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Windräder und ihre Gefahr für Vögel

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Eingestellt 2, Jan 2012 in Energiewende von Anonym

Sind Windkraftanlagen wirklich so gefährlich für Vögel?

Da möchte man etwas für die Zukunft und die Umwelt tun und bringt am Ende dabei die Vögel um. Eine Freundin hat mir erzählt, dass Sie unter einem dieser großen Windräder einen zweigeteilten Adler gefunden hat - furchtbar. Kommt dies nur ganz selten mal vor, oder ist das wirklich ein Problem? Kann man nicht irgendein Warnlicht an den Windrädern anbringen, welches Vögel warnt?

   

1 Antwort

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Beantwortet 3, Jan 2012 von Alex Haas-Guder (126 Punkte)

Zunächst sollte man unterscheiden: 1. Kleine Windenergieanlagen - (bis ca. 8m Flügeldurchmesser max. 30m Mast) Aufgrund der recht hohen Drehzahl der kleinen Anlagen nehmen viele Tiere diese anscheinend als feste Scheibe war - zumindest sind keine Fälle häufiger Schädigungnen bekannt. Die meisten Betreiber dieser Anlagen sind sehr umweltbewußt und würden ihre Anlagen wohl abbauen wenn Tiere gehäuft zu Schaden kämen. 2. Große Windenergieanlagen - hier gibt es zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen die meines Wissens nach fast alle zu dem Schluß kommen, dass die Gefährdung für Vögel durch Windkraftanlagen vernachlässigbar ist.  Viele Dinge, die wir Menschen errichten und betreiben bergen eine generelle Kollisionsgefahr für Vögel - Gebäude, Fensterflächen, Fahrzeuge, Strommasten usw... Auch weil sich durch die Kraft des Windes sehr sauber Energie umwandeln lässt - von Windrädern geht durch den Betrieb keine Luft-, Boden- oder sonstige Verschmutzung aus - sollten umweltbewußte Menschen ihr klar den Vorzug geben. Tier- und Umweltschutz sollten sich meiner Meinung nach klar zur Windkraft und vielen anderen regenerativen Energieerzeugungsformen bekennen, die herkömmlichen Formen bergen eine viel größere Gefahr, dass es künftig eventuell viel weniger zu schützen gibt - Stichwort CO2 Ausstoß oder gar nukleare Verseuchung. Nichts desto trotz müssen auch die regenerativen diesbezüglich geprüft und beobachtet werden.  Bei der Standortplanung und vor der Genehmigung großer und auch kleiner Anlagen werden Auswirkungen von Windturbinen auf die Lebensräume von Vögeln berücksichtigt und Beeinträchtigungen weitestgehend vermieden. In Natur- und Vogelschutzgebieten ist ein Ausbau der Windenergie ohnehin gesetzlich untersagt. Übrigens müssen die Betreiber der Anlagen zum Teil sehr hohe Ausgleichssummen für "den Eingriff in die Natur" leisten, bzw. Ausgleichsflächen schaffen, die dann der Tier- und Pflanzenwelt zu Gute kommen.  Eine interessanter Bericht zum Thema steht hier: http://www.heise.de/tp/artikel/14/14304/1.html

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