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Atom flopp – Erneuerbare top?

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Eingestellt 6, Aug 2014 in Energiewende von Franz Alt (1,830 Punkte)
   
Kommentiert 15, Aug 2014 von Wolfgang Hartmann (394 Punkte)
Als ich Kind war, galt Atomstrom als preiswert und sauber. Heute weiß man es besser.
Kohle und Gas wird noch immer verbrannt, was auch zu Umweltschäden führt.

Bei den erneuerbaren Energien gibt es schon heute ein Für und Wider:
==>  Windmühlen verschandeln die Landschaft, machen Geräusche, werfen Schatten, töten Vögel und ...
==>  Biogas Anlagen haben oft den Nachteil, dass sie riechen, sie von den Anwohnenden Nachbarn abgelehnt werden und wir Mais für Biogas anbauen und Weizen für unsere Nahrung zukaufen müssen. Auch etwas fraglich...
==>  Bei Photovoltaik Freiland-Anlagen hört man durch aus das ablehnende Argument, dass die Landschaft, die damit versiegelt ist, auf Jahre hin nicht anders verwendet werden kann...

So hat jedes System seine eigenen Argumente und seine Zeit.  Trotzdem denke ich, die Nutzung der erneuerbaren Energien ist aus heutiger Sich die angemessenste Art Energie zu erzeugen, bis wir etwas besseres finden...

1 Antwort

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Beantwortet 6, Aug 2014 von Franz Alt (1,830 Punkte)

Die Atomlobby träumt von einer „Renaissance der Atomkraft“. Doch die Wirklichkeit sieht ganz anders aus. Das bestätigt der neue World Nuclear Industry Status Report. Demnach fließen seit dem Jahr 2.000 nur noch drei Prozent der gesamten Energie-Investitionen der Welt in die Atomenergie – und zugleich boomen die Erneuerbaren Energien weltweit. Dieser Trend gilt auch für die EU. 1988 waren in den heutigen 28 EU-Staaten noch 177 AKW in Betrieb, heute sind es noch 131.

Noch eindrucksvoller sind die Investitionen in die Erneuerbaren, in die fossile und in die nukleare Energie seit der Jahrtausendwende: 57% aller Energie-Investitionen flossen in die Erneuerbaren, 40% in die fossilen und nur noch 3% in die Atomkraft.

 

In China, dem größten Energieverbraucher der Welt, haben 2014 alle Photovoltaik-Anlagen zusammen die Gesamtleistung der AKW bereits überholt. Und im Reich der Mitte begann der PV-Boom so richtig erst 2013.

 

Weltweit gilt jetzt: Atom flopp – Erneuerbare top!

 

Es gibt zwar in einigen Ländern wie China, Indien oder England noch Neubaupläne für AKW, aber überall zugleich heftige Widerstände aus der Bevölkerung. Die Regierung Abe in Japan will zwar alle 52 nach Fukushima stillgelegten AKW wieder ans Netz bringen, doch überall haben Bürgerinitiativen dies bisher verhindert.

 

Und weltweit müssen in den nächsten 15 Jahren über die Hälfte aller AKW alters- oder sicherheitsbedingt abgeschaltet werden. Neubauten wird es kaum noch geben.

 

Der Hauptgrund für den unaufhaltsamen Siegeszug der Erneuerbaren: Sie sind sicher, umweltfreundlich, ewig vorhanden, werden immer preiswerter und verursachen wenige Folgekosten.

 

Kurz: Sie sind den alten Energien gesellschaftlich weit überlegen und liefern die wertvollere Energie für alle Zeit auf allen Kontinenten.

 

Dieser weltweite Trend wird soeben durch eine Meldung aus Taiwan bestätigt. Die Kuomintang-Regierung wollte ein fertiggestelltes AKW in Betrieb nehmen. Doch die Bevölkerung hat einen dreijährigen Aufschub und einen Volksentscheid über das Projekt erzwungen. Für diese Zeit fallen Instandhaltungskosten von 100 Millionen Euro an, was beweist, dass Atomenergie nicht nur gefährlich für Mensch und Umwelt ist, sondern auch absurd teuer.

 

Da der Atommüll aus jedem AKW dieser Welt etwa eine Million Jahre strahlt, ist Atomenergie praktisch unbezahlbar. Daran ändert auch die schönste Kampagne der Atomlobby nichts. Die Menschen sind aufgewacht.

 

Es gilt jetzt eine Art elftes Gebot: Du sollst den Kern nicht spalten!

 

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