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Heizen und Stromversorgung mit Solarthermie und Photovoltaik

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Eingestellt 22, Nov 2012 in Solare Wärme, Heizen von Anonym

Was sind die besten Komponenten für solares Heizen?

   
Kommentiert 1, Sep 2015 von Jürgen Eiselt (128 Punkte)
Bearbeitet 1, Sep 2015 von Jürgen Eiselt
Eine Kombination Photovoltaik und/oder Kleinwindanlagen mit einem Stromspeicher UND Solarthermie/Wärmepumpe UND Wärmepufferspeicher sind technisch ausgereift, wirtschaftlich sinnvoll, finanzierbar und von uns schon projektiert. Alternativ rentieren sich als Heizungen auch Infrarotheizungen.
Wichtig hierbei sind die bisheren Verbrauchswerte und Gebäudedaten. Welche Maßnahme sich rentiert, ergibt sich aus einer individuellen Einsparprognose. Weitere Infos auch hier:

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Beantwortet 22, Nov 2012 von Timo Leukefeld (152 Punkte)

Die besten Komponenten für eine Solarheizung mit hohem solarem Deckungsgrad hängen immer vom Einzelfall ab. Eine Stromheizung mit Photovoltaikstrom antreiben zu wollen ist nicht sinnvoll, ja sogar widersinnig. Das hat verschiedene Ursachen. Zum Beispiel überlappen Angebot und Nachfrage kaum. Etwa 80 Prozent des Solarstroms wird im Sommerhalbjahr erzeugt, über 80 Prozent des Heizstromes wird im Winterhalbjahr gebraucht. Photovoltaikstrom zum Heizen zu speichern ist extrem unwirtschaftlich: Investition etwa 300 – 1.000 Euro/kWh je nachdem welcher Akkutyp. Das geht im Langzeitwärmespeicher (Wasser) wesentlich günstiger mit 10 - 30 Euro/kWh. Im Winterhalbjahr, also dann wenn die Heizenergie gebraucht wird, ist die Effizienz der Solarthermie etwa 2-3 mal höher als die der Photovoltaik. Wenn Sie ein typisches effizientes Einfamilienhaus KfW 55 zum Beispiel bei -10°C Außentemperatur beheizen, liegt der Tagesheizwärmeverbrauch etwa bei plus minus 100 kWh für Heizung und Warmwasser (in Ihrem Beispiel also elektrische Energie). Dazu noch etwa 10 kWh/d für den Haushaltsstrom. Hier bewerben einige Anbieter Akkus, die mit Nachtstrom aufgeladen werden. Wie groß soll der mit billigem Nachtstrom aufgeladene Akku sein, um damit die Stromheizung zu versorgen? Zumal die Zeit des preiswerten Nacht- und Wärmepumpenstromes im Winterhalbjahr auf Grund der TEMPERATURSENSIBILITÄT DES STROMMARKTES bald vorbei sein dürfte. Der Leistungsbedarf im Winter steigt mit jedem Grad Celsius tieferer Außentemperatur, gleichzeitig haben wir in der Zeit viel zu wenig erneuerbaren Strom. Wird in Zukunft noch mehr mit Strom geheizt, müssen fossile Spitzenlastkraftwerke nur für die kalte Heizzeit gebaut/angefahren werden, die den Rest des Jahres also über 9 Monate still stehen. Das gibt dann in der kalten Heizperiode Spitzenpreise für den erzeugten Strom, der dann dank der intelligenten Zähler auch den Stromheizern zugeordnet und einkassiert werden kann. Der solare Deckungsgrad solcher PV-Stromheizlösungen, also die Frage wie viel von meinem Energieverbrauch kann ich tatsächlich durch die selbst erzeugte Solarenergie abdecken, liegt in der Praxis in neuen Einfamilienhäusern (außer Passivhaus) je nach Gebäude und Nutzungsart bei Luftwärmepumpen mit Arbeitszahl von 3 bei etwa 20-35 Prozent bei Stromdirektheizungen noch weit darunter. Das bedeutet man muss den überwiegenden Teil der elektrischen Energie aus dem Netz holen, mit allen Abhängigkeiten und enormen Preissteigerungen der Zukunft. Allein Ende nächsten Jahres liegt der Strompreis nach neuesten Angaben dann etwa bei 29 Cent/kWh. Stromheizungen könnten somit zur teuersten Art der Gebäudebeheizung werden. Wer sich also mit Solarstrom hochgradig selbst versorgen möchte, der muss vor allem den Stromverbrauch senken und nicht erhöhen!!!! Ein solches sehr bekanntes Beispiel für das Heizen mit Solarstrom wurde von Spiegel TV kritisch begleitet: http://www.spiegel.tv/filme/energieeffizienzhaus-plus/ Sonnenerwärmte Grüße Timo Leukefeld www.timo-leukefeld.de

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