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Wirtschaftlichkeit einer 5,23 kWp Photovoltaik-Anlage

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Eingestellt 4, Mär 2013 in Photovoltaik von Anonym

Wie wirtschaftlich ist die Anlage bzw. wie kann ich die Zahlen richtig verstehen?

Hallo, ich habe ein Angebot für eine Solaranlage mit Sunpower 245/327 mit einer Leistung von 5,230 kWp. Ich habe eine optimale Dachneigung von 30° und Ausrichtung Süden (Wohnort Garching b. München), allerdings auch eine Gaube die einen Schatteneffekt hat bei Sonnendrehung. Die eigentliche Frage ist, wie verstehe ich die Zahlen, die mir vorgelegt wurden, ob es sich wirklich lohnt? Ich verstehe das nicht so richtig. Die Anlage soll 13.014€ kosten, also 2.488 €/kWp. Ist das teuer oder noch im Rahmen? Danach wird immer mit einem Eigenverbrauch jährlich von 22% gerechnet. Wieso so wenig? Ich dachte immer ich verbrauche mehr von dem produzierendem Strom. Laut Berechnung wird ca. 78% eingespeist, den ich mir dann wieder zurückkaufe für mein Verbrauch. Wie kann ich das Ganze verstehen? Kosten 13.014 €, habe vor diese in 4 Monatesraten abzuzahlen, damit ich kein Kredit aufneheme (oder lohnt es sich einen KfW Kredit aufzunehmen?) Mein Verbrauch ist ca. 3.500 kW im Jahr. Versorgungsunternehmen SWM München (Strom 0,22 €/kWh netto). Das Angebot verspricht einen Ertrag von jährlich 962€. Soweit ich verstanden habe ist die Förderung z.Z. gesunken. Lohnt sich alles wirklich bzw. stimmt es alles was noch versprochen wird vom Ertrag und wirtschaflichem Vorteil? Ich weiss meine Frage ist lang, aber es ist wirklich verwirrend das alles zu verstehen. Vielen Dank im Voraus.

   

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Beantwortet 12, Mär 2013 von Martin Denz (50 Punkte)

Die Anlage ist mit 2.488 €/kWp netto recht teuer. Sie ist auch für die tatsächliche Verbrauchsdeckung sehr groß ausgelegt. Im Raum Garching bei München sollten Sie ca. 1000 kWh/kWp aus einer guten Anlage im 10-Jahres-Schnitt erwarten können. Um Ihren Verbrauch von 3.500 kWh selbst zu erzeugen, reicht somit eine 3,5 - 4 kWp-PV-Anlage. Damit erhalten Sie dann auch einen höheren Eigenverbrauchsanteil, der, wenn Sie die Hauptverbraucher Waschmaschine, Spülmaschine und evtl. vorhandenen Trockner Mittags laufen lassen, zwischen 35 - 40 % erreicht. Hier wird mehr selbst genutzt und weniger eingespeist. Wenn Sie Wert auf Rendite legen, nicht selbstständig sind und das Haus Ihnen gehört, ist es interessant, über die KfW, Programm 274, zu finanzieren. Damit steigt die Eigenkapitalredite deutlich und kann oft 2-stellig werden. Verschattung sollte vermieden werden, da diese den Ertrag deutlich beeinflußt. Lohnen tut sich eine solche Anlage bei langlebigen Komponenten und ordentlichem Aufbau und vernünftigem Preis (ca. 2000 €/kWp) auf jeden Fall, da damit langfristig Stromgestehungskosten von ca. 0,11 - 0,13 €/kWh gesichert werden können. Mit einer Speicherlösung kann ein Strompreis von 0,18 €/kWh erreicht werden und eine Eigenverbrauchsdeckung von 70 % und mehr. Gleichzeitig hat man auch Strom, wenn das Netz ausfällt, da dann die Anlage weiterläuft. Es muß allerdings etwas mehr investiert werden. Hier empfehle ich das Nedap-System. Auch bei www.alfasolar.de gibt es interessante schlüsselfertige Lösungen.

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