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Photovoltaik-Indachanlage Haltbarkeit Preise

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Eingestellt 10, Sep 2013 in Photovoltaik von Anonym

Wie haltbar ist ein Dach mit integrierter Photovoltaik-Anlage?

Ich finde die integrierten Photovoltaik-Anlage sehr ansprechend und ästhetisch. Nun bin ich am überlegen, ob wir diese Lösung bei der Sanierung unseres Daches einsetzen. Die Frage ist nun, wie haltbar ist dann so ein Dach? Was ist, wenn eines der Module kaputt geht? Um wie viel Prozent teurer ist so ein Dach verglichen mit einem Ziegeldach?

   

2 Antworten

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Beantwortet 23, Sep 2013 von Martin Denz (50 Punkte)

Gerade im Zuge der Hagelschäden in Deutschland steht nun oft die Sanierung des Daches an, welche oft auch mit Einhaltung der neuen Wärmeschutzmaßnahmen (zusätzliche Dämmung) verbunden ist. Eine dachintegrierte PV-Anlage ist hier eine gute Lösung, da die Solarmodule die Dachbedeckung stellen und damit z.B. keine Ziegel hierfür gekauft und gelegt werden müssen. Moderne Dachintegrationssysteme haben ähnliche Haltbarkeiten wie Solarmodule, die durchaus 25 Jahre betragen können. Wir haben z.B. im Hochschwarzwald eine Dachintegration vor 13 Jahren aufgebaut, die noch heute gut dicht ist und auch höheren Schneebelastungen standhält. Bei der Auswahl des Dachintegrationssystems sollten bewährte Hersteller, die mindestens 10 Jahre Erfahrung aufweisen, eingesetzt werden. Für den Austausch evtl. defekter Module empfehlen sich z.B. Systeme mit Schindeltechnik für Solarmodule ohne Rahmen. Das Ganze sieht schick aus und einzelne Module können durch hochschieben einfach aus dem Feld entnommen werden. Es gibt auch sehr schöne Lösungen mit Solarmodulen mit Spezialrahmen von Roto Frank, die jahrzehntelange Erfahrung in der Fenstertechnik haben und daher eine gute Dachdichtigkeit sicher garantieren. Diese Systeme sind etwas teurer, aber dafür auch sicher und optisch sehr ansprechend. Alternativ kann die Laminattechnik in Schindelbauweise mit Laminaten von alfasolar gewählt werden (z.B. System Kappa von Mounting Systems) . Diese Lösung liegt auch flach auf dem Dach, ist jedoch günstiger und nicht so aufwendig. Die genauen Mehrkosten differieren sehr, so dass ein pauschaler Wert der Mehrkosten nicht genannt werden kann. Durch Einsparung der Dachhaut an der Stelle relativieren sich jedoch die Mehrkosten. Zu berücksichtigen ist auch, dass bei Dachintegration der Ertrag der Solaranlage ca. 4-6 % geringer ausfallen kann, da die Module im Betrieb wärmer sind. Eine Unterspannbahn ist bei jedem System zu empfehlen, da ansonsten Taufeuchte in die darunter liegende Isolierung einziehen kann.

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Beantwortet 20, Sep 2013 von Jörg Wedler (247 Punkte)

Pauschal beantwortet, wird eine solche Indachanlage rund 10% bis 15% teurer als eine Aufdachanlage sein. Rechnerisch kann man nur den Entfall des Ziegels und die damit verbundenen Kosten sehen. Im Neubau würde ich eine Kostenneutralität annehmen. Natürlich ist im Reparaturfalle, falls ein Generator defekt geht ( aus welchen Gründen auch immer ), die Arbeit aufwendiger und viel schwieriger zu erledigen, als bei einer nicht integrierten Anlage. Da aber äußerliche Schäden, z.B. Hagel, im Betriebszeitraum nicht ausgeschlossen werden können, sollte man dies vorab bedenken. Auch der Ertrag, verursacht durch eine schlechtere Hinterlüftung, kann nicht mit einer Anlage oberhalb der Ziegel verglichen werden. Hier sollten schon vorab Lüfterziegel ober- und unterhalb des Generatorfeldes mit projektiert werden, um die Ertragsschwächung zu minimieren. Der Wert von rund 5% weniger Ertrag, als eine Aufdachanlage, kann als Grundlage zur Berechnung mit hinzugezogen werden, auch wenn Ausrichtung und Neigung bei dieser Berechnung eine Rolle spielen.

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