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Warum bei Ost - West Anlagen auch die 70% Abregelung ?

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Eingestellt 2, Sep 2014 in Photovoltaik von Eckart Schunk
Bekanntlich wird das PV Maximum zur Mittagszeit 12.00 Winterzeit erreicht. Ost -  West Anlagen erreichen das Maximum vorher bzw nachher, somit ist kein Grund zur Abregelung vorhanden. Trotzdem wurde der WR auf 70% begrenzt.

So sieht Förderung in der BRD aus. Ungenutzte Kapazität bei Modulen und WR. Ünnütze Investition.
   

1 Antwort

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Beantwortet 3, Sep 2014 von Frank Müllers (590 Punkte)
Bereits früher wurden Solarstromanlagen auf "suboptimal" ausgerichtete Dächer installiert. Der Grad der Ressourcenverschwendung richtet sich nach der mehr oder weniger optimalen Auslegung: Z.B., wenn man einen Wechselrichter ohne Berücksichtigung der äußeren Umstände auf die Peak-Leistung des Generators auslegt.

Gerade die 70% Regelung birgt doch die Chance, Anlagen - für den Eigenbedarf optimiert - auf Ost/West-Dächern zu installieren. Weil die Generatoren auf diesen Seiten nie die volle Leistung erbringen, kann man die Größe des Wechselrichters auf die maximale Leistung dimensionieren (die sich bei guter Auslegung dannwahrscheinlich auch bei 70 Prozent einpegelt), Die Glockenkurve, die bei einer Optimal ausgerichteten Anlage relativ steile Flanken hat und deren oberer Teil bei Erreichen der 70% abgeschnitten wird, wird quasi ersetzt durch zwei sich überschneidende Kurven, bei denen der Peak nicht abgeschnitten wird. Die "Ernte" wird damit über den Tag verteilt und dem Eigenverbrauch angepasst.

Grundsätzlich gebe ich Ihnen natürlich recht. Die 70% Regelung, die aber bekanntlich für den Übergabepunkt, also den Einpeisepunkt gilt, ist eigentlich ein politisches Instrument - offiziell dient es der Netzentlastung, inoffiziell soll es dazu führen die Investition in eine Solarstromanlage unattraktiv zu machen. Mittlerweile kann man - mit geeigneten Wechselrichtern - die 30% mittags zwischenspeichern und später einspeisen oder verbrauchen: Im Gegensatz zur Politik ist die Photovoltaik flexibel !
Kommentiert 4, Sep 2014 von Jörg Tuguntke (1,368 Punkte)
Moin, moin,

wobei das Ganze natürlich auch etwas vom Neigungswinkel des Dachs abhängt. Bei Neigungswinkeln von >30° findet die 70% Begrenzung eigentlich nur rechnerisch, aber niemals in der Realität statt.

Damit bei diesen Dächern eine reale Reduzierung stattfinden kann, müßte die Sonne im Osten und im Westen gleichzeitig stehen. Dann hätten wir aber sicherlich drängendere Probleme.

mfg   tugu
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