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Wieviele Arbeitsplätze entstehen für ein Gigawatt installierter Leistung bei PV, Wind, Kohle, Atomkraft?

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Eingestellt 9, Aug 2014 in Energiewende von Herznach Artur (122 Punkte)
Es geht mir darum zu wissen ob die Erneuerbaren im direktem Vergleich mit den konventionellen Energien mehr oder weniger Arbeitsplätze generieren.
   

1 Antwort

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Beantwortet 11, Aug 2014 von Claus Scheuber (214 Punkte)

Hallo, Herr Herznach,

ich möchte den Versuch wagen, Ihre interessante Frage zu beantworten.

Dabei bekenne ich gleich keine Berechnung oder auch nur eine Formel im Ärmel zu haben, um ein Ergebnis liefern zu können alla: PV = 100 Arbeitsplätze/GW inst. Leistung, Kohle  = X AP/GW. Wenn man bedenkt, dass die Atomenergie eine "nach hinten offene" Technologie ist, deren Folgekosten was Rückbau und Lagerung anbelangt, auch in Hinsicht der aufzuwendenden Arbeitskraft noch gar nicht abzuschätzen ist, und die "Nebenkosten" und der sekundäre Arbeitsaufwand der Kohle und sonstigen Verbrennungsenergien sich zumindest meiner Vorstellung entziehen, rückt eine ganz andere Betrachtung in den Vordergrund: Die Qualität der Arbeitsplätze..

Mit diesem Ansatz bekommt die Frage ein anderes Gesicht. Sie lässt sich jetzt nicht mehr mit harten Fakten beantworten aber die "weichen Fakten" antworten von sich aus. Selbst Frau Merkel, die mit der Formel: sozial ist, was Arbeit schafft, in Wahlkämpfe zog, dürfte ihre Position angesichts der zahlreichen in Fukushima "geschaffenen" neuen Arbeitsplätze überdacht haben (jedenfalls, war diese Parole seither nicht mehr von ihr zu hören).

mit sonnigen Grüßen

Claus Scheuber

Kommentiert 12, Aug 2014 von Cornelia Daniel (248 Punkte)
Ja, mit Umweltverschmutzung lassen sich leider hervorragend Arbeitsplätze schaffen. Ich habe in den USA hautnah miterlebt wie dieses Argument für Fracking verwendet wurde. "Wenn wir das Grundwasser verschmutzen werden wir Wege finden es wieder zu reinigen (und nebenbei entsteht dabei Wirtschaftswachstum...)"
Kommentiert 13, Aug 2014 von Claus Scheuber (214 Punkte)
...genau so wars gemeint, Cornelia Daniel. Mit dem Arbeitsplatzargument lässt sich dermaßen großer Unfug veranstalten, dass man schon bei der Fragestellung aufpassen muss. Ähnlich dem "Bruttosozialprodukt" oder dem "demographischen Wandel" hat sich auch die "Schaffung von Arbeitsplätzen" zum gefährlichen Selbstzweck-Argument entwickelt. Jeder kanns für seine Zwecke einsetzen - wer wollte da widersprechen?
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