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Kostenlose, freie Open Source Modul- und Wechselrichterdatenbank

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Eingestellt 21, Nov 2014 in Photovoltaik von Martin Staffhorst (106 Punkte)

Nachdem die Idee mit vielen Personen schon besprochen wurde und auf positives Echo gestoßen ist, wollen wir nun die Umsetzung angehen.

Eine öffentliche, frei nutzbare Datenbank für Module und Wechselrichter, mit folgenden Zielen:

  1. Kostenlos, frei verfügbar sowohl in kommerziellen wie in nicht kommerziellen Projekten.
  2. Möglichkeit eines automatisierten Updates (z.B. jede Nacht) in die verschiedenen Anwendungen.
  3. Bereitstellung der Datenbanken mit Hilfe des Versionierungstools Github, um Änderungen einfach verfolgen zu können und eine dezentrale Mitarbeit (Änderungen erfolgen per „Pull Requests“) zu ermöglichen.
  4. Bereitstellung einer einfachen Benutzeroberfläche, mit denen Daten geändert oder ergänzt werden können.
  5. Bereitstellung von Konvertierungstools für verschiedene Formate.
  6. Erreichung einer großen Verbreitung, so dass für Hersteller der Anreiz besteht, Daten von neuen Produkten direkt in die Datenbank einzutragen, da sie wissen, dass diese dann gleich richtig in zahlreichen Anwendungen erscheinen.
  7. Möglichst hohe Kompatibilität zu vorhandenen kommerziellen Datenbank (z.B. Photovoltaikforum oder Photon), so dass Upgrades einfach durchführbar sind.

Hintergrund:

Vorhandene kommerzielle Datenbanken sind häufig für einfache Anwendungen (oder neue Startups) überdimensioniert und/oder zu teuer.

Die Pflege von Datenbanken für einen Nutzer alleine ist sehr aufwändig und eine hohe Qualität ist schwierig zu erreichen. Es ist eine große Ressourcenverschwendung, dass diese Pflege zigfach von vielen Nutzern stattfindet, weil jeder seine eigene Datenbank pflegt.

Initiative:

  1. Ein erster Vorschlag für das Projekt wurde hier aufgesetzt:
    https://github.com/PV-Log/Open-Photovoltaic-Inverter-Database
    https://github.com/PV-Log/Open-Photovoltaic-Module-Database
  2. Initiative bekannt machen und sammeln vorhandener Datenbestände.
    Alle sind eingeladen mitzumachen und mitzuteilen, welche Datenbestände zur Verfügung gestellt werden können.
    Recherche, welche Daten frei verfügbar sind und worauf aufgebaut werden kann.
  3. Bildung eines Teams zur Verwaltung der Open Source Datenbanken.
    Jeder Nutzer kann Daten liefern, das Team kümmert sich lediglich um die Organisation sowie die saubere Integration und hat „Schreibrechte“ auf die Master-Datenbanken.
  4. Diskussion und Definition von Datenbank-Formaten und zu erfassenden Werten und Ausprägungen.
  5. Start mit einem möglichst breiten, konsolidierten Datenbestand.
  6. Erstellung einer Dokumentation und Richtlinien für die Datenbank.
  7. Programmierung der Benutzeroberfläche und Konvertierungstools.

Auf dem Forum Solarpraxis wollen wir uns am Donnerstag 27.11. um 16:00 Uhr am Ausgang des Forums 1 treffen, um das weitere Vorgehen zu besprechen.

Wir freuen uns auf Eure Rückmeldungen und Beteiligung an dieser Initiative.

Schöne Grüße

Stefan Wippich, Panel42

Martin Staffhorst, Top50-Solar PV-Log

   

1 Antwort

0 Punkte
Beantwortet 21, Nov 2014 von Axel Horn (456 Punkte)
Das ist eine interessante Initiative für die Anbieter und die Nutzer von Solarsimulationsprogrammen!

Meinerseits möchte ich anregen, die Datenbank auch für Sonnenkollektoren zu nutzen. Es gibt zwar öffentlich  zugängliche Leistungsdaten im Internet in Form der Solar Keymark Summary Reports. Aber diese Daten können nicht automatisiert ausgewertet werden und sind zudem unvollständig (z.B. fehlt die Angabe zum Füllvolumen) und
gelegentlich auch fehlerhaft. Solche "Problem-Keymark-Berichte" könnten in der Datenbank markiert werden, was dann hoffentlich hoffentlich zu einer Korrektur der PDF-Dokumente in den einschlägigen Seiten der Zertifizierungsstellen führt.

Und warum Solarthermie? Die Verschärfungen der EnEV-Anforderungen in 2016 werden die Nutzung von Solarwärme wieder interessanter machen als bei den derzeit niedrigen Ölpreisen und recht laxen Anforderungen hinsichtlich EnEV und EEWärmeG. Spätestens dann wird auch das Interesse an Kollektorleistungsdaten wieder zunehmen.
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