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Photovoltaik Anlage auf Nordseite

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Eingestellt 5, Mai 2011 in Photovoltaik von Anonym

Energieertrag bei Ausrichtung der Photovoltaikanlage nach Norden?

Gibt es hier schon Erfahrungswerte bzw. öffentlich zugängliche Ertragdsdaten oder Statistiken? Besteht ein Unterschied zwischen kristallinen Modulen oder Dünnschicht (z.B. First Solar)?

   

2 Antworten

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Beantwortet 23, Sep 2011 von Kerstin Watzke (84 Punkte)

Der Solarenergie Förderverein Deutschland e.V. betreut seit vielen Jahren eine Solarstrom-Ertragsdatenbank, in die Anlagenbetreiber ihre monatlichen Stromerträge eingeben können. Derzeit sind über 14.000 Photovoltaik-Anlagen angemeldet. Leider wurden bisher nur wenige PV-Anlagen auf Norddächern registriert, so dass keine aussagekräftige regionale Auswertung dieser Anlagendaten vorgenommen werden kann. Die Datenbank finden Sie hier: http://www.sfv.de/ -> "Solarstromerträge"

Eine grobe Abschätzung, mit welchem Ertrag bei welcher Ausrichtung, Neigung und Modultyp gerechnet werden kann, ist hier ersichtlich:
http://re.jrc.ec.europa.eu/pvgis/

Wählen Sie auf der Startseite von PVGIS die europäische Datenbank aus.
Geben Sie in das Suchfeld den geplanten Anlagenstandort ein. Wählen Sie im grauen Kasten rechts die Anlagenmerkmale aus (Zelltyp, Montageposition, Anlagennachführung u.a.) und klicken Sie anschließend auf "Berechnen".
PVGIS ist ein PV-Ertragsrechner auf der Webseite der Europäischen Kommission. Bitte beachten Sie, dass dieser Ertragsrechner die durchschnittliche Sonneneinstrahlung für den angegebenen Ort nutzt, um die Leistung abzuschätzen. Vergleicht man das Ergebnis mit der tatsächlichen Leistung an einem bestimmten Standort, kann es zu starken Abweichungen kommen. Die Kommission übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt dieses Internetangebotes.
Mir erscheinen die errechneten Erträge recht hoch; für einen grundsätzlichen Vergleich von unterschiedlichen Installationsstandorten aber geeignet.

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Beantwortet 15, Sep 2011 von Frank Müllers (590 Punkte)

Grundsätzlich plädiere ich dafür, PV und ST Anlagen auf dafür geeignete Süd-Dächer zu installieren. Liegt die Ausrichtung nach Süden und die Dachneigung bei ca.30-35 Grad, kann man die besten Erträge (100%) rechnen. Bei einer solchen Südausrichtung machen auch geringerere Dachneigungen Sinn, die Erträge werden nur geringfügig abnehmen. Für die Anbringung von Photovoltaikanlagen auf West-, Ost- und besonders auf Nord-Dächern sollten die Dachneigungen besonders gering sein, um einen akzeptablen Ertrag zu generieren - Steildächer unterliegen in diesen Fällen temporären Verschattungen, die erhebliche Einbußen `garantieren´. Vielfach werden solche Solarinstallationen vom Verkäufer mit dem Hinweis auf das Schwachlichtverhalten der Module gerechtfertigt. Meines Erachtens sollte man sich von solchen Argumenten nicht überzeugen lassen und von diesen Angeboten unbedingt Abstand nehmen. Wenn man eine PV Anlage auf ein Nord-Dach installieren lassen möchte, sollte es auf jeden Fall eine geringe Dachneigung aufweisen. Um den Ertrag zu steigern, empfiehlt es sich, die Module - unter Einhaltung der notwendigen Abstände (um Teilverschattungen zu vermeiden) - nach Süden aufzuständern. Ob sich die Anschaffung lohnt, sollte der Installateur anhand einer Ertragsprognose und einer Kosten/Nutzen-Berechnung überzeugend darstellen. Fazit: Die Montage "nur" auf einem Nord-Dach lohnt, wenn kein anderes zur Verfügung steht und die Kosten gering bleiben.

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