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PV-Eigenverbrauchssysteme und dessen Potentiale

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Eingestellt 10, Dez 2012 in Photovoltaik von Anonym
PV-Eigenverbrauchssysteme und dessen Potentiale
   

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Beantwortet 10, Dez 2012 von Tjarko Tjaden (264 Punkte)
Die Revolution bei den Haushalten Durch die bereits erzielte Grid Parity und weiter sinkende Photovoltaikpreise werden Systeme mit hohem Eigenverbrauch kontinuierlich attraktiver. Insgesamt 141 TWh an elektrischer Energie haben die Haushalte in Deutschland 2010 verbraucht. Dies entspricht 27 % des gesamten Strombedarfs [1]. 60,6 TWh, also rund 43 % des Haushaltsbereichs werden in den 12,9 Mio. Einfamilienhäusern benötigt, die zugleich meist über ausreichend Dachflächen für Photovoltaik- Systeme (PV-Systeme) verfügen, um ihren Strombedarf in der Jahresbilanz mit Solarstrom zu decken. Während viele PV-Systeme in der Vergangenheit als rein netzgekoppelte Systeme unabhängig vom Verbrauch im Haushalt betrieben wurden, werden Eigenverbrauchssysteme künftig den Markt dominieren. Aus ökonomischen Gründen ist es inzwischen sinnvoll, einen möglichst großen Anteil des erzeugten Solarstroms zeitgleich selbst zu verbrauchen. Speicher werden dabei zunehmend an Bedeutung gewinnen. Um zu bestimmen, welcher Anteil des erzeugten Solarstroms zeitgleich zur Deckung des Strombedarfs beitragen kann, sind zeitlich hochaufgelöste Last- und PV-Erzeugungsprofile erforderlich. Für ein typisches Einfamilienhaus wurden anhand meteorologischer Daten des Standorts Berlin mit der VDI 4655 [3] minütlich aufgelöste Lastgänge für Strom, Warmwasser und Heizung erstellt. Das durchschnittliche Einfamilienhaus hat dabei eine Wohnfläche von 127 qm, einen Jahresstrombedarf von 4 700 kWh und einen Wärmebedarf für Trinkwasser von jährlich 1 350 kWh sowie für Heizungswärme von knapp 14 800 kWh. Die Verbräuche und erstellten Lastprofile waren Grundlage der Simulationsberechnungen für verschiedene PV-Systeme in Kombination mit elektrischen und thermischen Speichern.
  • Für eine aktiven Klimaschutz braucht es viele Akteure: Mehr als 35 Mio. Menschen in Deutschland können selbst entscheiden, wie sie ihre Dächer nutzen.
  • Mittel- bis langfristig werden nur noch Systeme mit hohem Eigenverbrauchsanteil errichtet
  • Batterie- und Wärmespeicher können den Eigenverbrauchsanteil signifikant erhöhen
  • Für die Einführung der benötigten Speichersysteme sind finanzielle Förderinstrumente notwendig und sinnvoll
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