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Wie ist es für kleine Solarbaufirmen noch möglich, wettbewerbsfähige Angebote abzugeben?

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Eingestellt 21, Mai 2014 in Photovoltaik von Frank Müllers (590 Punkte)
Bei der Einspeisevergütung ist die Schwelle zur "Grid-Parity" bereits lange überschritten, dennoch geht die Degression weiter vorran. Bei sinkenden Einnahmen und gleichbleibenden Renditeerwartungen der Endkunden einer Photovoltaikanlage müssen diese immer billiger angeboten werden. (Seien wir ehrlich - um seine Ökobilanz auftzbessern, errichten die Wenigsten eine Anlage.) Bei den zu verbauenden Komponenten hat man, wenn man Wert auf Qualität und Service legt, keinen Spielraum "nach unten" mehr, der Verwaltungsaufwand ist gestiegen, die Normen und Sicherheitsbestimmungen die zu beachten sind, nehmen - zu Recht - zu, die Arbeitslöhne sind in den vergangenen Jahre auch nicht gesunken und die verbleibende Marge ist m.E. so gering, das man auskömmlich nur noch über die "Menge" verkaufen kann...
   

3 Antworten

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Beantwortet 21, Mai 2014 von Michael Kessler (344 Punkte)
Ich denke, dass die ansteigende Tendenz zur Integration von Batteriespeichern oder die Kombination mit Wärmepumpe und thermischem Speicher kleinen Solarbaufirmen in die Karten spielen könnte, da die Systeme wieder eine komplexere Anlagenstruktur aufweisen und individueller werden. Eigenverbrauch spielt eine immer größere Rolle ...

D.h. mehr Beratung, kompliziertere Regelung - da vertraut man ggfs. eher kleineren individuelleren Firmen. Insofern kann ich mir schon vorstellen, dass ein zusätzlicher Beratungsmehrweit einen kleinen Aufpreis rechtfertigt und so kleinere Installateure weiter eine Berechtigung im PV-Markt haben.
Kommentiert 21, Mai 2014 von Frank Müllers (590 Punkte)
Herr Kessler, viele Interessenten fragen nach den von Ihnen genannten Lösungen. Die "Nachfrage" ist in der Tat ansteigend. Spätestens bei der konkretisierung des Angebots - sprich: wenn´s um den Preis der Anlage geht - folgt die Ernüchterung. Die derzeitigen Regulierung des Marktes bevorzugt die großen Anbieter.
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Beantwortet 21, Mai 2014 von Jörg Tuguntke (1,368 Punkte)
Moin, moin,

 

DAS sehe ich komplett ANDERS. Flexibilität, Kompetenz, Beratung, "Timing", Referenzen, Personal und Service sind die Schlagworte.

JA, es ist etwas zeitaufwändig, aber die dabei entstehende Mundpropaganda schluckt locker 8 % Preisunterschied.

Allerdings ist PV in unserer Firma auch nur mein Hobby, seit '99 bauen wir vorwiegend kleine Anlagen, nur selten 30 oder mehr kW. Aber ein paar MW sind es schon geworden.

mfg   tugu

 

PS: Ich hatte noch KEINEN Kunden / Interessenten der die Anlage aus ökologischen Gründen wollte.
Kommentiert 21, Mai 2014 von Frank Müllers (590 Punkte)
Ja wenn man den Bau von Photovoltaik als Hobby betreibt, das Kerngeschäft aber in der Elektroinstallation liegt, hat man gut reden...
Wer also keine wirtschaftliche Perspektive mehr sieht ist Ihrer Meinung nach unflexibel, inkompetent, berät schlecht, hat kein `timing, keine Referenzen und bietet keinen Service? Bei uns sind es auch ein paar MW geworden.
Allerdings gehören wir zu den Solarbau-Unternehmen, nicht zu denen die PV bisher "nebenbei mitgenommen" haben...
Kommentiert 21, Mai 2014 von Jörg Tuguntke (1,368 Punkte)
Das war ja wohl mehr "Gelästere". Sebstverständlich gibt es zig "spezialisierte" PV-Betriebe (die auch wirklich gut sind).

Aber Fakt ist ja auch, PREISE werden am MARKT gemacht. Wenn ICH bei meinen potentiellen Kunden für eine 4 kW-Anlage 6500 (netto) realisieren kann, warum soll das nicht auch jemand (ein Team) schaffen, der jeden Tag 60 kW verkauft?
Ich sehe die Problematik eher in der veränderten Kundenstruktur. JETZT habeich die aktiven "Stromrechnungsreduzierer", nicht mehr die Investoren (jedenfalls hier bei uns). Dafür bekommen die Freitags das Angebot und am nächsten Freitag schon die erste Rechnung. Gespräche mit der Bank -oder so- finden da gar nicht statt. Reine Zinsrechnung: Wieviel bekomme ich bei der Sparkasse, wieviel bekomme ich auf meinem Dach??
Und wenn dann die Dachdecker anfangen, kommen schon die Nachbarn.
Übrigens liegt "unser Focus" im SERVICE, egal ob für Privatleute, Schiffe / Reeder, Industrie, Handwerk, Windanlagen, BHKW's oder WR.

mfg  tugu
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Beantwortet 21, Mai 2014 von Frank Müllers (590 Punkte)

Das ausgerechnet Experten-Kollegem mit abgedroschenen Allgemeinplätzen kommen, die jedem Außendienstler der Solarbranche zur Ehre gereichen, hätte ich jetzt nicht gedacht. Natürlich sind die genannten technischen Varianten dazu geeignet, Fachkompetenz zu zeigen und dadurch Kunden zu generieren, die z.B. ein Dachhandwerker nicht bedienen kann. Allerdings sind diese - angeblich neuen - Technologien, die es aber schon geraume Zeit gibt und die jetzt eine Renaissence erleben (z.B. durch Speicherförderung) alle noch sehr schulungsintensiv, zeitaufwändig und für den Endkunden oft zu teuer.

Welches der annähernd zweihundert Systemen soll ich denn jetzt preferieren, meine Herren? Was bietet meinen Kunden den entsprechenden Mehrwert, langjärige Garantien und ein akzeptables Preis-Leistungsverhältnis? Wenn man die Experten in den Gosshandelshäusern hört, sind diese Systeme das Non-plus-Ultra, die "eierlegende Wollmilchsau"...

Meine Herren, ich wünsche mir Visionen, wie sie ein Hermann Scheer formuliert hätte, keinen Floskeln...

Kommentiert 22, Mai 2014 von Jörg Tuguntke (1,368 Punkte)
Hermann Scheer hat auch keinen Rösler "live" erlebt, geschweige denn einen Gabriel.

Wenn ich nicht für meine MA sorgen müßte, könnte ich mich evtl. in die Politik einmischen (rein zeitlich betrachtet).

Welches System SIE empfehlen sollen??   Welches System überzeugt SIE denn?  
ICH kann meinen Kunden nur Dinge verkaufen, die ich selbst auch wählen würde (aber ich bin auch kein gelernter "Verkäufer").

mfg  tugu
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