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Wie ist die Entwicklung und der Verkauf von solarthermischen Anlagen in D?

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Eingestellt 14, Feb 2014 in Solare Wärme, Heizen von Anonym
Dass die Photovoltaik rückläufig ist, kann man ja überall lesen. Schuld sind die ständig sinkenden Einspeisevergütungen und die Politik, die nun vor der Energiewende kehrt machen möchte. Wie ist denn die Situation im Bereich Solarthermie und Wärme?
   

2 Antworten

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Beantwortet 11, Mär 2015 von Axel Horn (448 Punkte)
Der Verkauf von Sonnenkollektoranlagen ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich zurückgegangen. Dieser Rückgang hat zwei Ursachen:

1. Die von Schrumpfung bedrohte PV-Branche sucht neue Absatzmärkte und betreibt systematisch "Solarthermie-Bashing". Sonnenkollektoren sind danach ineffizient, veraltet etc. Dabei werden häufig die Kosten der PV-Module mit Wechselrichter gegen die Kosten einer kompletten Solarthermieanlage mit Speicher und Trinkwassererwärmer gerechnet, auf Seiten der Photovoltaik aber die Effizienz der "eh da"-Wärmepumpe gleich mit in Anspruch genommen.

2. Einige Solarthermieanlagen bringen in der Praxis nur eine sehr bescheidene Energieeinsparung. Solche Erfahrungen scheinen die Aussage der PV-Branche zu bestätigen. Dabei fehlt bei den meisten dieser Anlagen nur wenig, um 100% des Einsparpotentials zu leisten.

 
Die Politik hat zum Glück erkannt, dass die Solarthermie einen wichtigen Beitrag für die Energiewende leistet, ohne dabei die Stromnetze zu belasten. Daher wird zum 1. April 2015 die Förderung im Marktanreizprogramm des BAFA deutlich verbessert. Einen guten Überblick gibt die Zeitschrift Sonne Wind & Wärme unter http://www.sonnewindwaerme.de/solarthermie/bioenergie/waermepumpe/neues-marktanreizprogramm-startet-april

Die Internetseiten des BAFA (http://www.bafa.de/bafa/de/energie/erneuerbare_energien/solarthermie/index.html) werden in Kürze die aktualisierten Informationen und Antragsformulare im Detail bieten.

Auch die verschärften Anforderungen der EnEV ab Anfang 2016 werden sicherlich zu einer Belebung der Nachfrage bei Solarthermieanlagen führen. Das ist gut so, denn die Hersteller von Solarthermie-Technik haben in den Bereichen Anlagenschaltung und Regelungstechnik während der letzten Jahre beträchtliche Entwicklungsarbeit geleistet, und es wäre schade, diese nicht zu nutzen.
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Beantwortet 16, Mär 2015 von Roland Siemon (221 Punkte)
Der Antwort von Herrn Horn kann ich nur zustimmen. Solarthermie hat in Deutschland keine Lobby. Dabei hat eine solarthermische Anlage einen 4-fach höheren Wirkungsgrad als Photovoltaik. Die Heizkosten im Haus sind die Kostentreiber und nicht die Stromkosten.

Das haben bislang nur wenige Bauherren und Hauseigentümer erkannt.  Das Argument, Solarthermie ist noch zu teuer und lohnt sich deshalb nicht, ist auf alle Bereiches des Privatlebens für die nicht existentiellen Güter anwendbar. Das Phänomen des "haben wollen" habe ich in früheren Beiträgen ausgiebig diskutiert.

Nun gibt es in der Solarthermie erheblich Fortschritte. Zu nennen ist die Narva-Röhre mit dem Überhitzungsschutz. Damit werden die Anlagen sicherer und kochen im Sommer nicht über. Daraus ergeben sich neue Möglichkeiten, die Anlagen im Wasserbetrieb zu fahren. Das hat anlagentechnische Vorteile und äußert sich positiv im Kaufpreis. Ist die Solaranlage richtig dimensioniert. tritt sie in Konkurrenz zur konventionellen Heizung und verliert den Status der Heizungsunterstützung. Sie ist somit eine vollwertige Heizung bei Sonnenschein. Wenn die Sonne kommt, steht die Heizung. Ein Beispiel dazu sehen Sie hier http://dpi-solar.de/solarthermie/solarthermie-solar-warmwasser-und-heizung.html
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