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Solar erzeugte Heizwärme für ein Haus lässt sich mit Wasser speichern

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Eingestellt 23, Okt 2013 in Solare Wärme, Heizen von Anonym

Lässt sich solar erzeugte Heizwärme für ein Haus mit Wasser speichern?

   

1 Antwort

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Beantwortet 23, Okt 2013 von Timo Leukefeld (152 Punkte)
Die vergessene Wärme Aus meiner Sicht: Der geförderte Sonnenstrom hat den Blick verengt. Solar erzeugte Heizwärme für ein Haus lässt sich mit Wasser speichern. Ein Vorschlag. von Timo Leukefeld Der Mensch gilt als Krone der Schöpfung, weil er über geistige Potentiale verfügt. Dazu gehört das Denken, aber auch die Verrücktheit. Nur, was darf als klug und was als närrisch gelten? Ich kenne ein älteres Ehepaar mit einer eher überschaubaren Rente, das hat sich (vermutlich aus Gewohnheit) einen neuen Wagen für rund 30.000 € gekauft. Dieses Auto wird im Jahr für rund 1.000 Kilometer gebraucht, was letztlich bedeutet, dass jeder gefahrene Kilometer etwa 4 € kostet. Benzin, Versicherung und Reparaturen mit eingerechnet. Statt sich nun selber den Stress am Steuer zu machen, könnte das Paar für 4 € den Kilometer locker auf ein Taxi zurückgreifen und es hätte immer noch gespart. Ähnlich wie mit den Kosten fürs Auto ist es auch mit dem Energieverbrauch. Auch hier passieren ziemlich irre Sachen. Denn obwohl wir erheblich mehr Energie für Wärme verbrauchen, für Heizung und Warmwasser, wurde in den vergangenen Jahren meist nur über Strom nachgedacht. Der Rest blieb ausgeblendet. Mit der Folge, dass auch die Energiewende bislang vor allem eine Wende im Bereich der Stromerzeugung ist. Auch der Gesetzgeber hat mit seinen Förderprogrammen, Vergütungen und Subventionen bislang allzu einseitig die Sonnen-Strom-Anlagen bedacht anstatt aus besagtem Grund die Sonnen-Wärme zu forcieren. Wohl auch deshalb, weil für Mittelständler zusätzliche Lobbyarbeit kaum zu bewältigen ist. Dabei könnte der intelligenten Wärmenutzung eine Schlüsselrolle bei der Energiewende zukommen, wenn sie noch gelingen soll. Schaut man sich allein den Bedarf an Energie in einem durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalt an, so gehen etwa 90 Prozent für Heizen, Duschen und Baden drauf. Der Haushaltsstrom dagegen liegt bei marginalen 10 Prozent. Das Licht macht dabei sogar nur einen Gesamtbedarf von 1,5 Prozent aus. Trotzdem hat sich die EU-Kommission jahrelang ausgerechnet damit beschäftigt und am Ende die Glühlampen abgeschafft. Doch wenn das kleinste Problem die Diskussion beherrscht, ist es höchste Zeit, die Grenzen des Bestehenden zu überschreiten und sich hin zu neuen geistigen Ufern aufzumachen. Neu denken und nicht nur alte Probleme bewirtschaften Wir treten gerade erst in ein neues Zeitalter ein, in dem es gilt, Komplexität zu begreifen und sich dann möglichst sinnvoll zu vernetzen statt auf zentral organisierte Hierarchielösungen zu warten. Ein Zeitalter, in dem es auch darum geht Mobilität, Wärme und Strom sowie Lebensqualität und Naturerhalt systemisch in den Blick zu nehmen, anstatt sich nur mit einzelnen Problemfeldern abzurackern. Den Wirkungsgrad unseres Denkens und Tun können wir nur verbessern, wenn wir nicht mehr das Falsche - zum Beispiel: Fixierung auf den Strommarkt - möglichst richtig machen, sondern immer wieder fragen, was heute und morgen das Richtige ist, hier die Fixierung auf die gesamte Energieverbrauchskette. Im Moment kombinieren wir stattdessen Schwächen mit Schwächen. Wir verbinden eine zentrale Energieversorgung mit fluktuierenden erneuerbaren Energien, was im größeren Maßstab kaum gut funktionieren kann. Erschwerend wirkt zudem die vielerorts zu verzeichnende energiewirtschaftliche Kompetenz-Illusion, die sich beispielsweise darin zeigt, dass viele Diskutanten nicht zwischen Arbeit in Kilowattstunden und Leistung in Kilowatt unterscheiden können. Vermutlich wäre man deshalb nicht von allen guten Geistern verlassen, wenn es gelänge Stärken mit Stärken zu kombinieren. Damit ist konkret die Verbindung eines dezentralen Energieversorgungssystems mit Energiespeichern jeglicher Art gemeint. Und die wichtigsten