch lange halten.
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Beantwortet 18, Mär 2015 von Holger Steffen (62 Punkte)
Guten Morgen Frau Wagner,

Habe selbst ne Solarthermie auf dem Dach und bisher (15 Jahre) keinerlei Probleme...

Daher hoffe ich das Sie genau so gute Erfahrungen machen werden....

Falls nicht kann ich Ihnen Solare Luftkollektoren empfehlen. Mit dieser Technik und einem Wärmetauscher haben Sie das Verwitterungsrisiko und die Problematik mit Undichtigkeiten auf jeden Fall gelöst...
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