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Guerilla Solar: Einfach Solarmodule an die Steckdose anschließen?

+3 Punkte
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Eingestellt 1, Dez 2013 in Photovoltaik von Anonym
Was gilt es hierbei zu beachten? Das lohnt sich doch, oder? Hat jemand schon Erfahrung gesammelt? Dreht sich mein Stromzähler rückwärts falls ich einmal mehr Strom produziere als ich verbrauche?

Danke für Eure Hilfe...
   
Kommentiert 27, Feb 2014 von Nicole Münzinger (686 Punkte)
Bearbeitet 30, Okt 2014 von Nicole Münzinger
Die Solarakademie Franken bietet einen Kurs zu diesem Thema an. Das ist sicher interessant für alle, die sich dafür interessieren oder ein solches Projekt planen.

PV-Guerilla-Anlagen - fachgerecht installieren
Photovoltaik / Akademie / Seminar
Die Guerilla-PV-Bewegung ist in aller Munde. Die Energiewende für jeden – so einfach Plug and Play? Solarmodule speisen mittels Modulwechselrichter über einem Stecker einfach in die Steckdose ein. Diese so simple Lösung birgt viele Gefahren. Im Workshop werden Hinweise gegeben und Lösungen erarbeitet um diese System fachgerecht und sicher einzusetzen. Zudem werden Aspekte wie Wirtschaftlichkeit und rechtliche Rahmenbedingungen erläutert.
Inhalte:
- Funktionsweise, Aufbau und Systeme
- Solarerträge und solare Deckung
- wirtschaftliche Betrachtung
- allgemeine rechtliche Hinweise
- Grundlagen elektrische Anlagen
- Netzformen
- Normative und rechtliche Einordnung
- Gefahrenpotenzial und
- Gefährdungsanalyse
- Sicherheits- und Schutzkonzepte
- Fachgerechte Installation, Montage und
- Anschluss an die elektrische Anlage
- Netzanschlussproblematik
- Dokumentation
- Inbetriebnahme und Betrieb
http://www.solarakademie-franken.de/index.php?id=42&sem_id=254&ter_id=254
Kommentiert 29, Okt 2014 von Jan Eckert (318 Punkte)
Bearbeitet 2 Okt von Jan Eckert
Die vom Kollegen Renz verlinkten 7 Argumente (es sind eher Hinweise) sollten unbedingt eingehalten werden. Um das nochmal zu verdeutlichen:
- kein Anschluss an eine sogenannte Schuko-Dose -> separat installierte Wieland-Steckverbindung ist O.K.
- Meldung beim Netzbetreiber ist ein MUSS

VG
Jan Eckert
Kommentiert 20, Feb 2015 von Erhard Renz (699 Punkte)
Damit die Theorien ein Ende haben. Wir haben ein Modul am Netz. Die tel. Auskunft nach x-Mails/Telefonaten etc. war "GRUNDSÄTZLICH HABEN WIR NICHTS MEHR DAGEGEN". Weiter Infos dazu http://www.sonnenfluesterer.de/2015/02/solar-to-go/
und damit es weiter geht gleich die Kampagne dazu:
Solar to go!
http://www.sonnenfluesterer.de/2015/02/die-solar-to-go-kampagne/

Momentan suchen wir hauptsächlich Mitstreiter in der Metropolregion Rhein Neckar.
Kommentiert 22, Feb 2015 von Geckler, Heinz (2,530 Punkte)
Hallo Erhard Renz,
eigentlich kann ein Energieversorger gar nichts gegen diese Systeme haben. Immerhin steht in der NAV ( Niederspannungs-Anschlussverordnung ) und im EnWG ( Energiewirtschaftsgesetzt ) eindeutig, dass der Betreiber einer elektrischen Anlage dafür verantwortlich ist, dass die Anlage den TAB´s und der VDE entsprechen. Es muss somit lediglich den Interessenten vermittelt werden, welche Vorschriften wie einzuhalten sind.

3 Antworten

+1 Punkt
Beantwortet 29, Okt 2014 von Erhard Renz (699 Punkte)

Bei einem MPS Energie Gespräch hab ich von Wolfgang Müller einiges zu den "Steckdosenmodulen" erfahren.

Zum einen kann ich seinen Vortrag empfehlen. Zum anderen seine 7 Argumente warum sein System (Modul, Wechselrichter, Rahmen und Stecker) legal sind.

0 Punkte
Beantwortet 9, Dez 2013 von Nicole Münzinger (686 Punkte)

Das ist sicher ein sehr hilfreicher Link, um obenstehende Frage zu beantworten: http://experts.top50-solar.de/1482/steckfertige-solarmodule-und-kleinwindanlagen-zur-selbstmontage?show=1482#q1482

