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Trotzen PV-Modulflächen sogar Tornados?

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Eingestellt 19, Mai 2015 in Photovoltaik von Claus Scheuber (214 Punkte)

Bei den Berichterstattungen zu den neuerlich aufgetretenen Extremwetter-Ereignissen (z.B. Affing bei  Augsburg) sind mir Bilder aufgefallen die vom Tornado abgedeckte Dachhälften zeigten; direkt daneben waren Modulflächen der Haus-PV-Anlage dem Augenschein nach praktisch unbeschädigt. Kann es sein, dass korrekt montierte PV-Anlagen am Ende sogar den Dächern größere Sicherheit geben?  Welcher Experte, vielleicht auch aus Versicherungsperspektive, kann mir fundierte Auskunft geben?

   

1 Antwort

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Beantwortet 20, Mai 2015 von Frank Fiedler (165 Punkte)

Hallo Herr Scheuber, 


ich kann Ihnen da Herrn Wippich von der ENVARIS aus Berlin empfehlen. Die machen ziemlich viel im Bereich Schadenaufnahme für Versicherungen (http://www.envaris.de). 


Ich persönlich denke, Solarmodule können grundsätzlich auch einem Tornado standhalten. Wenn diese jedoch von herumfliegenden Teilen getroffen wurden, ist die Gefahr für Mikrorisse und Zellbruch sehr groß. Je nach Zerstörungsgrad und Größe der PV Anlage kann sich dann eine Prüfung der Solarmodule lohnen. Mit unserem eigenen PV-Testcenter, dass auf Basis von mbj Technik arbeitet, veranschlagen wir folgende Preise: http://www.secondsol.de/dienstleistungen/solarmodul_testen.htm


Ist jedoch optisch schon viel kaputt oder die PV-Anlage relativ klein, kann es ggf. günstiger sein die PV-Module zu demontieren und optisch noch intakten Modulen zu verkaufen. Auf Grund der Wahrscheinlichkeit von Mikrorissen und Zellbrüchen und denn entstehenden Prüfkosten, kann ein Verkauf der gebrauchten Module kaufmännisch der günstigere Weg sein. Mit der Internetseite Solarodo kaufen wir z.B. auch Solarmodule aus Sturm oder Tornadoschäden an. http://www.solarodo.com


Ich hoffe ich konnte Ihnen etwas weiterhelfen. 

Viele Grüße

Frank Fielder



Kommentiert 20, Mai 2015 von Claus Scheuber (214 Punkte)
Ja, danke, Frank Fiedler! Meine Frage zielt aber auch auf die Sicherheit der Dachflächen; Eines dieser "Totschlagargumente" bei PV-Aufdachanlagen ist doch: durch die Anbringung von Solarmodulen gefährde man die Sicherheit des Daches - was auch versicherungstechnisch relevant einzustufen wäre
Wenn nun aber durch Erfahrung gezeigt werden kann, dass selbst bei Extremwetter-ereignissen, wie Tornado, schweer Hagelschlag u. ä., die Dächer weniger gefährdet sind wäre auch diesem immer wieder auftauchenden Argument (um im Bild zu bleiben) der Wind aus den Segeln genommen.

MsG
Claus Scheuber
Kommentiert 21, Mai 2015 von Stefan Wippich (156 Punkte)
Hallo Herr Scheuber,

grundsätzlich kann man das "Totschlagargument", dass eine PV-Anlage die Sicherheit des Daches gefährdet nicht bestätigen. Sofern die Anlagen ordnungsgemäß geplant und installiert wurde, sollte da kein Problem bestehen. Sicher ist aber eine elektrische Anlage auf dem Dach, von der potenziell mehr Gefahr ausgeht aus wenn keine Anlage auf dem Dach wäre. Das liegt in der Natur der Sache.

Das eine PV-Anlage ein Dach vor Tornados schützt kann man nicht sagen. Wie schon Herr Fiedler schreib, kommt es auf die stärke der Beschädigung der PV Anlage bzw. des Daches an.

Liegt die Anlage am Randbereich des Tornados und diese bekommt nur herumwirbelnde Teile ab, schützt die PV Anlage ganz sicher die Dachhaut vor Beschädigungen (auch wenn die PV Anlage dabei ggf. Schäden davon trägt.)

Liegt das Dach und die PV Anlage im Tornado und bleibt optisch zufällig unversehrt, können z.B. Zugkräfte von der PV-Anlage ggf. das Dach beschädigen.

Im Prinzip ist es immer eine Einzelfallbetrachtung.

Mehr zu dem Thema Sturmschaden an PV-Anlagen auch auf unserem Blog unter:

http://www.envaris.de/nach-einem-sturmschaden-der-photovoltaikanlage-tun/

Viele Grüße
Stefan Wippich
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