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Wo finde ich denn Tools zum berechnen von Photovoltaik Anlagen in Verbindung mit einem Speicher?

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Eingestellt 5, Mär 2014 in Photovoltaik von Anonym

Wo finde ich die besten Tools bzw. Rechner, um mir errechnen zu lassen, was für eine PV-Anlage und mit welchem Speicher für mich Sinn macht?

   

2 Antworten

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Beantwortet 5, Mär 2014 von Schmidt-Gütter (284 Punkte)

Eine Google-Suche nach "Photovoltaik Anlage Speicher berechnen" liefert jede Menge Links dazu. Am besten gefällt mir dieser hier: http://www.donauer.eu/de/service-wissen/planungstools/eigenverbrauchsrechner/   (erfordert Flash-Plugin und etwas "spielen"... ich konnte jedenfalls das Tool erst verstehen, nachdem ich einige Fälle mit manueller Kontrolle berechnet hatte).

Uneingeschränkt empfehlen kann ich allerdings keines der bisher gesehenen Berechnungs-Tools - zu oft werden dort klassische "Milchmädchenrechnungen" aufgestellt. Aber das vorstehend genannte Tool berücksichtigt schon mal eine ganze Menge der für so eine Berechnung relevanten Faktoren in Sachen Photovoltaik und Speicher - und taugt deshalb für eine erste grobe "Hausnummer". Allerdings bin ich auch hier über einige Ungereimtheiten gestolpert, z.B. was den Einfluss der Jahreszeiten betrifft oder die angenommene Lebensdauer der Komponenten...

Das Problem von "was für mich Sinn macht" ist generell, dass dabei auch Faktoren einfließen, die sich nicht so einfach in Zahlen fassen lassen, zum Beispiel:

  • Strebe ich einen hohen Autarkiegrad an oder einen maximalen Eigenverbrauch des erzeugten Stroms an?  Oder stehen eher "Rendite" bzw. "Wirtschaftlichkeit" im Vordergrund?
  • Bin ich ggf. bereit, mein Verbrauchsverhalten zu ändern, um den erzeugten Strom im Sinne des vorigen Punktes besser nutzen zu können?
  • Muss mich die Photovoltaikanlage auch im Winter voll  -oder zu x %-  versorgen... oder reichen mir die Sommermonate?
  • Bin ich bereit, Strom ins Netz einzuspeisen - und damit Unternehmer zu sein, Umsatzsteuer zu zahlen, mich mit der IHK, dem Finanzamt und anderen Behörden auseinanderzusetzen? Oder wähle ich die PV-Anlage lieber so klein, dass ich im Sommerhalbjahr alles selbst verbrauchen kann -ggf. mit 100% Autarkie-  , aber im Winter Strom ganz regulär aus dem Netz beziehe (oder noch andere Stromquellen erschließe, z.B. Wind, BHKW, Notstromaggregat)?
  • Zu welchem Preis kann ich PV-Module bzw. Speicher bzw. elektronisches Zubehör erwerben? Wie lange werden die Komponenten voraussichtlich halten?
    • Wer mir zum Beispiel für einen Bleiakku 15 Jahre verspricht, lügt wahrscheinlich...
  • Wieviel Kapital kann ich einsetzen?  Will ich lieber viel auf einmal investieren und lange "Ruhe" haben - oder eher einen schnellen "Return of Investment"... und dafür  schneller wieder reparieren bzw. investieren müssen ?
  • und so weiter...

Letztlich halte ich es für besser, selbst eine Tabellenkalkulation zu starten und eigene Berechnungen gemäß den eigenen Prämissen und Möglichkeiten vorzunehmen. Aber immerhin mag das oben genannte Tool dabei als Inspiration ganz brauchbar sein...

 

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Beantwortet 7, Mär 2014 von Jörg Tuguntke (1,368 Punkte)
Moin, moin,

ich finde z.Bsp. diesen  http://www.ibc-solar.de/solarstromrechner/  hier ganz gut, es wird nicht so "schöngerechnet".

