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PV-Speicher brauchen ein Energieeffizienzlabel

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Eingestellt 14, Mär 2016 in Speicher von Hauke Loges (41 Punkte)
Bearbeitet 30, Mär 2016 von Hauke Loges

Die  Speicherung  von PV-Strom in privaten Haushalten erlangte in den letzten Jahren zunehmend Bedeutung. Die garantierte Einspeisevergütung für PV-Strom liegt mittlerweile unterhalb des Strombezugspreises (grid-parity), wodurch der Eigenverbrauch rentabler als die Einspeisung in das Netz geworden ist. Mit Batteriespeichern lässt sich dieser Eigenverbrauch signifikant erhöhen.

In anderen Bereichen (sämtliche elektrische Verbraucher) wird die Energieeffizienz seit einiger Zeit anhand eines sogenannten Energieeffizienzlabels gekennzeichnet, das mittels Farbabstufung die Effizienz eines Gerätes darstellt. Bei Batteriespeichern fehlen diese Kennzeichnungen gänzlich, wodurch den Kunden beim Kauf keinerlei Anhaltspunkte gegeben werden. Hinzu kommt, dass die Wirkungsgradangaben der Hersteller oft intransparent sind und diese keiner einheitlichen Definition unterliegen. Oftmals ist zum Beispiel nicht klar, ob es sich bei der Angabe um einen Gesamtwirkungsgrad handelt oder nur Lade-/Entlade- bzw. Lade- und Entladeverluste ausgewiesen sind. 

Loges_Effizienzlabel-Speicher.pdf (1,7 MB)

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PDF herunterladen: Loges_Effizienzlabel-Speicher.pdf

   

1 Antwort

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Beantwortet 25, Mär 2016 von Geckler, Heinz (2,530 Punkte)
Bearbeitet 27, Mär 2016 von Geckler, Heinz

Guten Tag Hauke Loges,

ich finde Ihren Ansatz grundsätzlich sehr interessant. Da ich inzwischen Systeme von verschiedenen Herstellern installiert habe, auf die ich auch alle Online-Zugriff habe bin ich mir jedoch nicht sicher, ob ein solches Label aussagekräftig eingeführt werden kann. Auf die Gesamteffizienz eines Speichersystemes haben so viele Faktoren Einfluss, dass in der Realität ( das ist zumindest meine Erfahrung ) bei verschiedenen PV-Anlagen und unterschiedlichen Lastprofilen häufig nicht "das effizienteste System"  existiert. Viel mehr muss für jeden Kunden erarbeitet werden, welches Speichersystem das geeignete ist. Dazu nur ein einfaches Beispiel:

Ein Kollege von mir hat vor ca. 2 Jahren einem Kunden auf seinem privaten Wohnhaus eine PV-Anlage mit knapp 30 kWp installiert. Dazu wurde ein DC-gekoppeltes Speichersystem eingebaut, das nur 2 der Strings mit insgesamt 5,2 kWp zur Ladung nutzen kann. Obwohl hier ein Speichersystem mit auf den ersten Blick sehr guten Wirkungsgraden verbaut wurde ist das meiner Meinung nach für den Kunden keine gute Lösung. Mit einem AC-gekoppelten System mit einem etwas schlechteren Wirkungsgrad könnte auf Grund der installierten PV-Leistung an viel mehr Tagen im Jahr der Speicher effektiv genutzt werden. Immerhin ist die Eigennutzung selbst mit einem Wirkungsgrad von vielleicht 80% deutlich wirtschaftlicher wie die Einspeisung zu aktuellen Vergütungssätzen.

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