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Welche Rolle werden private PV-Anlagen in Zukunft für die Elektromobilität spielen?

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Eingestellt 16, Jun 2014 in Elektroauto, E-mobility von Michael Kessler (344 Punkte)
Gibt es eine Einschätzung wieviel % des mit der eigenen PV-Anlage erzeugten Stroms im eigenen PlugIn Hybrid oder Elektroauto verwendet werden kann - über das gesamte Jahr gesehen bei unterschiedlichen Fahleistungen (5.000km / 10.000km / 20.000km)? Und wie sollte dann sinnvoller Weise die PV Anlage und ein dazugehöriger Speicher (?) dimensioniert werden.
   

1 Antwort

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Beantwortet 17, Jun 2014 von E-Auto.TV (712 Punkte)
Diese Einschätzung können Sie meines Erachtens nur für Ihren speziellen Einzelfall sinnvoll vornehmen. Es hängt entscheidend davon ab, ob das Fahrzeug während der Sonnenstrom-Produktionszeiten auch tatsächlich zum Speichern vor Ort ist.

Aktuelle Fahrzeuge wie der Mitsubishi EV oder Mitsubishi Outlander sind inzwischen die Rückspeisung vom Auto ins Netz vorbereitet, sind also vollwertige Zwischenspeicher. Die entsprechende Wallbox soll ab Jahresende auch in Europa verfügbar sein. Ab dann kann das Fahrzeug als Puffer dienen.
Kommentiert 18, Jun 2014 von Michael Kessler (344 Punkte)
Nehmen wir mal an, man hat einen Batteriespeicher + ist in der Woche (Mo-Fr) von 8.00 - 17.00 nicht vor Ort (kann also nicht laden). Am WE dann durchgängig Möglichkeit zur Ladung des PKW.

... dass es sehr individuell ist, ist mir bewusst. Ich dachte es gäbe vielleicht verschiedene Szenarien, die bereits einmal durchgerechnet wurden.
Kommentiert 18, Jun 2014 von Martin Schorlies (940 Punkte)
Es gab mal vom VDE auf der Hannovermesse 2011 einen Vortrag über E-Fahrzeuge in Verbindung Smart-Grid mit dem damaligen Ergebnis, dass es kostenseitig und bezüglich der Lebensdauer einer FzBatterie nicht sinnvoll ist, E-Mobile als SmartGridKomponente zu nutzen. Ich befürchte da sich in der eingesetzten Batterietechnologie in E-Fahrzeugen noch nicht viel getan hat, hat sich an dem Ergebnis auch noch nicht viel geändert.
ABER: da es mittlerweile starke Energieüberschüsse zeitweilig gibt, wäre eine Netzentlastung durchaus denkbar. Auch gibt es bereits erste Ansätze dieses im Zuge CarSharing (da Kommunikationsmittel für (Energie-)Flottenmanagement bereits im Fz verbaut sind) umzusetzen.
Im privaten Bereich werden die Fahrzeuge meist leider zu wenig gefahren (reine Nutzungsdauer) oder eben nicht an der Stelle der Stromproduktion geparkt, dass die Mehrkosten nur schwer zu rechtfertigen sind. Ökologisch aber auf jeden Fall ein guter Ansatz.
Kommentiert 18, Jun 2014 von E-Auto.TV (712 Punkte)
[Antwort bezieht sich auf den ersten Kommentar / zeitlich überschnitten]

Wenn Ihr Fahrzeug nicht direkt beladen werden kann und Sie gleichzeitig per Strom erzeugen als im Haushalt tagsüber verbraucht wird, dann ist ein Pufferspeicher vermutlich sinnvoll. Eine sinnvolle Dimensionierung ist dann das Delta zwischen Produktionsmenge und Tagesverbrauch. Dies speichern Sie über den Tag und nutzen es in den Abendstunden für die Hausverbraucher und den Rest für die Autoaufladung.

Eine volle Eigenversorgung würde vermutlich viel PV-Fläche sowie einen recht großen Zwischenspeicher erfordern. Das Auto allein möchte bei 10.000 km Fahrleistung dann rund 1.500 kWh Energie tanken.
Kommentiert 18, Jun 2014 von E-Auto.TV (712 Punkte)
Zum Thema SmartGrid und Elektroauto: Meines Erachtens kann dies zur Zeit schon sinnvoll sein, wenn man damit seinen Eigenverbrauch erhöht, sprich das Auto als lokalen Zwischenspeicher nutzt. Als Stabilisierung für das Stromnetz ist das wirtschaftlich aktuell aber keinesfalls tragbar.

Die ersten rückspeisefähigen Fahrzeugmodelle sind von Mitsubishi auf dem Markt, die passende Home-Box soll zum Jahresende folgen. Wenn der Preis dazu bekannt ist, dann lässt sich das erstmals kalkulieren.
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