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Was ist mit Zuschlägen der Photovoltaik Ausschreibungsprojekte, die nicht voll ausgeschöpft werden?

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Eingestellt 13, Mai 2015 in Photovoltaik von T. Seibert

Dürfen Restmengen weiterübertragen werden?

   

1 Antwort

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Beantwortet 13, Mai 2015 von Michael Stöhr (1,180 Punkte)

Sehr geehrter Herr Seibert,

Ihnen gebührt ein großes Lob für diese Frage. Wenn Sie diese nicht rein rhetorisch gestellt haben, zeigen Sie den richtigen Riecher dafür, wo der Hase im Pfeffer liegt. Was in Deutschland geschehen wird, weiß ich nicht, aber was in Großbritannien, dem Paradeland für Ausschreibungen im Bereich erneuerbarer Stromerzeugung, jahrzehntelang geschehen ist, kann ich Ihnen sagen, nämlich so gut wie gar nichts. Viele der kaum rentabel kalkulierten Angebote, die einen Zuschlag erhalten haben, wurden nicht umgesetzt. Das Ergebnis war ein jahrzehntelanges Hinterherkrebsen Großbritanniens bei der Nutzung selbst der Windkraft und eine vollkommene Abhängigkeit von ausländischen Lieferanten, da bei diesem Elend keine heimische Regenerativ-Industrie aufgebaut werden konnte.

Das Beispiel Großbritannien zeigt wie kein anderes, dass Ausschreibungen bei oberflächlicher Betrachtung sehr marktwirtschaftlich wirken, im Detail aber vor Bürokratie überborden und innovativen Technologien nicht zum Durchbruch verhelfen können. Sie haben nur für eine einzige Gruppe gesellschaftlicher Akteure einen Vorteil: große Firmen und Konsortien solcher, die sich bei diesen Verfahren sicher sein können, nicht mit klein- und mittelständigen Unternehmen konkurrieren zu müssen, da diese schon an Formfehlern scheitern.

Mit sonnigen Grüßen, M. Stöhr

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