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Nissan Leaf: Batterie kaufen oder mieten, wer hat welche Erfahrungen bzw. was spricht jeweils dafür/ dagegen?

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Eingestellt 10, Jun 2014 in Elektroauto, E-mobility von Jürgen König (394 Punkte)
   
Kommentiert 11, Jun 2014 von Jürgen Schäfer (221 Punkte)
Aus meiner Sicht muß man an das Miet/Kauf-Thema mit anderen Augen heran treten.
Wenn mir der Akku gehört, möchte ich diesen Akku auch behalten und -egal wo ich bin- aufladen.
Wenn ich den Akku miete, möchte ich einen vollen Akku haben, der kann selber geladen werden oder gegen einen anderen vollen Akku getauscht werden.
Ein Mietakku gehört nicht mir, sondern dem Anbieter. Daher muß der Anbieter auch dafür sorgen, daß der Akku funktioniert und mir Energie zur Verfügung stellt.
Die Zukunft wird es bringen, daß es Akku-Wechselstationen gibt, bei denen Akkus getauscht werden. Da ich nur die Energie brauche, nicht den Akku als Eigentum, interessiert mich das Alter und die Kapazität des Akkus nicht.
Deshalb mieten.
Smart macht es vor: dort kostet der Kaufakku deutlich mehr als der Leasingakku.

Gruß Jürgen Schäfer, 11.06.2014

1 Antwort

+1 Punkt
Beantwortet 10, Jun 2014 von E-Auto.TV (712 Punkte)
Beim Mitsubishi i-MiEV wurde festgestellt, dass die Akkukapazität innerhalb der ersten fünf Jahre recht linear um jeweils 2% abnimmt. Ähnliches wurde bei Umfragen zum Tesla Roadster festgestellt und ist in Einzelgesprächen mit Elektroauto-Nutzern herauszuhören. Einige Quellen habe ich in meinem Blog zusammengestellt: http://e-auto.tv/e-fakten#Akku-Haltbarkeit

Ich weiß auswendig nicht, wie die Mietakku-Garantie beim Nissan Leaf aufgestellt ist, vermutlich bei Unterschreitung von 80% (oder sogar 75%) der ursprünglichen Kapazität wird ausgetauscht. Demnach würde ein Kaufakku vermutlich 10 Jahre halten, bis sie so einen Anspruch hätten. Jetzt einfach die anfallenden Mietkosten für die 10 Jahre mit der Kaufpreisdifferenz zum Kaufakku vergleichen und Sie haben eine wirtschaftliche Grundlage.

Davon unabhängig ist immer wieder im Gespräch, ob man mit einem gemieteten Akku Anspruch auf einen vorzeitigen Akku-Tausch nach Ablauf der Grundmietzeit hat, wenn es dann die nächste (bessere) Akkugeneration gibt. Wenn dies vertraglich fixiert wurde, könnte dies natürlich ein Argument für mehr Reichweite im selben Fahrzeug sein. Meist gehört dazu aber nicht nur die Hardware Akku, sondern ggf auch geänderte Technik im Auto und ein neues Stück Software. Ob das kompatibel ist, wage ich nicht zu beurteilen.

Und zuletzt: ein Auto mit gemietetem Akku lässt sich gebraucht etwas schwerer verkaufen, da der Mietvertrag vorzeitig aufgelöst und auf den neuen Auto-Eigentümer übertragen werden muss. Ob dann Ablösungskosten entstehen, ist ebenfalls nur dem Vertrag zu entnehmen. Ein Verkauf ins Ausland bzw. ein Kauf vom Ausland wird dann noch ein Stück schwerer.

Mein Fazit: ich persönlich würde nur kaufen.
Kommentiert 11, Jun 2014 von Jürgen König (394 Punkte)
Vielen Dank.
Nissan garantiert 5 Jahre bzw. 100.000 km 75% der Batteriekapazität beim Kauf.
Bei der Miete wird 75% während der Mietlaufzeitlaufzeit garantiert.
Die Batterie kostet 5.900 €. Die Miete (z.B. bei 15.000 km p.a.) kostet 86 €, also in knapp 6 Jahren ist der Kauf amortisiert.
Als Käufer eines gebrauchten Fahrzeuges wäre mir lieber, wenn ich wüsste, der Akku wird im Rahmen eines Mietvertrages ersetzt, anstatt, dass ich einen ca. 5 Jahre alten Akku kaufe, der nicht mehr die volle Kapazität hat und das Risiko besteht, dass er in der Performance sich weiter verschlechtert (unter 75% der Leistung kommt) oder etwa vollständig ausfällt.
Kommentiert 11, Jun 2014 von E-Auto.TV (712 Punkte)
Dass der Akkuleistung unter 75% fällt, dürfte nach den bisherigen Erfahrungen entsprechend erst nach mehr als 10 Jahren der Fall sein. Es ist zu erwarten, dass bis dahin die Akkupreise noch einmal deutlich gefallen sein werden und eine neue Batterie dann nicht 5.900 EUR, sondern vielleicht 2.000-3.000 EUR oder noch weniger kosten wird.

Wollen Sie selbst das Auto so lange fahren? Ich denke, dass die momentanen Early-Adaptors auch bei den zukünftigen E-Fahrzeugen ganz vorne dabei sein werden und vermutlich sowieso nach 3-4 Jahren in die nächste Fahrzeuggeneration umsteigen. Dies sollte eher Entscheidungskriterium sein.

Zuletzt: Wenn die E-Autos breiter in der Gesellschaft "ankommen", dann wird eine hohe Nachfrage nach Gebrauchten auf ein bisher kleines Angebot stoßen.
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