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Photovoltaik + Brauchwasserwärmepumpe

+3 Punkte
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Eingestellt 24, Jul 2014 in Photovoltaik von Dirk Gausmann (27 Punkte)
Hallo,

Stromverbrauch mit umfangreichen Umbaumaßnahem 4000 kw.

99 % LED und alles neue Geräte wie Waschmaschine, Kühlschrank ....

laut Energieberater 1350 kw für Brauchwasserwärmepumpe

habe eine 9.2009 Wulf Ölheizung mit neuer Brennwerttechnik, einen Holzofen für die Übergangszeit  ( ziel nur die Heizung von Navember bis März laufen zu lassen !! )

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meine Idee:

6 kw Anlage = ca 5 kw effektiv

300 -400 l Tank mit Brauchwasserwärmepumpe

später einen Speicher

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Angebote:
von 1300 Euro ( mhhh ) bis 2000 Euro ( solarworld ) pro kw pik

solarworld weil ich einen Test bei Stiftung Warentest gefunden habe wo sie gut abgeschnitten haben

Wechselrichter ist so eine Sache, Kostal Rico sagen die einen Schrott und die anderen ist ein mittelklassewagen wie ein VW, SMA dann etwas besseres.!!

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meine Fragen:

ist meine Grunidee richtig ?

habe ich Gedankenfehler ?

ist die Anlage von der Größe her vernünftig ?

Welchen Wechselrichter ist das beste ?

gibt es noch andere Test als das eine von Stiftung Warentest über die " Platten "

gibt es ein Test über Wechselrichter ?

 
Danke für eure Mühe

Dirk
   
Kommentiert 23, Okt 2014 von Jürgen Eiselt (128 Punkte)
Hallo Dirk:

Verständnisfragen:
1359 kW(h) für Brauchwasser? wenn dass der Jahresverbrauch ist, dann ist er für eine Solo Warmwasserwärmepumpe im Durchschnittshaushalt zu hoch.

Der Warmwasseranteil beträgt 13% im Durchschnitt. Bei 4000 kW sind das 520 kWh. Es sei denn, es gibt viele Personen mit überdurchschnittlichem Warmwasserbedarf. Das müsste dann neu berechnet werden.

Außerdem gibt es Einzelholzöfen für Scheitholz oder Pellets, die einen Warmwasseranschluss für den Wärmepufferspeicher haben, was hier sicher mit Tank gemeint ist. Was bedeutet später Speicher? Strom oder Wärme?

Ich gehe davon aus, dass die 4000 kWh Strom nach dem Umbau erreicht wurden.

Für meine Empfehlungsrechnung gehe ich von folgenden Grunddaten aus:
Personen: 4 // Wohngröße: 100 qm // Anzahl beheizte Zimmer: 6 // Anzahl Heizkörper: 8 // tägliche Betriebszeit pro Heizkörper: 7 // Heiztage im Jahr: 190 // Zusatzstrom Warmwasserbeheizung brutto: 455kWh=159,28€ // bisherige Ölkosten im Jahr: 1500 € // bisherige Stromkosten im Jahr für 4000 kWh: 1160 € // Erwartete Fremdstromunabhängigkeit durch Photovoltaik mit Stromspeicher: 70% // Nennleistung Wärmewellenheizung : 3,25 kW bei Investitionskosten von 5333€ // Zusatzstrom brutto Wärmewellenheizung bei 0,27 Cent/kWh: 1167,08 €

Gerne berechne ich die Einsparquoten hier unten neu mit aktuellen Zahlen

Hier eine Auswahl der wirtschaftlich wichtigsten Sanierungsmaßnahmen
a) Photovoltaik 5 kWp mit Speicher, Wärmepumpe für Brauchwasser + Speicher  und Wärmewellenheizung
Summe alter Verbrauch Öl + Strom: 2660€  Neuer Verbrauch: 744,20€  gespart= 1915,80€ = 72% bei hoher Wirtschaftlichkeit und ein durchschnittliches Investitionsvolumen von insgesamt ca. 28000€

b) Photovoltaik 5 kWp mit Speicher, Wärmepumpe mit Speicher  für Brauchwasser und Warmwasser
Summe alter Verbrauch Öl + Strom: 2660€  Neuer Verbrauch: 486,18€  gespart= 2173,82€ = 82% bei sehr hoher Wirtschaftlichkeit und ein durchschnittliches Investitionsvolumen von insgesamt ca. 52000€
c) Photovoltaik 5 kWp mit Speicher und Solarthermie mit Wärmepufferspeicher
Summe alter Verbrauch Öl + Strom: 2660€  Neuer Verbrauch: 408,90€  gespart= 2281,10€ = 85% bei sehr hoher Wirtschaftlichkeit und ein durchschnittliches Investitionsvolumen von insgesamt ca. 42000€
d) Photovoltaik 5 kWp mit Speicher und Pelletheizung mit Wärmepufferspeicher
Summe alter Verbrauch Öl + Strom: 2660€  Neuer Verbrauch: 523,18€  gespart= 2136,82€ = 80% bei hoher Wirtschaftlichkeit und ein durchschnittliches Investitionsvolumen von insgesamt ca. 42000€.

