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Ist vermehrter Einsatz von Speichern die Lösung der EEG Umlageproblematik?

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Eingestellt 27, Dez 2013 in Energiewende von Anonym
Ist steigender Eigenverbraucht und vermehrter Einsatz von Speichern die Lösung der EEG Umlageproblematik?
   

2 Antworten

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Beantwortet 27, Dez 2013 von Martin Werner (2,069 Punkte)
Nein, da nur ca. 44% der EEG-Umlage direkte Förderung (also die Differenz zwischen Marktpreis und garantierter Einspeisevergütung) sind.  Der Rest ist politisch gewollte Verteuerung des Strompreises.  Siehe dazu auch S. 5 in http://bee-ev.de/_downloads/publikationen/positionen/2013/20130903_BEE-Hintergrund_EEG-Umlage-2014.pdf
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Beantwortet 27, Dez 2013 von Erhard Renz (699 Punkte)
Die Lösung sicher nicht, aber jede Kilowattstunde Strom die gespeichert und zu einem späteren Zeitpunkt im Haus verbraucht wird erhält keine EEG Vergütung mehr.

Das wären derzeitig ca. 14 Cent minus dem Börsenpreis von ca. 5 Cent wären noch 9 Cent die nicht über das EEG umgelegt werden müssen.

Andererseits hätte die Kilowattstunde Strom ja auch gekauft werden müssen und der PV Anlagen Besitzer hätte dafür die ca. 6 Cent EEG Umlage gezahlt...

Bleibt aus meiner Sicht ein Minus von 3 Cent die nicht über die EEG Umlage finanziert werden muss.

Damit "entlastet" der Eigenverbrauch die zukünftige EEG Umlage.
Kommentiert 28, Dez 2013 von Lothar Jestädt (103 Punkte)
Die durchschnittlichen Erlöse der Stromversorger liegen bei über 14ct pro kWh. Der Börsenpreis sind nur die Grenzkosten der Stromerzeugung.  Da fehlt der Invest und die sekundären Kosten für Umweltschäden. Der Börsenpreis die falsche Berechnungsgrundlage für die EEG-Umlage. Besser ist der vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erlös der Stromversorger für Strom.
Kommentiert 28, Dez 2013 von Erhard Renz (699 Punkte)
Hallo Lothar,

die Frage bezieht sich auf die EEG Umlage. Deshalb muß ein Vergleich von Eigenverbrauch zum Verkauf des Photovoltaikstroms erfolgen.

Wenn die kWh PV Strom verkauft wird, dann erhält der PV Anlagenbesitzer derzeit ca. 14 Cent!
Die kWh wird an der Börse vertickert! Der Erlös liegt derzeit bei ca. 5 Cent je kWh. Deshalb müssen die restlichen 9 Cent über die EEG Umlage von denjenigen gezahlt werden die keine EEG Umlagen Befreiung haben.

Verbraucht der PV Anlagenbesitzer die kWh selbst dann muß der Energieversorger keine 14 Cent zahlen. Er kann aber auch keine kWh liefern! Im Lieferpreis wäre die EEG Umlage enthalten gewesen...die liegt derzeit bei 6 Cent. Deshalb bleibe ich dabei, dass ca. 3 Cent pro Kilowattstunde nicht mehr über die EEG Umlage finanziert werden müssen.

Die Erlöse der Stromversorger spielen bei dieser Betrachtung keine Rolle denn es geht um die EEG Umlage.
Kommentiert 29, Dez 2013 von Lothar Jestädt (103 Punkte)
Hallo Erhard, das Problem ist das der Strom an der Börse vertickert wird. Da gehört er aber nicht hin. EEG-Strom wird zu Vollkosten eingekauft und zu Grenzkosten verkauft das ist der Fehler. Diese Gesetzliche Regelung trat erst zu 1.1.2010 in Kraft durch die AusglMechV und seit dem sinkt der Börsenpreis und die EEG-Umlage steigt überproportional. So wird indirekt Industriestrom der direkt über die Börse bezogen wird über die EEG-Umlage subvensioniert und verteuert für die andern den Strom.
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