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Gabriel: Kinder oder Kohle?

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Eingestellt 23, Nov 2014 in Energiewende von Franz Alt (1,830 Punkte)

Wirtschaftsminier Sigmar Gabriel will unbedingt als Kohleminister in die Geschichte eingehen. Deshalb behauptet er permanent, dass Deutschland nicht „zugleich aus Atom und Kohle austeigen“ könne. Wirklich nicht?

Die eigentlichen Fragen heißen: Aussteigen bis wann? Und: Wann mit dem Ausstieg beginnen? Auch der Atomausstieg geht nicht von heute auf morgen, aber er muss politisch gestaltet werden.

Fest steht: Wenn Deutschland noch sein Klimaschutzziel erreichen will – bis 2020 mindestens 40% weniger CO2 gemessen an 1990 – dann müssen innerhalb von fünf Jahren 12 bis 15 Kohle- und Braunkohlekraftwerke stillgelegt werden. Der Einstig in den Ausstieg muss also jetzt beginnen.

Der 17-jährige Felix Finkbeiner, der mit seiner Aktion „Plant für the Planet“ 1.000 Milliarden Bäume pflanzen will und 13 Milliarden schon gepflanzt hat, erinnerte in dieser Woche Minister Gabriel an seine Tochter Marie. Wenn Marie Gabriel eines Tages ihren Vater Sigmar im Altenheim besucht, werde sie ihn fragen, warum er nicht mehr und nicht rechtzeitig etwas für den Klimaschutz getan habe: „Herr Gabriel muss sich entscheiden. Ist er für Kinder oder für Kohle? Beides geht nicht.“

Marie könnte Sigmar in vielleicht 30 Jahren mit folgenden Horror-Nachrichten konfrontieren:

  • Kiribati: Der Premierminister hat Kiribati als einwohnerfrei erklärt, die Regierung offiziell aufgelöst und die Löschung seines Landes bei der UNO beantragt. Kiribatis ist nach den Malediven, den Bahamas, den Fidschi-Inseln der vierte  Inselstaat, der damit aufhört zu existieren.
  • Dhaka: Wieder über 20.000 Tote am 4.000 km langen Grenzzaun zwischen Bangladesch und Indien. Indien spricht von nur 12.000 Toten in dieser Nacht.
  • Brüssel: Nora, 12, wurde als 200 Millionster Klimaflüchtling als Bürger der Europäischen Union begrüßt.
  • Rom: Das italienische Militär lehnt jede weitere Verantwortung ab, Badegäste gegen die Übergriffe der Flüchtlinge aus Afrika zu schützen.  Italiens Küsten wurden heute offiziell für Touristen gesperrt.
  • Genf: Die WHO verkündet, dass Frosta12, der bisher aggressivste Virus aus dem sibirischen Permafrostboden, sein 100.000. Todesopfer gefordert hat.
  • Mumbai: Zum ersten Mal seit sechs Monaten führt der Ganges wieder Wasser. Man geht davon aus, dass er erst in fünf Tagen wieder versiegen wird.
  • Hamburg: Die Immobilienpreise in der Hansestadt fallen erstmals unter eine Jahresmiete. Vor zwanzig Jahren lag der Kaufpreis noch bei der 20-fachen Jahresmiete, erklärt der Sprecher des Immobilienverbandes. Der Hamburg Immobilienmarkt liegt damit auf dem niedrigen Niveau von London, New York, und Los Angeles.

Gabriel, so Felix Finkbeiner,  müsse massiv die Kohlekraftwerke stilllegen, „damit wir Kinder überleben können“.

 

   

1 Antwort

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Beantwortet 25, Nov 2014 von Geckler, Heinz (2,530 Punkte)

Hallo Franz Alt,

ich kann mir nicht vorstellen, dass Herr Gabriel mit der Meinung, die er momentan in der Öffentlichkeit vertritt, eine große politische Zukunft hat. Inzwischen hat doch ein so großer Teil den mündigen Bevölkerung in Deutschland verstanden, dass es keine Alternative zur Energiewende gibt. Jetzt sollten aber schnellstens die Verbände aus dem Bereich der erneuerbaren Energien gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit betreiben, um machbare und finanzierbare Wege hin zu den Erneuerbaren aufzuzeigen. Vor allem muss die Politik wieder Möglichkeiten schaffen, mit denen auch der "kleine Mann" an der Energiewende teilhaben kann und nicht nur dazu verdammt wird, diese zu finanzieren. Diese Forderungen können nur von starken Verbänden der erneuerbaren Energien durchgesetzt werden.

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