a.    In den Berechnungen sind keine Fördergelder drin.
b.    Die Berechnung erfolgt auf voller Nennleistung, was weitere Einsparungen zur Folge hat.
c.    Durchschnittspreise heißt: es gibt auch günstigere Stromtarife von seriösen Stromanbietern
d.    Manche Photovoltaikbauer geben höhere Eigenstromquoten an. Aus kaufmännisch vorsichtigen Ansätzen bleibt es bei 70%. Die Wärmewellenheizungen erhöhen den Eigenstromanteil. Dies ist unberücksichtigt.
e.    Der Winterbetrieb der Wärmewellenheizungen besteht aus den hier berechneten 30% Fremdstrombezug.
f.     Der zusätzliche Strombedarf von Wärmewellenheizung und Wärmepumpe sind einberechnet.

Antwort auf Ihre Fragen:

Die Grundidee ist richtig!
Denkfehler keine, eher Informationsdefizite durch den Energieberater
Die PV-Anlage sollte dem Eigenverbrauch angemessen dimensioniert werden, und zwar mit Stromspeicher!
Wechselrichter sollte der Photovoltaikbauer auswählen. Es gibt zu viele technische Voraussetzungen und für Laien jede Menge Fehler (MPP-Tracker, Strings oder Verschattungswerte falsch eingestellt, bzw. sieht der falsche WR gar nicht vor)
Kommentiert 13, Nov 2014 von Dirk Gausmann (27 Punkte)
Hallo Jürgen,
erstmal danke für die gute Ausführung und gleichzeitig sorry über nur diese " schlechten Informationen ".

Habe einen Energieberater gehabt der mir 150 Euro abnehmen wollte und mir gesagt hat das er von dieser Sache keine Ahnung hat !!!

Info:
140 m2 Wohnfläche
Stromverbrauch ca.3500
2 Personen, davon einer " Werksduscher "
beide berufstätig
Ölverbrauch 1500 l ( nicht relevant , da durch Umbauarbeiten die Heizung und Warmwasser nicht benutzt werden konnte )
keine Anbindung an Heizung

geplant:
5 - 7 kWp OHNE Speicher
Brauchwasserwärmepumpe mit 250 - 300 l


Angebote:
Solarworld ( wegen Testsieger von mir ausgewählt ) von 1700 - 1900 Euro
einmal mit Kostal Wechselrichter und einmal mit SMA
Brauchwasserwärmepumpe mit  !! 400 L !!! Speicher für 3500 Euro ( Speicher zu gross )

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Sehr gerne nehme ich ihr Angebot an, da sie mir es neu berechnen.

Vom Speicher sehe ich erstmal ab da mir die 8000 Euro zu teuer sind, werde aber die Anlage so bauen das ich ihn jederzeit nachrüsten kann.

Jetzt schon einmal recht herzlichen Dank

Dirk Gausmann

3 Antworten

+1 Punkt
Beantwortet 24, Jul 2014 von Martin Werner (2,069 Punkte)
Hallo Herr Gausmann,

ich weiß nicht, ob ich alles richtig verstnden habe was Sie vorhaben und welche Informationen Sie bisher erhalten haben. Ich gehe also davon aus, dass Sie bei einem Jahresstromverbrauch von bisher 4000 kWh vorhaben eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 6 kWp (peak, engl. Spitze) zu installieren. Zusätzlich möchten Sie eine Brauchwasserwärmepumpe mit einem 300-400 l Warmwasserspeicher anschaffen.

Grundsätzlich kann das eine sinnvolle Sache sein, hängt aber sehr von den Gegebenheiten ab, Der Preis für die Amlage mit Solarworld-Modulen erscheint mir etwas hoch (der Anbieter möchte vielleicht lieber andere verbauen).

Wichtig bei der Gestaltung der Anlage ist vor allem, dass sie gut ausgelegt ist. D.h. die Anzahl und Verschaltung der PV-Module muss optimal auf den Wechselrichter abgestimmt sein. An dieser Stelle ist es wichtig einen seriösen Installateur zu haben, der die Auslegung richtig macht.

Die Wärmepumpe muss natürlich so installiert werden, dass ihr Strombedarf weitgehend mit überschüssigen PV-Strom gedeckt werden kann. Abhängig von der Anzahl Personen in ihrem Haushalt könnte evtl. ein größerer WW-Speicher sinnvoll sein.

