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Wechselrichter Nachrüstung nach SysStabV

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Eingestellt 22, Apr 2013 in Photovoltaik von Anonym

Woran erkenne ich, ob meine PV-Anlage heruntergeregelt wird?

EON Avacon will unsere WR umbauen (sysstabVO). Das bedeutet, die Netze bzw. die Trafos müssen nicht der aktuellen PV-Leistung angepassst werden, sondern umgekehrt, ein Teil meines Strom kommt nicht mehr ins Netz. Wie viel das sein wird kann ich nirgendwo überprüfen oder ist der Netzbetreiber gezwungen darüber Auskunft zu geben? Das ist der Teil, den ich brauche um meine Kosten zu decken, deshalb möchte ich lieber speichern und später einspeisen.

   

1 Antwort

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Beantwortet 5, Jul 2013 von Jan Zornikau (12 Punkte)

Die Nachrüstung der WR im Sinne der SysStabV hat zunächst nichts mit einer Abregelung der Anlage zu tun. Die Nachrüstung in diesem Fall hat mit der sogenannten 50,2 Hz Problematik zu tun. In der Vergangenheit mussten alle PV-Wechselrichter für die Netzeinspeisung so eingestellt sein, dass diese sich bei einer Steigerung der Neztfrequenz auf 50,2 Hz automatisch abschalten. Diese sollte die Netze im Falle eines Überangebotes an Energie entlasten. Da die Photovoltaik heute aber bei gutem Wetter einen beachtlichen Anteil an der Gesamtenergieversorgung (über 30 %) hat, führt diese Regelung heute zu einem großen Problem. Im schlechtesten Fall würde dies bedeuten dass bei einer Steigerung der Netzfrequenz auf über 50,2 Hz 30 % der deutschen Stromversorgung schlagartig abgeschaltet wird. Dies würde zum Total Blackout führen. Um dies zu vermeiden müssen jetzt fast alle PV-Anlagen auf eine geänderte Regelung im Falle der Netzfrequenzänderung umgerüstet werden. Mit einer vemehrten Abregelung ist in diesem Fall nicht zu rechnen. Unabhängig davon gibt es noch das Einspeisemanagement. Dieses ermöglicht dem Netzbetreiber bei PV-Anlagen ab 30 kW eine Abregelung im Falle einer Überlastung der Netze. In diesem Fall können Sie die Abregelungszeiten mit Hilfe Ihres Monitoringsystems erkennen. Sofern Sie einen Einstrahlungssensensor installiert haben können Sie die ergangenen Erträge genau beziffern und diese mit Ihrem Netzbetreiber abrechnen. Weitere Infos zum Einspeisemanagement finden Sie auch unter folgendem Link: http://www.photovoltaik.org/wissen/einspeisemanagement MIt freundlichen Grüße, ENVARIS GmbH Dipl.-Ing. Jan Zornikau

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