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Wäre die Nachfrage nach Elektroautos nicht größer in Deutschland, wenn es auch hier ein Tempolimit gäbe?

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Eingestellt 24, Jun 2014 in Elektroauto, E-mobility von Anonym
So kommt es mir immer so vor, als ob es in Deutschland immer die Ausrede gibt, dass Elektroautos sowieso nur für die Stadt sind. Klar, wenn man mit 180h/km über die Autobahn rast ist jeder Akku schnell leer. Wäre ein allgemeines Tempolimit von 120 oder 130 nicht eine gute Lösung, dass die Nachfrage von Elektroautos in Deutschland steigt und die Luftverschmutzung zurückgeht?
   

5 Antworten

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Beantwortet 24, Jun 2014 von Erik Liebert (454 Punkte)
Ich weiß ja nicht ob der Fragesteller elektrisch unterwegs ist.... ich hab so eine Kiste und fahr damit auch Autobahn
(der fährt maximal 105 also knapp über LKW aber reichweitetechnisch ist man besser dahinter). die meisten eMobile, die bisher so unterwegs sind fahren auch in diesem Bereich.

Letztens hatte ich 40 km auf der Autobahn einen Tesla mit 90 hinter mir. Wieso? Weil der ausgefahren max 200 km statt der angegebenen 500 km fährt.

Das Problem ist sicherlich nicht das Tempolimit, bei den vielen Staus und Baustellen regelt sich das von alleine. Die Akzeptanz für 100 km Reichweite ist nicht da. obwohl man damit in der Praxis doch 80% erreicht.

Ich denke das wird wie in der PV, wenn der Stein erstmal rollt wird er unaufhaltsam und diese ganzen Zwitterlösungen a la Hybrid sind eben halt ein Teilabschnitt des Weges.

Was ich viel interessanter finde ist der elektrische Verbrauch: Ein Minimobil a la Twizzy liegt bei 6 KWh/ 100 km, ein Tesla oder ein Nissan Leaf liegen bei 20- 24 KWh/ 100 km. Ein BMW I3 soll sich wie auch der eGolf bei 14 KWh bewegen hmmm...  .

Also umwelttechnisch ist eher das Umdenken bei der Autogröße als das Tempolimit in meinen Augen ein Punkt und da muss der Staat ja nicht regulieren, obwohl er auch das könnte.

So gibt es das LiIon Twike ( ja ist auch ein Zweisitzer und darf auf die Autobahn mit 100 km/h) mit einer 500 km Batterie...die ist schätze ich mal so groß wie die im eGolf, bei dem diese für 190 km gut sein soll.

Ein eAuto Fahrer braucht aufgrund der begrenzten Reichweite zunächst kein Tempolimit, da er im Interesse seines Zielpunktes und mangels schneller Nachlademöglichkeiten ( Tankstellen) automatisch sehr ökonomisch unterwegs ist.

Und für den Spass gibts den Stadtverkehr, wo man die meisten Stinker mit seinem kleinen Ökomobil stehen lässt und im Stau und an der Ampel keine Abgase sinnlos in die Luft dampfen.

Ist schon eine schöne Sache so ein Elektroauto...

Ich kann nur einladen auch so etwas zu nutzen denn jede Revolution beginnt ja im Kleinen...
+2 Punkte
Beantwortet 24, Jun 2014 von E-Auto.TV (712 Punkte)

Aktuell würde die Nachfrage aus meiner Sicht dadurch nicht steigen, da die allgemeine Reichweitenangst über allem schwebt. Fakt ist, dass auch schon bei Tempo 120 oder 130 der Verbrauch durch den höheren Luftwiderstand wesentlich ansteigt im Vergleich zum "empfohlenen" Mitschwimmen mit LKW mit 95 km/h. Zusätzlich ist der Einsatz der Nebenverbraucher wie Heizung und Klimaanlage für die Reichweite entscheidend. Was genau wie wirkt, habe ich in einem eigenen Blog-Beitrag vor einiger Zeit zusammengefasst: Reichweite-Variablen im Elektroauto

Wer heute Elektroauto fährt, ist davon inhaltlich überzeugt und dann auch bereit nicht schneller als 100 km/h zu fahren, um akzeptable Reichweiten zu erzielen. 