Viel Glück bei der Auswahl ihrer Berater / Installateure.
+1 Punkt
Beantwortet 13, Nov 2014 von Geckler, Heinz (2,530 Punkte)
Hallo Dirk Gausmann,

ich betreibe seit fast genau einem Jahr genau diese Kombination PV + Brauchwasser-WP. Für die Aussage zur benötigten Energiemenge ist natürlich entscheidend, wie viele Bewohner mit der WP versorgt werden und welcher Komfort bzw. welches Nutzerverhalten anzusetzen sind. Wir sind in unserem Haushalt 5 erwachsene Bewohner und hatten dieses Jahr vom 01. Januar bis 31. Oktober einen Verbrauch von 996 kWh für die Brauchwasserbereitung.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang, eine WP auszuwählen, die entweder einen Schalteingang hat, um vom Wechselrichter aktiviert zu werden, oder besser noch die "Smart Grid Ready-Funktion". Bei dieser Funktion wird die WP nicht nur über die PV aktiviert, sondern es kann zusätzlich der WW-Sollwert angehoben werden. Wobei wir bei 5 Bewohnern unsere Wärmepumpe über eine eigene Steuerung ( die WP hatte damals diese Funktionen noch nicht ) so betreiben, dass sie fast ausschliesslich tagsüber mit eigenem Strom läuft. Bei einer elektrischen Anschlussleistung von ca. 500W für eine WW-WP reicht fast jede PV-Anlage um den Bedarf an den meisten Tagen des Jahres abzudecken.

Bei Interesse kann gerne schon einmal unsere Seite besucht werden, die gerade am entstehen ist:

http://test.energybrain365.de/startseite/

Dort können sowohl das Temperaturverhalten wie auch die Stromverbräuche und -Erzeugung im Gebäude visuell dargestellt werden.

Zum Thema Photovoltaik kann ich nur sagen, dass ich bisher mit Solarworld bestens gefahren bin. Mindestens 90% meiner bisher errichteten Anlagen laufen mit Solarworld. Ich habe dabei sowohl SMA wie auch Kostal Wechselrichter eingesetzt und bisher bei keinem der beiden Hersteller negative Erfahrungen gemacht. Hier ein paar Links zu PV-Anlagen mit Online-Monitoring:

http://www.solarlog-home0.de/md-schmid1/

http://www.solarlog-home0.de/md-schmid2/

http://www.suntrol-portal.com/de/page/pv-anlage-paradiesgaertli

http://www.suntrol-portal.com/de/page/hempel1

Um Fehlinterpretationen auf unserer Internet-Seite vorzubeugen: Wir betreiben eine Heizungs-Wärmepumpe und zusätzlich die Brauchwasser-WP. Den Gesamtverbrauch im Gebäude werden wir demnächst zusätzlich integrieren. Im Moment wird der S0-Zähler für die Darstellung des Eigenverbrauches im PV-Monitoring verwendet. Um die Daten zusätzlich auf der neuen Seite darzustellen müssen wir die S0-Signale noch vervielfältigen.
0 Punkte
Beantwortet 25, Jul 2014 von Erik Liebert (454 Punkte)
Ein etwas sinnhaftigeres Deutsch oder eine Art Rechtschreibung wäre richtig, da stimme ich meinem Vorredner zu.

Zur Brauchwasserwärmepumpe findet man hier auch Einiges, so dass es sich wederholt.

Vorteil: Aus 1 KWh Solarstrom  zu auf 20 Jahre gerechnet 11 ct/KWh können bis 4 KWh Wärme somit zu einem Preis von 11 ct/4= 3 ct produziert werden ( mal die Anschaffung der WP aussen vor) im Vergleich  zu mindestens 7 -10 ct/KWh Öl.

Wärmepumpenenergie kann also als eine der wirtschaftlichsten Arten der Energienutzung bezeichnet werden.

Ohne gross Werbung machen zu wollen findet man auf der Stiebel Eltron Seite dazu vieles, sogar Rechner, die einem dies belegen können.

Es gibt ein paar Punkte die zu beachten sind ( Mindestraumgrösse da dieser ja heruntergekühlt wird durch die Pumpe, Einbauhöhen, Kondensatablauf etc.) Preise für diese Technik on Top ca 3-5000 €.

Wer clever ist schmeißt auch den Ölkessel raus und ersetzt dies durch ne Wärmepumpe. Lässt sich wunderbar rechnen.

Bei denen, wo der Leidensdruck a la Putin noch nicht genügend gross ist, wird dieser Wunsch über kurz oder lang sicherlich aufkommen, da Öl ja sehr "SCHMERZHAFT" im Betrieb sein kann....auch wenn sich der Preis grad mal wieder kurzfristig entspannt hat der geht auch wieder richtig ab....

Also dann ran..einrichtiger Fachhandwerker rechnet dies alles dann in Euro und Armotisationszeit um.... viel Spass
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