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Wieso zieht keiner der deutschen Autohersteller dem wahnsinnig erfolgreichen Tesla Modell hinterher?

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Eingestellt 23, Apr 2014 in Elektroauto, E-mobility von Anonym
Mercedes vor allem sollte da doch schon lang mit einem Konkurrenzprodukt kontern
   

4 Antworten

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Beantwortet 24, Apr 2014 von Klaus Hying (930 Punkte)

Ich denke schon, dass die deutschen und internationalen Automobilkonzerne ganz genau den in der Tat sehr beeindruckenden Erfolg von Tesla beobachten.

Tesla hat es mit seinem Konzept, zum einen auf relativ preiswerte verfügbare Standardzellen für den Speicher zu setzen und zum anderen auf ein Segment für zahlungskräftige Kunden zu setzen und Elektromobilität so zu einem 'must have' Image verholfen hat.

Die etablierten Hersteller werden nachziehen.

BMW hat ja immerhin ein ganzes Werk für die EV und mit der i-Serie ein komplettes neues Produktsegment auf Elektroantriebe ausgerichtet.

Gute Rahmenbedingungen von staatlicher Seite wie in Norwegen und Kalifornien schaffen wichtige Märkte, um die Technologie auch zu einem Massenmarkt werden zu lassen, so dass Elektromobile - auch deutscher Marken - in einigen Jahren aus dem Straßenbild nicht mehr wegzudenken sind.

Die Bewohner Smog geplagter Städte werden es danken.

Klaus Hying

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Beantwortet 25, Apr 2014 von Michael Kessler (344 Punkte)
Daimler hält ca. 4 % an Tesla - zugegebenermaßen nicht viel, aber man beobachtet den Markt genau. Ob das Modell Tesla als "wahnsinnig erfolgreich" bezeichnet werden darf, würde ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht behaupten - und der Markt für solche Luxuswagen ist dann doch relativ klein im Vergleich zum Gesamtmarkt.

Der Markt in Californien ist im Gegensatz zu Deutschland hinsichtlich E-Mobilität ein wenig einfacher: Reichweitenproblem ist untergeordnet, weil Strecken > 300 km oft schon geflogen werden (nur wenige fahren die 500km von LA nach San Francisco). Das Auto wird in den 2-3 Stunden pendeln zum Arbeitsplatz (20-40km) täglich auf 6 spurigen Highways "präsentiert" - perfekt für einen Tesla.

Die deutschen Autobauer (außer BMW) werden noch ein wenig abwarten und dann über Zukäufe oder Kooperation in ausländischen Märkten angreifen.
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Beantwortet 23, Apr 2014 von Erhard Renz (699 Punkte)
Der "wahnsinnige Erfolg" ist zwar für ein Automobilbau-Neuling eine tolle Leistung aber für ein Konzern wie Mercedes nur Peanuts. Ebenso für die weltweite E-Mobilität

Ich bin der Meinung die Elektromobilität wird zu Beginn nicht hier in Europa seine Käufer finden sondern in China. Die Schwächen der E-Mobilität Reichweite und Infrastruktur sind einem europäischen Autokäufer kaum schmackhaft zu machen. In China dagegen ist die Reichweite untergeordnet (wenn man die Großstädte betrachtet!). Deshalb wird Mercedes mit seinem Denza in Zusammenarbeit mit BYD in China erst einmal die Basisstückzahlen und Erfahrung im Markt holen um danach mit einem Elektrofahrzeug nach Europa zu kommen. Ob der Tesla es schafft in Zukunft den Sprung in den Massenmarkt zu bewerkstelligen bezweifle ich. Tesla wird zu Recht ein edles Fahrzeug allerdings in der Nische sein.

Ausserdem bin ich immer noch der Meinung dass die Stromversrogung mit Stecker altertümlich ist und ein Benutzerfreundliches betanken per Induktion Grundvoraussetzung für E-Mobilität ist.
Kommentiert 23, Apr 2014 von Jörg Tuguntke (1,368 Punkte)
Moin, moin,

so ganz kann das ja nicht hinkommen, in Norwegen waren (im 1. Quartal 2014) 16 % der Neuzulassungen Elektroautos. Ich glaube kaum, daß es dort nur um "Großstädte" geht.
Das "Reichweitenproblem" ist eigentlich kaum ein Problem. Die wenigsten "normalen" Autofahrer benötigen eine Reichweite von 200 (oder mehr) km max. 2 x im Jahr. Dieses PRoblem könnte man (anders) lösen.

Wenn unsere Regierung wüßte, wie sie diesen "Treibstoff" gezielt besteuern kann, hätten wir längst mehr Elektroautos (meine feste Überzeugung).

mfg  tugu    (mich stört das "einstöpseln" in die Steckdose kaum, für den Stadtverkehr gibts nix Besseres)
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Beantwortet 14, Mai 2014 von Jürgen König (394 Punkte)
Ich denke, das Problem liegt ein Stück weit darin, dass die deutschen Ingenieure sehr viel Know-how in Verbrennungsmotortechnologien haben und hier permanent Optimierungen vollbracht haben. Dies kann daran abgelesen werden, dass der Verbrauch der Fahrzeuge sinkt obwohl diese vom Gewicht immer schwerer werden.

Jetzt erklären Sie mal einem solchen Ingenieur, der jahrezehntelang in Verbrennungsmotoren gedacht hat, dass er sein ganzes Wissen und Können mal beiseite legen soll, und jetzt Elektromotoren bauen soll. Das ist nicht einfach und nur allzu menschlich.

Die Gefahr, dass die deutsche Automobilindustrie abgehängt wird, ist m.E. groß. Ähnlich wie Nokia den Trend zu den Smart-Phones verpasst hat und heute im Besitz von Microsoft ist, sehe ich die Elektroautos für die deutschen Autobauer am Horizont.

Neben Tesla werden für 2015 weitere New-Comer bei den E-Autos erwartet. Keine herkömmlichen Autobauer, sondern neue Player (wie vielleicht Samsung).
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