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Welche Zukunft hat die Produktion von Solarzellen und -modulen in Deutschland?

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Eingestellt 3, Apr 2014 in Photovoltaik von Anonym
   

2 Antworten

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Beantwortet 3, Apr 2014 von SunnyPeter (52 Punkte)

Ich bin sehr guter Dinge, dass man (auch) in Deutschland wettbewerbsfähig mit guter Qualität und hoher Effizienz PV-Module und -Zellen produzieren kann. Warum denn nicht?

Gerade meine zahlreichen Besuche in Produktionsstätten überall auf der Welt haben mich in dieser Einschätzung bestätigt, da ein vergleichsweise hoher Automatisierungsgrad gegeben ist und damit Faktoren wie Lohnstückkosten und Lohnnebenkosten nicht sehr ins Gewicht fallen.

Allerdings sehe ich eine große Aufgabe beim Vertrieb und in den Köpfen der Manager zu lösen!
Denn nach wie vor haben viele Unternehmen hierzulande nicht begriffen, dass sie - wie wir in unserem Bereich auch - daran arbeiten müssen, ihren Kunden besten Service und attraktive Preise zu bieten!

Dabei ist gute Qualität in den Produkten für mich die "Pflicht". Hier bewegen sich meiner Erfahrung aus über 100.000 installierten PV-Modulen heraus viele Hersteller auf Augenhöhe zueinander in einem sehr guten Niveau.

Die "Kür" ist es, die Kosten bei gleichbleibender Qualität immer weiter zu senken und Solarstrom damit für uns alle - in diesem Falls "uns alle" als EEG-Umlagezahler - so günstig wie möglich zu machen! Hier fehlt mir bei vielen einheimischen Unternehmen noch der sportliche Ehrgeiz und der Wille, dieses Ziel auch wirklich zu erreichen!
Packt mit an - nur dann habt ihr eine Chance. Aber dann habt ihr sie auch!

Nach wie vor haben es aber leider viele Unternehmen nicht begriffen!
So mussten wir gerade vergangene Woche wieder eine interessante Erfahrung machen: Obwohl wir jährlich etliche Megawatt umsetzen und exzellente Einkaufsbeziehungen bei bester Zahlungsmoral vorweisen konnten, hatte es ein mittelgroßer Wechselrichterhersteller, der seit April letzten Jahres zu einem schweizer Großkonzern gehört, trotz mehrfacher Nachfrage nicht einmal nötig, uns ein Angebot für 735kWp PV-Leistung bzw. die zugehörigen Wechselrichter abzugeben.

SO kann man natürlich keinen Blumentopf gewinnen!

Aber wenn sich einheimische Firmen engagieren und wirklich ihr bestes geben, dann haben sie auch eine gute Marktchance. Davon bin ich überzeugt - und letztlich tuen wir in unserem Segment ja auch nichts anderes ;-)

Also: Kopf hoch - und die Ärmel hochgekrempelt! cool

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Beantwortet 4, Apr 2014 von Jörg Tuguntke (1,368 Punkte)
Leider kann ich die Zukunft der Deutschen Hersteller nicht so "rosig" einschätzen wie mein "Vorschreiber.

In allen Bereichen fühlt sich die Deutsche PV-Branche -und das betrifft auch die Wafer- & Modulhersteller-, sowie deren Mitarbeiter von der Politik alleingelassen, verraten und verkauft, wenn nicht sogar "verarscht".  Dann bekommt "man" noch dauernd diese verlogenen "Strom-Preistreiber"-Lügen vorgehalten, die stumpf in die Köpfe der Leute gehämmert werden und die den ewig Gestrigen noch einen "Brotaufstrich" liefern.

DAS wirkt sich nicht gerade motivierend auf die betroffenen Personen aus.

Bestes Beispiel war der Aprilscherz mit der "Sonderabgabe" auf LED-Lampen, weil die zu wenig Strom brauchen.

Viel haben das geglaubt. WARUM?? Weil sie es Gabriel (und nicht nur ihm) zugetraut hätten.

mfg   tugu
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