 

mfg  tugu
Kommentiert 8, Mär 2014 von Schmidt-Gütter (284 Punkte)
Hm. Ich habe das gute Stück doch gleich mal ausprobiert... und finde, dass es eben gerade so ein klassischer "Schönrechner" ist.
Im Detail:  
(++) superschickes, modernes Design, ehrlich;  
(+) etwas ausführlicher als manches Produkt der Mitbewerber;  
*ABER* (-) keine Angaben zur Größe eines sinnvollen Speichers,
(-) "Kundenfänger" (Interesse? => Vertreter bzw. Angebot bestellen. Ist die Firma erst einmal im Haus, wird es schnell anstrengend...);  Vor allem aber der Kardinalfehler der meisten Tools dieser Art: (---) Eigenanteil bzw. der damit verbundene Umsatz wird offenbar mit Kosteneinsparung verwechselt.

Das Ergebnis ist dann immer dasselbe: Investiere möglichst viel - und frage ja nicht nach, ob Du das Geld jemals wieder "rein kriegst".
Dabei könnte ich mir alternativ die Investitionssumme auch nehmen oder leihen(!), davon meinen "ersparten" Verbrauch bei einem "100% Ökostrom"-Anbieter bezahlen und den Rest einem Umweltprojekt spenden  -  vielleicht wäre so der Nutzen für Umwelt und Klima sogar noch größer als mit der empfohlenen Solaranlage...
Warum nur habe ich bei solchen Angeboten immer so ein würgendes Gefühl ?
Kommentiert 8, Mär 2014 von Jörg Tuguntke (1,368 Punkte)
Moin Herr Schmidt-Gütter,

nach Ihrer Logik, darf man die selbsterzeugte und genutzte Energie NICHT mit dem sonst üblichen Entgeld gegenrechnen?? DANN lohnt sich KEINERLEI Selbsterzeugung. Nach dieser Logik lohnt sich ja (finanziell) nicht, die Autonutzung durch Fahrradnutzung zu ersetzen.  
Außerdem kann KEINER dieser "Modellrechner" eine vernünftige Beratung ersetzen.
Und die wird, haben Sie bestimmt gesehen wenn Sie weitergeklickt haben, nicht durch IBC-Solar selbst -sondern unabhängig- erfolgen (und nur, wenn es ausdrücklich gewünscht wird).

mfg  tugu.
Kommentiert 9, Mär 2014 von Schmidt-Gütter (284 Punkte)
Moin Herr Tuguntke,

Natürlich darf man die selbst erzeugte und genutzte Energie mit dem sonst üblichen Entgeld gegenrechnen.  *ABER*  man sollte realistischerweise dabei auch den Aufwand in Rechnung stellen, den man für die "Produktion" hatte, hier also insbesondere die Kosten der Investition bzw. der (virtuellen) Kapitalbeschaffung der Photovoltaik Anlage und des Speichers.

Bei den meisten Angeboten für Photovoltaik  *mit*  Speicher, die ich bislang gesehen habe, liegt dann allerdings -noch-  ein Verlustgeschäft vor. Das ändert sich erst in dem Moment, wo man außer dem Strom auch die "nebenbei" anfallende Abwärme der Module mit nutzt...

Und was die Beratung betrifft: Die ist sicher nötig - irgendwann. Aber ich finde es nicht fair, Sachinformationen zurückzuhalten, die man problemlos auch so geben könnte. Wie z.B. die Größe des Stromspeichers, die der Berechnung im Tool zugrunde gelegt wurde... und auch für den Preis darf man ruhig schon mal eine "Hausnummer" nennen. Finde ich jedenfalls ;-)
Kommentiert 9, Mär 2014 von Jörg Tuguntke (1,368 Punkte)
Moin Herr Schmidt-Gütter,

meine absolute Zustimmung für diesen Satz: "Bei den meisten Angeboten für Solarenergie  *mit*  Speicher, die ich bislang gesehen habe, liegt dann allerdings -noch-  ein Verlustgeschäft vor. "

Ich bin noch immer immer gegen weitergehende technische Informationen, da ein "Programm" oder auch eine "Ferndiagnose" die baulichen Möglichkeiten vor Ort nicht beurteilen können.
Preisangaben habe den Nachteil, man muß dann auch bereit sein später dafür zu leisten. Allerdings darf man sich dabei nicht zuweit auf die "sichere Seite" rechnen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Dann muß man in dieser Branche ja auch noch die (fast täglichen) politischen Veränderungen berücksichtigen.
Ich gebe auch KEINEM potentiellen Kunden einen "Preisrahmen", bevor ich das Objekt nicht selbst gesehen habe (und den eigentlichen Kundenwunsch ergründet habe).

mfg   tugu
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