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Inselanlage: ich suche eine Schaltung, die automatisch auf Netzstrom geht, wenn der Solarakku leer ist.

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Eingestellt 14, Apr 2017 in Energiewende von water_mark

Ich habe auf meiner Terasse eine kleine Spielerei installiert. Eine 150ah batterie, einen 1000w Sinuswechselrichter und eine 120w Solarzelle. als Verbraucher einen Kühlschrank, der mir mein Bierchen kühlt, wenn es warm ist. 

Ich suche eine Schaltung, mit der der Kühlschrank ans Netz geht, wenn der Sonnenstrom nicht ausreicht und automatisch wieder auch solar, wenn die Batterie wieder voll ist.

Kennt jemand so etwas? Im Prinzip wie eine usv vom Computer, nur anders herum...

Gruss und danke


   

2 Antworten

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Beantwortet 24, Apr 2017 von Geckler, Heinz (2,530 Punkte)

Hallo water_mark,

ich gehe davon aus dass Du zu diesem Wunsch hier von keinem wirklichen Experten eine Antwort bekommst. Eine Funktion wie von Dir gewünscht ist eigentlich keine Inselanlage ( dort gibt es keinen Netzanschluss ) sondern eine Netzersatzanlage mit PV und Speicher. Eine normkonforme Anbindung wird sich mit vertretbarem Aufwand und Kosten nicht realisieren lassen. Ich hoffe, dass auf diesem Portal keine "Bastellösungen" verbreitet werden, bei denen im Falle eines Falles niemand die Verantwortung übernimmt.

Gruß, Heinz

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Beantwortet 28, Apr 2017 von Axel Horn (448 Punkte)

Wenn der Wechselrichter einfach keinen Strom mehr hergibt, würde ein daran angeschlossenes Hilfsrelais zusammen mit dem Kühlschrank abgeschaltet. Und dabei mit einem mehrpoligen Umschalter Phase und Neutralleiter vom Wechselrichter auf den normalen Netzanschluss umschalten. Nichts anderes passiert, wenn man den Stecker am Wechselrichter abzieht und in die Terassensteckdose einstöpselt. Und jetzt bin ich natürlich neugierig, gegen welche Norm eine solche Schaltung eventuell verstößt.

Kommentiert 29, Apr 2017 von Geckler, Heinz (2,530 Punkte)
Hallo Herr Horn,
ganz so einfach ist der Vergleich leider nicht. Wenn Sie den Stecker am Wechselrichter ausstecken und an der Terrassensteckdose wieder einstecken haben Sie zu 100% eine Trennung der Netze. Selbst in ( egal welchem ) Fehlerfall kann niemals eine Verbindung zwischen Stromnetz und Wechselrichter hergestellt werden. Deswegen schreibt die Norm bei allen automatischen Netzersatzschaltungen verschiedene Sicherheitsmeschanismen vor.
Gruß, Heinz Geckler
Kommentiert 29, Apr 2017 von Axel Horn (448 Punkte)
Hallo Herr Geckler, danke für die freundliche Erläuterung. obwohl ich mich als "kein wirklicher Experte" geoutet habe. ;-)

Die Problematik ist ja auch aus hydraulischen Systemen bekannt. So ist es inzwischen unzulässig, die Nachfüllung einer Heizungsanlage über einen einfachen Wasserschlauch laufen zu lassen, weil durch diesen Heizungswasser ins Trinkwasser gelangen kann (das dann keines mehr ist).

Mich würde nun durchaus interessieren, wie weitgehend die vorgeschriebenen Sicherheitsmechanismen sind. Rein technisch betrachtet halte ich einen allpoligen Umschalter für ausreichend. D. h. der Kühlschrank hängt mit Phase und Neutralleiter am Wurzelkontakt, und der Relaisschalter muss sich jeweils vom Kontakt zum Wechselrichter lösen, um den Kontakt zum Stromnetz zu schließen. Erde sollte immer Erde sein, oder? Vielleicht gibt es ja besondere zertifizierte Relais, die für so etwas vorgesehen sind.

Fazit: Energiewende von unten geht besser mit thermischen Systemen, die nicht so heftig reglementiert sind wie die Stromnetze.
Kommentiert 29, Apr 2017 von Geckler, Heinz (2,530 Punkte)
Bearbeitet 29, Apr 2017 von Geckler, Heinz
Hallo Herr Horn,
ich finde vor allem auch den Austausch unter Experten aus verschiedenen Gewerken in diesem Portal sehr interessant. Das sicherheitstechnisch größte Problam bei der von Ihnen beschriebenen Schaltungsvariante ist folgendes:
Es kann vorkommen, dass z.B. Der Schaltkontakt für den N-Leiter umgeschaltet wird, der Kontakt für den L-Leiter aber "kleben" bleibt. Dann besteht über die Wicklung im Verdichter eine direkte Verbindung vom Netz zum Ersatzstromkreis.
Leider bin ich kein Experte für Ersatzstromversorgung und die dort zu berücksichtigenden Normen. Somit kann ich hier nur erläutern was meiner Meinung nach nicht gemacht werden sollte. Einen fachlichen Rat zu einer normgerechten Ausführung kann ich deswegen leider nicht geben. Den einzigen Hinweis den ich dazu geben kann ist, dass wegen der Einfehlersicherheit immer 2 solcher Umschaltrelais in Reihe geschaltet werden müssen. Dass 2 Relais gleichzeitig nicht korrekt arbeiten ist sehr unwahrscheinlich. Selbst wenn das aber der Fall wäre sind 2 Fehler vorhanden. Fehlfunktionen bei gleichzeitigem Auftreten von 2 Fehlern kann aber nahezu nicht verhindert werden. Ich weiß leider nicht wie ich hier eine Grafik oder ein pdf einfügen kann, sonst könnte ich zur Verdeutlichung die Schaltung der Umschaltbox von SMA einfügen.
Gruß, Heinz Geckler
Kommentiert 29, Apr 2017 von Axel Horn (448 Punkte)
Danke für die gehaltvolle Antwort. Damit sollte jeder Fachmann auch ohne Grafik etwas anfangen können - und Laien dürfen an solche Schaltungen ohnehin nicht ran. Das Problem mit dem Anhang ist übrigens ein Fehler bei Top50-Solar: Dateien (z. B. Fotos) können nur bei Antworten eingefügt werden, aber nach einer Antwort lässt einen das System nur noch kommentieren.
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