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Die 6,7 Mrd-Grenze wurde am 6. Juni erreicht - Wie geht es weiter mit der Photovoltaik in Italien

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Eingestellt 8, Jun 2013 in Photovoltaik von Anonym

Was passiert in Italien nach dem Conto Energia 5? Gibt es eine weitere Förderung

   

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Beantwortet 11, Jun 2013 von Andreas Lutz (99 Punkte)

6,7 Mrd Grenze am 6. Juni 2013 erreicht. Conto Energia endet am 6. Juli 2013.
Laut Mitteilung des GSE wurde die magische Grenze von 6,7 Mrd € heute erreicht. Sofort im Anschluss hat die AEEG (Netzbehörde) das definitive Ende des Conto Energia in Italien zum 6. Juli 2013 verkündet. Anspruch auf Einspeisevergütung haben jetzt nur noch 1) nicht registerpflichtige Anlagen, sofern die Anlage in den kommenden Wochen in Betrieb geht und der Antrag auf Vergütung vor dem 6. Juli gestellt wird. Anträge, die danach eingehen, werden nicht mehr berücksichtigt. 2) registerpflichtige Anlagen, sofern die Anlage auf einer Liste A der GSE steht und vor Ablauf der Frist (12 Monate nach der Veröffentlichung des Registers) in Betrieb geht.  
Bisher heute haben 531.242 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 18.217 kW einen Antrag auf Vergütung gestellt. Davon sind 4.779 Anlagen mit einer Leistung von 1.136 MW noch nicht in Betrieb. Diese haben aber aufgrund des Registerplatzes einen Anspruch auf Vergütung - immer unter der Bedingung, dass sie innerhalb der 12 Monatsfrist  in Betrieb gehen.  
Handlungsempfehlungen - Für nicht registerpflichtige Anlagen ist somit absolute Eile geboten, um den obigen Termin zu halten. - Vorsicht bei „nicht registerpflichtigen Anlagen“. Gerade in den vergangenen Wochen beobachten wir verstärkte Aktivitäten von Entwicklern, Projektrechte noch schnell verkaufen zu wollen, bevor diese wertlos werden. - Bei den noch nicht gebauten 4.779 Anlagen der Liste A besteht Zeit bis zum Ablauf der 12 Monatsfrist für die Inbetriebnahme.  - Käufern von Projektrechten oder noch zu bauenden Turn-Key-Anlagen raten wir, den derzeitigen Status und v.a. die Fristen genau zu prüfen oder das Risiko der rechtzeitigen Inbetriebnahme auf den Verkäufer zu verlagern. Generell besteht hier aber eine größere Sicherheit und weniger Zeitdruck als bei den nicht registerpflichtigen Anlagen.   
Wie geht es weiter mit der Photovoltaik in Italien?
Ob es doch nochmals einen Nachschlag zum Conto Energia geben wird, steht derzeit in den Sternen.  
Somit bleiben nur folgende Wege: - Eigenverbrauch oder Verkauf an den Nachbarn: Grid parity ist im Süden des Landes erreicht. Dies ist schön und gut für Betreiber, die den Strom selbst verbrauchen oder ihn an einen Nachbarn verkaufen können. Tendenziell also interessant für kleine Anlagen auf Hausdächern oder mittlere Anlagen auf Industriedächern. Schwierig aber für große Anlagen, insbesondere große Freiflächenanlagen, die keinen Abnehmer in unmittelbarer Nähe haben.  - Verkauf an GSE über den Ritiro Dedicato mit garantiertem Mindestpreis: Der Verkauf zu garantierten Mindestpreisen ist möglich für Anlagen bis 1 MW. Für das Jahr 2013 liegt der garantierte Mindestpreis bei ca. 8 cents/kWh. Aber macht ein Investment da Spaß? Und wo wird dieser Preis in 5 oder gar 10 Jahren liegen? Höher oder niedriger? Keine guten Voraussetzungen für eine Bankfinanzierung. Gegenüber einem Verkauf an Dritte hat diese Variante aber immerhin  einen Vorteil: GSE ist „bancable“ aus Bankensicht. - Power Purchase Agreement mit einem Trader: Es wird viel darüber geredet aber so wirklich vorwärts geht es nicht. Die Preise pro kWh, die man anscheinend erzielen kann, sinken auch von Monat zu Monat. Eine weitere Schwierigkeit kommt hinzu: Die Finanzierung der Projekte wird extrem schwierig.  - Verkauf an der Börse: macht bei der Größenordnung der meisten Anlagen keinen Sinn.   
Welche alternativen Investitionsmöglichkeiten gibt es?
Gute Investitionsmöglichkeiten gibt es derzeit für andere Erneuerbare Energien. Direkten Zugang (ohne Registrierung) zur Förderung haben z.B. - Windkraftanlagen bis 60 kW: Die Vergütung beträgt über 20 Jahre 29,1 cents/kWh bis 20 kW und 26,8 cents/kWh darüber. Und die Genehmigungen sind einfach zu erhalten - Wasserkraftanlagen mit einer konzessionierten Leistung bis 50 kW, deren Schwellenwert auf 250 kW angehoben wird (unter bestimmten Bedingungen) - Biomasseanlagen bis 200 kW und Biogasanlagen bis 100 kW - Ausbau von Anlagen, wenn nicht die genannten Grenzwerte überschritten werden  
Für größere Anlagen bis 5 MW (10 MW für Wasserkraft und 20 MW für Geothermie) gibt es eine Registerpflicht als Voraussetzung für die Vergütung.  
Für Anlagen mit einer installierten Leistung über 5 MW (10 MW für Wasserkraft und 20 MW für Geothermie), werden Auktionen durchgeführt.  
Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere Informationen zum Conto Energia und anderen relevanten Themen rund im die PV in Italien finden Sie unter www.newenergyprojects.de.

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