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Wie hoch ist der Eigenverbrauch verschiedener Kraftwerkstypen?

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Eingestellt 20, Apr 2016 in Energiewende von Michael Stöhr (1,180 Punkte)

Große fossile Kraftwerke benötigen einen nicht unbedeutenden Teil (15% habe ich im Hinterkopf, aber den Beleg nicht mehr bei der Hand) des in ihnen erzeugten Stroms selbst, etwa für Kohlemühlen. PV-Anlagen haben dagegen einen Eigenverbrauch, der kaum messbar ist. Ein Wechsel zu einer erneuerbaren Stromversorgung senkt allein dadurch den Strombedarf in nicht unerheblichem Umfang.

Wo finde ich gut gesicherte genaue Angaben über den Eigenverbrauch verschiedener Kraftwerkstypen?

   

1 Antwort

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Beantwortet 8, Mai 2016 von Daniel Netter (57 Punkte)

Hallo Herr Stöhr,

ein wirklich sehr interessanter Punkt. Einen ersten Anhaltspunkt dazu bietet diese schon etwas ältere Studie:

http://www.bund.net/fileadmin/bundnet/publikationen/energie/140425_bund_klima_energie_eeg_umlage_kraftwerkverbrauch_studie.pdf

Ansonsten veröffentlicht der BDEW jährlich die Zahlen zur Bruttostromerzeugung in Deutschland.

Viele Grüße
Daniel Netter

Kommentiert 9, Mai 2016 von Michael Stöhr (1,180 Punkte)
Kurz gefasst entnehme ich der Studie, dass im Jahr 2013 ca. 6% der Bruttostromerzeugung in Deutschland in den Kraftwerken selbst verbraucht wurde. Bei Erneuerbaren Energien sind es nur 1,6%. Eine Umstellung auf 100% Erneuerbare Energien spart also schon einmal ca. 4,4% der Bruttostromerzeugung gegenüber 2013.
Für den Abbau von Braunkohle werden in Deutschland weitere ca. 4 TWh verbraucht, also ca. 0,6% der Bruttostromerzeugung. Insgesamt kann also eine 100% erneuerbare Stromerzeugung brutto um ca. 5% geringer sein als heute, ohne dass der Verbrauch sinken muss - keine nennenswerten Speicher- und zusätzlichen Übertragungsverluste vorausgesetzt.
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