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Beantwortet 24, Jun 2014 von Jörg Tuguntke (1,368 Punkte)
Moin, moin,

 

Herr Liebert hat das eigentlich schon toll und umfassend beschrieben.

Dazu muß noch Folgendes angemerkt werden (was Herr Liebert vermutlich bestätigen kann): Die meisten "Gegenstimmen" kommen von Personen, die noch nie so ein Gefährt benutzt haben.

Mag ja daran liegen, daß der Mensch ein Gewohnheitstier ist. Kann auch sein, daß die allgemein auf dem Markt genannten Preise recht ansehnlich sind.

Aber sonderbar ist es schon, daß Leute nach "Reichweite" schreien, die in der ganzen Woche nicht mehr als 70 km fahren (und das an 5 Tagen).

Ich habe mich auf der Intersolar echt in das Voltomobil E8 "verguckt". Wenn ich einen Abnehmer für meinen Changhe Kleinbus gehabt hätte, hätte ich mir den direkt dort bestellt. Reichweite ist in der City vollkommen ausreichend, ebenso die Geschwindigkeit. Mit dem kleinen Flitzer (7cm länger als ein SMART) käme jeder Pflegedienst in jeder Stadt klar.

Was man allerdings bei diesen "preiswerten" Modellen auch zugestehen muß, sie bieten nicht den Luxus den "wir" gewohnt sind.  Die Ausstattung erinnert doch mehr an Käfer / R4 / Ente. Komisch, daß WIR damals damit klar kamen, heute nicht mehr.

Eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen würde -nach meiner Meinung- nicht viel ändern, schon heute müssen die Trucker schleichende PKWs (Benzin & Diesel) auf der Autobahn überholen, weil sonst die Terminvorgaben platzen.

mfg  tugu
+1 Punkt
Beantwortet 25, Jun 2014 von Wolfgang Hartmann (394 Punkte)
Moin, Moin,

 

ich glaube auch, eine Geschwindigkeitsbegrenzung benötigen wir nicht. Die machen wir uns durch Baustellen, Geschwindigkeitsbegrenzungen und so weiter selbst.

Wenn ich bei meiner Autonutzung im Vertrieb ( Strecken sind Landstraße, Stadt und Autobahn = gemischt), am Bordcomputer die Durchschnittsgeschwindigkeit ansehe, liege ich oft nur knapp über 50Km/Stunde.

Ich glaube, ein dichtes Netzwerk zur Ladung der Akkus ist wichtig. Zu Hause haben wir Steckdosen. Wenn wir aber die Möglichkeit hätten, auch während der Arbeitszeit, beim Arbeitgeber, oder auch beim Kunden, nachzuladen und wir mehrere kurze Ladestops bei den Einkaufsmärkten haben, glaube ich,  setzen sich die E-Mobile mehr und mehr durch.

Ich sehe eine interessante Entwicklung auch bei den E-Fahrrädern, denn es gibt die Möglichkeit der 1% Regelung, wie bei Firmenwagen. Damit sind die Fahrräder für den Anwender nicht mehr so teuer in der Anschaffung (z. B. nach 3 Jahren) und die Beziehung zwischen Mitarbeiter und Firma wird gestärkt. Das führt dazu, dass hier in der Region Ostfriesland schon sehr viele, auch jüngere Leute,  E-Bikes fahren.
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Beantwortet 29, Jul 2014 von Andreas Iliou (844 Punkte)
...sehr ähnlich , Ich fahre seit 1 1/2 Jahren einen Elektro Roller in München,

es ging Ihm noch nie die Puste aus, jedem gefällts aber die erste Frage ist:

Was machst wenn die Batterien leer sind ?!

Waren Sie im Stadtverkehr von München nie, allerdings ist dies ein KO Kriterium für viele.

 

Wie auch immer 40km sind mehr als genug , auch wenn er theoretisch 80km schaffen sollte.

Man fährt gar nicht soviele km wie man immer meint....

Cheers

Andreas
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