Träger dieses Umbaus könnten in Zukunft die regionalen Energieversorger, die Stadtwerke und die Bürger, sein. Was leistet hier Solarthermie? Konzentrieren wird uns also auf den Löwenanteil des Energieverbrauchs, auf die Wärme. Solarthermie, also nicht die Sonnenstrom-, sondern die Sonnenwärme-Nutzung hat das vielbeschworene und bislang als unlösbar geltende Speicherproblem seit über 20 Jahren geschafft. In großen Langzeitspeichern kann das im Sommer in Sonnenkollektoren erhitzte Wasser für die kühleren Monate aufbewahrt werden. Wärme über viele Wochen bis in den Winter speichern, das ist für die Nutzer der Sonnenwärme eine Selbstverständlichkeit. Wasserspeicher für Sonnenwärme sind nicht nur die einfachsten sondern auch die kostengünstigsten Energiespeicher, sie sind pro Kilowattstunde Investition etwa 100mal kostengünstiger als Stromspeicher. Wärmetechnisch so ausgestattete Wohnhäuser, egal ob Neubau oder sanierter Bestand, nennt man auch Sonnenhäuser. Sie decken ihren Wärmebedarf zu mindestens 50, manchmal sogar bis zu 100 Prozent nur mit Sonnenwärme und das bei uns in Deutschland. Dennoch bedeutet „Solar“ bislang für die meisten nur Sonnenstrom und: Einspeisen und Geldverdienen. Durch den damit ausgelösten Boom des – zu - viel geförderten Sonnenstroms ist die Sonnenwärme in Vergessenheit geraten. Sonnenstrom wurde pro Kilowattstunde erzeugtem Strom in Spitzenzeiten zehnmal so hoch gefördert wie die erzeugte Wärme. Der Erfolg war somit nahezu planwirtschaftlich garantiert. Solche Einnahmen aus dem Solarstromverkauf waren dem Hausbesitzer bislang näher als die Einsparungen, die er hätte erzielen können - ähnlich dem älteren Rentnerpaar, dem das eigene Auto trotz hoher Kosten näher ist als das Taxi. Geld für Heizöl oder Gas durch die Sonnenwärmeausnutzung gleich ganz einzusparen, muss erst noch in die Köpfe, obwohl es schon jetzt wirtschaftlich ist. Doch noch ist bei vielen nicht angekommen, dass derartige Einsparungen nicht nur steuerfrei sind, sondern durch die ständig steigenden Energiepreise auch jedes Jahr mehr an Wert gewinnen. Bei den Einnahmen aus dem Solarstromverkauf ist diese Entwicklung genau umgekehrt, sie sind durch die Inflation jedes Jahr weniger wert und  zudem als Einnahmen zu versteuern. Wer das jedoch begriffen hat, der kann auch das Thema „Altersvorsorge“ neu denken und statt unsicheren Einnahmen einfach seine Ausgaben für Wärme, Strom und Mobilität durch sinnvolle energetische Maßnahmen auf ein Minimum sinken lassen. Mit Wärme auch Strom sparen? Aber auch wer seine Heizung nicht auf Sonnenwärme umrüsten kann oder will, kann sich schon mit ein paar wenigen Maßnahmen Vorteile verschaffen. Wer beispielsweise seinen Geschirrspüler mit einem simplen T-Stück und einem Warmwasserschlauch für 25 Euro direkt mit der Warmwasserleitung verbindet, spart bereits im 40-Grad-Waschgang bis zu 80 Prozent, schlicht und einfach deshalb, weil jetzt kein kaltes Wasser mehr mit Strom aufgeheizt werden muss. Auch an der Waschmaschine kann bei der Warmwassernutzung bis zu 80 Prozent Strom eingespart werden. Und selbst wenn das warme Wasser von der Gas- oder Ölheizung kommt, ist es immer noch viermal günstiger als Wasser, das mit Strom erhitzt werden muss. Wie auch immer: Die Gebäude der Zukunft müssen so konzipiert sein, dass sie sich selber mit Energie versorgen. Nur solche Energiekonzepte für Alt- und Neubauten stehen für den Wandel durch Wissen und damit für die Jetztzeit. War das Haus gestern noch Energieverbraucher, mit der Konsequenz, dass Wärme und Strom von außerhalb eingebracht werden mussten, so sprechen wir künftig von „energieautarken Gebäuden“ mit einer intelligenten Eigenversorgung und zwar mit Wärme und Strom von der Sonne, der auch noch für die Mobilität ausreicht. Solche Gebäude können sogar ihre Strom- und Wärmespeicher mit benachbarten Gebäuden teilen, wenn sie entsprechend vernetzt sind. Und auch regionale Energieversorger können diese dezentralen Speicher zum Lastmanagement mit benutzen. Neben einer Gebäudehülle, die nur geringe Wärmeverluste hat, braucht es dann den großen Langzeitwärmespeicher mit Wasser, den man durchaus mit einer Thermoskanne vergleichen k
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