0 Punkte
Beantwortet 4, Nov 2014 von Geckler, Heinz (2,530 Punkte)
Hallo Anonym,

unabhängig vom Sicherheitstechnischen Aspekt habe ich bei den Guerilla-PV-Anlagen ein ganz anderes Problem. Wenn diese Anlagen grundsätzlich zugelassen werden besteht eine große Gefahr, dass solche Anlagen ohne Meldung beim Netzbetreiber in Betrieb gesetzt werden. In Deutschland sind noch eine große Zahl alter Ferraris-Zähler installiert  ( die schwarzen Zähler mit Drehscheibe ), die keine Rücklaufsperre haben. Das bedeutet aber automatisch dass der Betreiber der Guerilla-PV-Anlage seine Überschüsse ins Netz einspeist und dabei der Zähler rückwärts läuft. Somit hätte er eine Vergütung seiner Überschüsse in Höhe der Bezugsstromkosten. Somit belastet der aus Guerilla-PV eingespeiste Strom die Allgemeinheit weit mehr als PV-Anlagen die gegen EEG-Vergütung einspeisen. Um das zu verhindern müsste zumindest eine spezielle Anschlusstechnik vorgeschrieben werden, die sicherstellt dass diese Anlagen von einem Fachbetrieb angeschlossen werden, der dann auch die geltenden Normen beachtet.
Kommentiert 4, Nov 2014 von Erhard Renz (699 Punkte)
Diese Argumentation halte ich für absolut vernachlässigbar.

Wenn jemand ein Modul (sagen wir 200 Watt Spitzenleistung) installiert hat er im Jahr wenn es gut geht 150 kWh Strom produziert von denen er das meiste selbst verbraucht! Wenn er dann "Überschüsse" in das Netz einspeist ich sage mal 50 kWh und die dann wieder rausholt reden wir von 15 Euro (50 kWh * 0,30 Euro) die er einspeist und wieder zurückholt. So eine Art Strom-Girokonto. Absolut vernachlässigbar um nicht Peanuts zu schreiben...

Im Gegenzug werden Industrieunternehmen von Umlagen in Millionenhöhe befreit.

Wenn schon so pingelig, dann aber auch die Lösung beschreiben:
Es muß ein Zähler mit Rücklaufsperre installiert werden, dann aber fließt trotzdem der Strom in das öffentliche Netz wird nur nicht gezählt.

Wie bedankt sich dann die Allgemeinheit bei dem Wohltäter?
Bekommen solche Steckdosenmodulbetreiber dann einen Verdienstsorden? Geld kriegen sie ja von der Allgemeinheit keines...
Kommentiert 4, Nov 2014 von Geckler, Heinz (2,530 Punkte)
Hallo Herr Renz,
es geht mir hier nicht darum pingelig zu sein. Wer verhindert aber, dass ein Bewohner mehr als nur 1 solches Guerilla-Modul installiert. Außerdem bedeutet Ihr Hinweis auf den Einbau des Zählers mit Rücklaufsperre, dass bei den von Ihnen angenommenen Zahlen die PV-Anlage selbst bei 100% Eigenverbrauch mehrere Jahre benötigt um alleine die Kosten für den Zählertausch in Höhe von Netto 75,00 Euro zu erwirtschaften. Bei 150 kWh/a x 0,15€ Ersparnis = 22,50€/a werden alleine 3 1/2 Jahre für die Finanzierung des Zählerwechsels benötigt. Das ist sicher nicht im SInne der Erfinder der Guerilla-PV-Anlagen. Hier muss es für die Betreiber wirtschaftlichere Lösungen geben. Selbst diese Rechnung geht nur auf, wenn der Betreiber der PV-Anlage einen Installateur findet, der die Meldung beim Energieversorger kostenlos erledigt, da dies nur ein Elektroinstallateur mit Zulassung machen kann.
Kommentiert 20, Feb 2015 von Jörg Tuguntke (1,368 Punkte)
Nichtsdestodings wäre diese Schaltung / dieser Anschluss illegal, ob das nun aktuell mit Sanktionen verknüpft ist oder nicht.
Was passiert versicherungstechnisch, wenn durch solch eine "illegale" Anlage ein Schaden entsteht?

Rauchwarnmelder sind in fast allen Bundesländern ab Jahresende Pflicht, wenn ich keine installiere, wen interessiert es?
Wenn aber ein Schaden entsteht, der durch RWM hätte verhindert oder begrenzt werden können, hat der Betreffende einen Termin beim Staatsanwalt.

Wie sieht es aus Sicht des EVU's / Netzbetreibers aus? Beim "Entdecken" einer "illegalen" Anlage ist der (nach meiner Meinung) befugt den Anschluss zu kappen.

mfg  tugu

Generell befürworte ich jede Form der Selbstversorgung und (sinnvollen) E-Einsparung
Kommentiert 21, Feb 2015 von Erhard Renz (699 Punkte)
Jörg ich vermute du hast auf meinen aktuellen Kommentar (siehe weiter oben) geantwortet. Unser Plug In Modul wurde bei der Bundesnetzagentur angemeldet, von einem Elektriker angeschlossen und dem Netzbetreiber schriftlich gemeldet. Das Plug In System entspricht dem NA-Schutz (Netz und Anlagenschutz VDE-AR-N-4105) damit kann auch eine Versicherung nicht einfach sagen die Anlage wäre "illegal". Aber ich werde deinem Hinweis nachgehen und das Plug In System der Versicherung melden? Wobei ich mir nicht sicher bin welche Versicherung die richtige ist. Die Gebäudeversicherung oder die Hausrat... mal sehen...
Kommentiert 21, Feb 2015 von Jörg Tuguntke (1,368 Punkte)
STIMMT

Leider tun viele "Vertriebler" so, als wäre es mit "KAUF" und "Stecker einstecken" erledigt.
Keinerlei Hinweise auf Vorschriften, ...............

Erst verkaufen, dann aufklären.

mfg  tugu
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