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Wartung einer Solathermie Anlage - wie oft sollte man diese warten lassen?

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Eingestellt 30, Jun 2015 in Solare Wärme, Heizen von Frauke B.

Und was kostet die Wartung?

   

2 Antworten

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Beantwortet 7, Jul 2015 von Axel Horn (448 Punkte)

Eine richtig dimensionierte und ordentlich gebaute Solarthermieanlage braucht keine regelmäßige Wartung. Die wichtigsten Checkpunkte kann man auch als Anlagenbetreiber abhaken:

  • Das Manometer am Kollektorkreis ist im grünen Bereich
  • Das Solarkreismedium ist klar und nicht stark verfärbt
  • Bei Sonnenschein wird der Kollektor nicht gleich knallheiß, sondern liefert Wärme an den Speicher.
  • Keine Fehlermeldung am Solarregler

Der Installateur sollte bei einer Einweisung detaillierte Hinweise geben, wo sich bei der konkreten Anlage ein Hinschauen lohnt.

Eine Wartung ist erst dann erforderlich, wenn es an einem der Checkpunkte kein Okay, sondern ein kräftiges Fragezeichen gibt. Wenn aber häufiger als alle zwei Jahre echte Wartungsarbeiten erforderlich werden, stimmt etwas an den Reglereinstellungen oder am Anlagenkonzept nicht.

Wichtig: Bei gefallenem Anlagendruck immer mit vorgemischtem Solarkreismedium nachfüllen, nie mit Wasser!

Unabhängig davon sollte man Anfang Herbst den Frostschutz im Kollektorkreis prüfen lassen. Es passiert zwar extrem selten, kommt aber vor, dass durch eine Undichtigkeit am Wärmetauscher das Solarkreismedium (Frostschutz) ganz langsam durch Wasser aus der Anlage verdünnt wird. Das kann hinsichtlich des Anlagendrucks unauffällig sein, lässt aber bei Frost den Kollektor auffrieren.

Der Frostschutz lässt sich in Eigenregie wie folgt überprüfen: In der Nacht (sonst Verbrühungsgefahr!) an einem Füll- und Entleerungshahn (vom Installateur zeigen lassen) ganz vorsichtig eine sehr kleine Menge Solarkreismedium in einem Plastikgefäß auffangen. Wenn das im Tiefkühlfach flüssig bleibt, dann ist der Frostschutz normalerweise noch in Ordnung. Bei der Gelegenheit lässt sich auch überprüfen, ob das Solarkreismedium die hohen Temperaturen im Sommerbetrieb gut überstanden hat. Übrigsn: kleine Mengen Solarkreismedium dürfen über die Kanalisation entsorgt werden.

Wer als Anlagenbetreiber diese wenigen Punkte beachtet, der erhält optimale Solarerträge und hat keine hohen Wartungs- bzw. Instandsetzungskosten zu befürchten.

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Beantwortet 9, Jul 2015 von Erik Liebert (454 Punkte)

Ist von der Anlagengröße abhängig aber die normale Einfamilienhausanlage sollte zwischen 60 und 130 EUR für eine Wartung alle 1-2 Jahre zuzüglich Verbrauchsmaterial ( z. B. Frostschutz, ist ja wie beim Auto nach Wartungsplan alle paar Jahre zu tauschen oder man kontrolliert es mit einem ph Wert Messer und Frostschutzprüfer und schiebt es über eine gute Pumpe mit Filter um Schmutz etc herauszusieben).

Meine Erfahrung ist, dass viele thermische Anlagen Schmutz im Kreis haben welcher dann irgendwann das Rückschlagventil offen hält und dann hat man nachts eine Schwerkraftzirkulation, die die Wärme wieder aus dem Speicher trägt.

Was kann man von einem Nutzer verlangen?

Er kann Vor und Rücklauftemperatur im Betrieb kontrollieren und die Speichertemperatur im unteren ( von der Solaranlage erwärmten) Bereich oder besser ob der Heizungsbrenner im Sommer aus bleibt. Und er kann den Druck kontrollieren, aber alle weiteren Maßnahmen werden die meisten im Zweifelsfall überfordern und sind auch gar nicht gewünscht. Diese Überwachungsmaßnahmen können aber auch moderne Regelungen übernehmen und mit einem Signal quittieren ( OK, bei der Drucküberwachung wirds teuer). Man könnte so etwas sogar bei den besseren Regelungen online für den Installateur frei geben ...

Am besten ist dass man es in den Wartungsaufwand für die Heizung mit hinein packt, dann halten sich die Mehrkosten im Rahmen da der Installateur eh heraus kommt und sich dann halt nur 30-60 min mehr geben muss.

Eine Checkliste, die bei den Revisionsunterlagen dabei sein sollte und dann vom Installateur tournusmäßig abgehakt wird vereinfacht die Thematik noch mehr. Ist halt sehr ähnlich einer Heizkesselwartung :-)  

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